Am Dienstag fixierte Austria Wien den vielumjubelten Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Zwar verlor man gegen Dinamo Zagreb mit 2:3, das reichte... Von der Champions League zurück in den Alltag – Austria Wien empfängt Wacker Innsbruck

BundesligaAm Dienstag fixierte Austria Wien den vielumjubelten Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Zwar verlor man gegen Dinamo Zagreb mit 2:3, das reichte aber dank des 2:0-Erfolges im Hinspiel. Nun wartet auf den Meister allerdings wieder das Tagesgeschäft Bundesliga. Heute empfängt man Wacker Innsbruck in der Generali Arena. Die Tiroler befinden sich aktuell im Tabellen-Mittelfeld. Auch in den Duellen gegen große Gegner will man jetzt verhindern, dass man in die Abstiegszone rutscht.

Erfolge national und international

Den Grundstein für den Erfolg in der Qualifikation legte die Austria im Hinspiel. Dort überraschte man die Kroaten mit einem 2:0 im Maksimir Stadion zu Zagreb. In der Liga rotierte Trainer Bjelica gegen den WAC. So spielte zum Beispiel der junge Thomas Murg sein erstes Saisonspiel von Beginn an. Auch mit dieser vermeintlichen B-Elf erreichte man einen 4:1-Sieg. Im Rückspiel am Dienstag war der gesperrte Suttner wieder mit an Bord. Der Austria stand also die stärkste Auswahl im gewohnten 4-3-3 zur Verfügung.

Für das Spiel gegen Wacker ist es möglich, dass Bjelica dem einen oder anderen Spieler eine Pause gönnt. Im Großen und Ganzen sollte sich aber an der Ausrichtung nichts ändern. Eine besondere Rolle wird dem zentralen Mittelfeld und der Innenverteidigung der Violetten zukommen, denn die zentrale Achse von Wacker zeigte sich in den letzten Spielen sehr stark. So wird es vor allem dem Sechser der Favoritner, entweder Mader oder Holland, obliegen, Wallner und vor allem Hinterseer aus dem Spiel zu nehmen. Das Spiel über die Flanken wird von den Tirolern in den letzten Spielen weniger forciert. Trotzdem sollte vor allem Linksverteidiger Suttner den schnellen Schütz nicht aus den Augen lassen.

Von Verletzungssorgen bleibt die Austria größtenteils verschont. Einzig Alexander Gorgon fällt mit einer Schienbeinverletzung noch für kurze Zeit aus.

Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt

Das Publikum in Innsbruck ist eines der Extreme. Bis zum Heimspiel gegen die SV Ried herrschte beinahe Euphorie rund ums Tivoli. Jetzt, nach einem 2:3 gegen Ried und einem 1:1 gegen Wiener Neustadt, ist große Ernüchterung eingekehrt. Zwar befindet man sich immer noch nicht in der Abstiegszone, von einem sicheren Abstand zu Platz 10 ist man allerdings auch weit entfernt.

In dieser Saison hat man sich wiederholt selbst um die Früchte seiner Arbeit gebracht. Zwei der drei Gegentore gegen Ried gingen schwere Patzer in der Defensive voran, das Gegentor gegen Wiener Neustadt resultierte aus einer großen Unachtsamkeit von Siller.

In der aktuellen Saison zeigt Austria-Goalgetter Philipp Hosiner noch nicht dieselbe Torgefahr der letzten Spielzeit, trotzdem ist er durch seine agile und auch mannschaftsdienliche Spielweise ein steter Gefahrenherd. Unter Nenad Bjelica floriert dafür Marko Stankovic. In allen Saisonpflichtspielen erzielte er bereits sieben Tore. Im 4-2-3-1 der Innsbrucker kommt vor allem dem defensiven Mittelfeld die Aufgabe zu, ihn zu entschärfen. Wer die Position neben Kofler einnimmt, ist noch offen. Piesinger und Löffler wären mögliche Alternativen. Neben den Sperren von Vucur und Abraham ist Schilling verletzt. Seine Position als linker Verteidiger wird Hauser einnehmen.

Titel- gegen Abstiegskampf?

Der große Favorit auf den Meistertitel ist natürlich, mal wieder, Red Bull Salzburg. Als amtierender Meister und Champions-League-Teilnehmer gilt aber Austria Wien als Herausforderer Nummer Eins. Nach holprigem Start in die Saison hat man sich scheinbar stabilisiert.

Wacker Innsbruck will mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Dafür muss man vornehmlich gegen direkte Konkurrenten punkten. Über den Lauf der Saison sollte man aber auf jeden Fall auch immer wieder sogenannte Bonuspunkte, wie eben zum Beispiel auswärts gegen Austria Wien, mitnehmen.

Die Austria hat über den ganzen Herbst die Doppelbelastung bestehend aus Champions League und Bundesliga. Will man im Kampf um die Meisterschaft trotzdem ein Wörtchen mitreden, muss man damit fertig werden. Dass man dazu in der Lage ist, kann man heute beweisen.

Martin Lanner, abseits.at

Martin Lanner

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