
Im Zuge unserer neuesten „Was wurde aus“-Serie sehen wir uns den Werdegang einzelner Fußballer an, die innerhalb der letzten fünf Jahre in der österreichischen Bundesliga spielten. Wer schaffte den Durchbruch, wer musste einen Rückschritt machen und wie geht es den Ex-Bundesliga-Legionären heute?
Einer der beeindruckendsten Stürmerlegionäre der jüngeren Vergangenheit in der österreichischen Bundesliga war mit Sicherheit der Israeli Shon Weissman. Der Wolfsberger AC holte Weissman im Sommer 2019 ablösefrei von Maccabi Haifa und verkaufte ihn ein Jahr später – mittlerweile als österreichischer Torschützenkönig – um 4 Millionen Euro Ablöse an den spanischen Klub Real Valladolid weiter.
Für den WAC hatte Weissman in 40 Pflichtspielen 37 Tore erzielt, acht weitere vorbereitet und glänzte vor allem mit einer außerordentlichen Conversion Rate. Der 174cm große Mittelstürmer machte auch aus Halbchancen seine Tore.
Seit er Österreich im Sommer 2020 wieder verließ, verbrachte Weisman beinahe die gesamte Zeit bis heute in Spanien. Mit Real Valladolid, dem Klub des brasilianischen Ex-Weltstars Ronaldo, musste er bereits in seiner ersten Saison den Abstieg aus LaLiga in die zweite Leistungsklasse hinnehmen. Sechs Tore in der höchsten spanischen Leistungsklasse konnte er dennoch auf seine Visitenkarte schreiben und in der Saison 2021/22, in der Valladolid der direkte Wiederaufstieg in La Liga gelang, avancierte schon Weissman zum absoluten Leistungsträger in der zweiten Spielklasse Spaniens.
Der Israeli brachte es auf 20 Saisontore in 38 Spielen, womit er einer der Garanten für den sofortigen Wiederaufstieg war. Aber nach dem Aufstieg wurde auch schnell wieder klar, dass die höchste Spielklasse des amtierenden Europameisters wohl eine Nummer zu groß für Weissman ist. Im Herbst erzielte er nur einen Treffer und wurde daraufhin zum Ende der Transferzeit an den Zweitligisten Granada verliehen, wo er allerdings in seinem ersten Halbjahr mit nur einem Tor in 13 Ligaspielen ebenfalls enttäuschte.
Dennoch entschied sich Granada im Sommer 2023 für eine fixe Verpflichtung des israelischen Angreifers und bezahlte immerhin 3,5 Millionen Euro Ablöse an Valladolid. Nachdem Weissman in LaLiga im Herbst 2023 allerdings nur auf fünf Kurzeinsätze kam und seinen einzigen Treffer in der Copa del Rey erzielte, wurde er für den Frühling ein halbes Jahr nach Italien verliehen, wo er für die US Salernitana in der Serie A stürmte. Der Klub war in Italiens höchster Spielklasse allerdings hoffnungslos unterlegen und stieg als Tabellenletzter in die Serie B ab. Weisman kam auf einen Treffer in elf Spielen und kehrte im Sommer 2024 nach Granada zurück.
Der Granada FC waren mittlerweile wieder in LaLiga2 abgestiegen – und seit Saisonbeginn wartet man darauf, dass Shon Weissman sein Kunststück aus der Saison 2021-22 mit 20 Zweitligatoren wiederholen kann.
Bisher wartete man vergeblich. In 25 Ligaspielen traf er in der laufenden Saison nur zweimal und bereitete einen weiteren Treffer vor, wobei er insgesamt etwa 1000 Spielminuten auf dem Platz stand. Hinzu kommen zwei Tore in drei Spielen in der Copa del Rey, aus der man allerdings mittlerweile ausgeschieden ist.
Auch in Israels Nationalmannschaft ist Weissman keine Konstante mehr. Im September 2019 debütierte er als WAC-Spieler für das Nationalteam und kam seitdem auf 33 Länderspiele und sechs Tore. Seine letzte Partie für Israel bestritt er allerdings im November 2023.
Der Vertrag des 29-Jährigen im spanischen Granada läuft im kommenden Juni aus. Eine Verlängerung des Arbeitspapiers beim aktuellen Achten der zweiten spanischen Leistungsklasse wirkt nach momentanem Ermessen eher unwahrscheinlich. Es ist gut denkbar, dass Weissman im Sommer nach längerer Zeit wieder einmal fix das Land wechselt.
So soll im vergangenen Winter bereits der polnische Großklub Legia Warschau reges Interesse am Israeli gezeigt haben. Aus einem Wintertransfer wurde nichts, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Interesse im Sommer, wenn Weissman ablösefrei zu haben ist, neu aufflammt.
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Daniel Mandl Chefredakteur
Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen
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