In wenigen Wochen startet die tipp3 Bundesliga in die Frühjahrssaison und wir werfen zuvor noch einen Blick auf die Dinge, die sich bei den... Das muss der SK Sturm Graz in der Frühjahrssaison verbessern!

SK Sturm GrazIn wenigen Wochen startet die tipp3 Bundesliga in die Frühjahrssaison und wir werfen zuvor noch einen Blick auf die Dinge, die sich bei den zehn Vereinen ändern sollten, um den größtmöglichen Erfolg zu gewährleisten. Was muss sich beim SK Sturm Graz noch verändern, damit das Team weiter oben anklopfen kann?

4.Platz | 10 S – 5 U – 5 N | 33:25 +8 | 35 Punkte
Bester Torschütze: Richard Sukuta-Pasu (9 Tore)
Bester Assistgeber: Haris Bukva (6 Assists)

Ruhig Blut!

Die verpasste Europacup-Qualifikation aus der Vorsaison schmerzte in Graz und mit dem 37-jährigen deutschen Trainer Peter Hyballa wollte man sich wieder an die Spitze hieven. Im Grunde sind die Grazer auch am besten Weg dazu, liegen „nur“ sechs Punkte hinter dem Tabellenzweiten aus Salzburg, der aktuell auf einem Champions-League-Qualifikationsplatz steht. Trotzdem hängt in Graz immer wieder Haussegen schief und es ist ein offenes Geheimnis, dass dies nicht selten mit dem exzentrischen Trainer der Blackies zu tun hat.

Unpopuläre Personalentscheidungen drängten den Trainer zeitweise in die Ecke, doch Hyballa zog seine Linie hart durch und rechtfertigte sich öffentlich, mit Hilfe seiner fast hyperaktiven Art Interviews zu geben, geschickt. Dennoch sickern immer wieder Probleme mit Führungsspielern durch, so etwa mit Imre Szabics. Auch Vorjahres-Shootingstar Darko Bodul und der junge Trainer dürften keine besten Freunde mehr werden.

Bei Sturm muss auf dieser – und auch auf noch höherer – Ebene etwas mehr Ruhe einkehren, denn so prekär wie sie oft dargestellt wird, ist die Situation der Grazer nicht.

Flügelspiel gut, aber was ist mit der Zentrale los?

Während Florian Kainz, Christian Klem oder auf den Flügel ausweichende Stürmer Woche für Woche Topleistungen bringen, wundert man sich ein wenig über fehlende Effizienz und mangelnden Spielwitz in der Mittelfeldzentrale. Manuel Weber blieb zuletzt unter den Erwartungen, Matthias Koch und Christoph Kröpfl spielen durchschnittlich, David Schloffer ist noch nicht so weit und Jürgen Säumel ist bereits seit August verletzt. Es brauchte die Verpflichtung des 20-jährigen Tobias Kainz, um die Zentrale der Grazer zu stabilisieren.

Doch das alleine kann nicht der Anspruch der Steirer sein, denen neben Michael Madl und Tobias Kainz womöglich nur noch ein weiterer laufstarker und kreativer Mittelfeldspieler fehlt, um ganz oben mitzumischen.

Auswärtsspiele machen den Unterschied

Während die Heimstärke der Grazer mit der von Rapid, Salzburg und der Austria vergleichbar ist, fällt das Team in Auswärtsspielen im Vergleich zur Konkurrenz ein wenig ab. Die Austria führt die Auswärtstabelle klar mit 26 Punkten an, dahinter folgen Red Bull Salzburg (20), Rapid (18) und schließlich Sturm (14). Gegen die drei Teams vom oberen Ende der Tabelle holte Sturm auswärts nur drei Punkte aus vier Spielen und auch zu Hause machte die Hyballa-Elf nur fünf Big-Points in ebensovielen Partien. Hinzu kamen ärgerliche Punktverluste in Mattersburg (1:3), Wolfsberg (1:1) und Wiener Neustadt (1:1).

Wenn Sturm es schafft in Auswärtsspielen stabiler zu werden und die sich bietenden Chancen, die durchaus vorhanden sind, nützen kann, kann man im Frühjahr zumindest Kurs auf Platz 3 nehmen, zumal Rapid in der laufenden Saison eindeutig auf Augenhöhe ist.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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