In wenigen Wochen startet die tipp3 Bundesliga in die Frühjahrssaison und wir werfen zuvor noch einen Blick auf die Dinge, die sich bei den... Das muss die SV Ried in der Frühjahrssaison verbessern!

SV RiedIn wenigen Wochen startet die tipp3 Bundesliga in die Frühjahrssaison und wir werfen zuvor noch einen Blick auf die Dinge, die sich bei den zehn Vereinen ändern sollten, um den größtmöglichen Erfolg zu gewährleisten. Die SV Ried erlebt derzeit eine „softe“ Umbruchsaison. Für die Innviertler ist durch punktuelle Veränderungen aber sicher noch mehr zu holen als bisher.

5.Platz | 8 S – 2 U – 9 N | 35:31 +4 | 26 Punkte
Bester Torschütze: René Gartler (11 Tore)
Bester Assistgeber: Marco Meilinger (8 Assists)

Konstanz muss her!

Sieg – Niederlage – Sieg – Niederlage – Sieg – Niederlage – und so weiter. Seit der elften Runde folgte auf einen Rieder Sieg immer sofort eine Niederlage. Das Seltsame an dieser Serie ist, dass die Siege der Rieder jeweils wie Befreiungsschläge aussahen: Auf das 5:2 in Wolfsberg folgte eine Niederlage gegen Wacker Innsbruck, nach dem 6:1 über Wiener Neustadt gab’s ein 1:3 bei Sturm und nach dem starken 3:1 über Red Bull Salzburg, verlor man mit 3:4 bei Rapid.

Es erklärt sich von selbst, dass die Mannschaft ihre „Angst“ vor zwei Siegen in Serie (was in der Liga das letzte Mal im November 2011 gelang) abschütteln muss. Die Führungsspieler sind hier gefragt, doch die Leader der letzten Saison, Anel Hadzic und Thomas Reifeltshammer, haben ebenfalls mit Formschwankungen zu kämpfen, was sinnbildlich für die ganze Mannschaft ist.

Zu viele Gegentore

In der gesamten Saison 2011/12 kassierte die SV Ried 38 Gegentreffer – nun sind es nach nur 19 Runden bereits 31. Dies hängt sicher auch mit der zwischenzeitlichen Systemumstellung vom Gludovatz’schen 3-3-3-1 auf ein klassisches 4-2-3-1 zusammen. Die Rieder hatten speziell in der Anfangsphase dieser Umstellung große Abstimmungsprobleme und man sah es vor allem den Innenverteidigern an, dass das Fehlen eines dritten Akteurs im Abwehrzentrum ungewohnt erschien.

Doch nicht nur die Abstimmungsschwierigkeiten im Zuge der Systemumstellung, sondern auch individuelle Fehler machten der SV Ried das Leben schwer. Reifeltshammer und Riegler waren nicht immer sattelfest, Reiter eine einzige Enttäuschung. Mit Marcel Ziegl als Innenverteidiger stabilisierte man sich nur ein wenig mehr. Hinzu kam die Unausgewogenheit an den Flügeln: Andreas Schicker auf der linken Seite spielte eine schwache Herbstsaison, während Hinum rechts stark war. Darauf stellten sich die Gegner der Innviertler natürlich ein…

Die Spielphilosophie muss zurückkommen

Zeitweise spielte Ried gefällig und einige Akteure konnten im Laufe der Herbstsaison immer wieder überzeugen. Die kompakte Spielweise unter Gludovatz, die phasenweise fast wie eine Choreografie wirkte, ging aber mit Trainer Heinz Fuchsbichler verloren. Das 3-3-3-1 wurde über den Haufen geworden, wurde im August wieder zu einem 4-2-3-1, seltener zu einem 4-1-4-1. Ausgerechnet nach dem 5:2-Auswärtstriumph über den Wolfsberger AC  kehrte man wieder zum 3-3-3-1 zurück.

Es ist zweifelsohne wichtig, dass eine Mannschaft im Stande ist, verschiedene Systeme zu praktizieren. Aber gerade wenn man eine sehr individuelle Spielphilosophie verfolgt, wie es die SV Ried macht, müssen die Automatismen im Schlaf funktionieren. Mehrmalige Systemumstellung innerhalb der Saison tragen dazu kaum Positives bei. Die Rieder sollten unter Neo-Coach Angerschmid versuchen, wieder „besonders“ zu werden. Das Unangenehme für den jeweiligen Gegner ging im Herbst ein wenig verloren – vor allem im Defensivbereich.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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