Im dritten Spiel von Österreichs „Mini-WM-Turnier“ im Heimspiel in Wien gegen Rekordweltmeister Brasilien setzte es eine deutliche 0:3-Niederlage gegen die Südamerikaner. Im Folgenden... Die Noten zum 0:3 gegen Brasilien: Lindner verhindert Debakel

 

Im dritten Spiel von Österreichs „Mini-WM-Turnier“ im Heimspiel in Wien gegen Rekordweltmeister Brasilien setzte es eine deutliche 0:3-Niederlage gegen die Südamerikaner. Im Folgenden wollen wir die einzelnen Spieler der Österreicher nun bewerten.

Notenschlüssel:
1 = sehr schwach
10 = sehr gut
0 = zu kurz eingesetzt

Heinz Lindner 9

Der mit Abstand beste Österreicher an diesem Tag war zweifellos der Schlussmann von GC Zürich, der sich mehrmals mit schönen Paraden auszeichnen konnte und viel zu tun bekam, weshalb sich seine Mannschaftskollegen auch beim Torhüter bedanken können, dass er das Team vor einer noch deutlicheren Niederlage bewahren konnte.

Stefan Lainer 4

Der Rechtsverteidiger spulte wie gewohnt viele Kilometer ab und versuchte sich ständig anzubieten, hatte aber etwas Pech mit den ungenauen Zuspielen seiner Kollegen, weshalb einige aussichtsreiche Situationen vertändelt wurden. Defensiv konnte er dem starken Neymar nur wenig entgegensetzen und war teilweise überfordert. Speziell nach der Halbzeit merkte man ihm die lange Saison deutlich an und die Frequenz seiner Sprints nahm merklich ab, was man auch beim 0:2 sehen konnte.

Aleksandar Dragovic 4

Als halbrechter Innenverteidiger bekam er es oft mit der starken linken Seite des Gegners zu tun und wurde so vor viele Aufgaben gestellt. Lange Zeit konnte sich der Legionär auch einige Male auszeichnen und gute Aktionen verbuchen, jedoch sah er speziell beim 0:2 nicht gut aus und wurde da nach allen Regeln der Kunst ausgetanzt.

Sebastian Prödl 6

Der Abwehrchef der Österreicher in der Zentrale der Innenverteidigung machte insgesamt ein recht ordentliches Spiel, konnte vor allem mit seiner Robustheit und resoluter Zweikampfführung punkten, war aber auch im Ballbesitz relativ sauber und leistete sich selbst unter Druck kaum einen Fehler.

Martin Hinteregger 5

Erwischte die deutlich entspanntere Seite als sein Kollege Dragovic, da über links nur wenig Angriffe initiiert wurden und diese Region meist nur als Durchgangsstation verwendet wurde. So wirkte er relativ stabil und leistete sich nur einige wenige Wackler, konnte aber vor allem in der Spieleröffnung immer wieder mit schönen Pässen auf sich aufmerksam machen.

David Alaba 6

Verteidigte wie die Spiele zuvor auf der Position des linken Flügelverteidigers, wobei er seine Position sehr offensiv interpretierte und ständig nach vorne marschierte, dadurch auch gut ins Spiel eingebunden war und vor allem viele Flanken in den Strafraum schlug. Defensiv hatte er meist alles unter Kontrolle und agierte er überwiegend aufmerksam.

Julian Baumgartliner 3

Der Kapitän der Österreicher spulte zwar wie gewohnt viele Meter ab und war sehr giftig in den Zweikämpfen, jedoch unterliefen ihm viele ungewohnte Fehler im Ballbesitz, weshalb es zu einigen unnötigen Ballverlusten kam, denen er dann wiederum immer wieder nachrennen musste.

Florian Grillitsch 5

Konnte immer wieder seine technischen Fertigkeiten aufblitzen lassen und wirkte trotz der engen Räume und des starken Gegenpressings des Gegners nicht beeindruckt, sondern dies beflügelte ihn scheinbar sogar noch. Dafür wirkte auch er gegen den Ball etwas überfordert und bekam kaum einen Zugriff auf den Gegner, weshalb die Brasilianer auf der linken Seite zumeist schalten und walten konnten.

Alessandro Schöpf 6

Wenn in der Offensive der Österreicher etwas zusammenlief und jemand Kreativität versprühte, dann war es noch am ehesten der offensive Mittelfeldspieler, der dank seiner guten Technik enge Situationen auflösen und dadurch seine Mitspieler einsetzen konnte.

Xaver Schlager 2

Durfte mal wieder von Beginn an ran, konnte die Chance aber nicht wirklich nutzen, da er nur selten am Ball war und wenn doch, sich dabei meist auf sichere Aktionen bedachte, weshalb er relativ unauffällig agierte und kaum Bindung zum Spiel fand.

Marko Arnautovic 3

Der Angreifer arbeitete zwar wie gewohnt viel für die Mannschaft und schmiss sich in jeden Zweikampf, jedoch bekam er von seinen Kollegen in der Offensive meist zu wenig Unterstützung, weshalb er oft in der Luft hing und sich in Unterzahl gegen die aufmerksamen Brasilianer kaum durchsetzen konnte.

Stefan Hierländer 4

Bekam vom Teamchef nochmal etwas mehr Einsatzminuten geschenkt, in denen er nicht negativ auffiel und sich wenige Fehler leistet, darüber hinaus sogar noch einen guten Schuss auf den gegnerischen Kasten abgab.

Guido Burgstaller 2

Konnte nach seiner Einwechslung, wie sein Sturmkollege, zuvor kaum auf sich aufmerksam machen und hing förmlich in der Luft, weshalb er nahezu zu keiner guten Aktion etwas beitragen konnte.

Peter Zulj 0

Zu kurz eingesetzt.

Kevin Danso 0

Zu kurz eingesetzt.

Dalibor Babic