Wenn heute Nachmittag das Spiel zwischen Red Bull Salzburg und dem Wolfsberger AC angepfiffen wird, findet in Maxglan ein Regionalligaspiel statt, für das der... 16:00 Uhr, Maxglan: Der eigentliche Schlager des heutigen Salzburger Fußballzirkus!

Wenn heute Nachmittag das Spiel zwischen Red Bull Salzburg und dem Wolfsberger AC angepfiffen wird, findet in Maxglan ein Regionalligaspiel statt, für das der Veranstalter wohl deutlich mehr Karten verkaufen hätte können, als der amtierende österreichische Fußballmeister. Austria Salzburg empfängt Liefering!

Die Ausgangslage ist prekär: Austria Salzburg führt die Tabelle nach elf Siegen und zwei Remis unbesiegt an. Man möchte endlich in den Profifußball aufrücken und in die Heute-für-Morgen-Erste-Liga aufsteigen. Die Violetten erwischen offenbar eine Traumsaison und man könnte recht entspannt auf die verbleibenden 17 Spiele blicken – wäre da nicht der FC Liefering.

Teamjongleure

Bis zur letzten Saison war der heutige FC Liefering noch der USK Anif. Heute gibt es neben dem FC Liefering nun den FC Anif, der wiederum seit dieser Saison eine Spielgemeinschaft mit den Red Bull Juniors bildet. Diese dürfen bekanntlich seit einigen Jahren nicht mehr in die zweithöchste Spielklasse aufsteigen – doch der FC Liefering darf es. Der Klub ist nicht offiziell mit Red Bull verbandelt, aber jeder weiß, wie der Hase läuft bzw. nach wessen Pfeife er tanzt. Der Großkonzern möchte Liefering in der Saison 2013/14 in der Ersten Liga sehen. Ein Profiverein ist der Quasi-Vizemeister bereits.

Ex-Bundesligaprofis und Red-Bull-Fohlen

Das Team ist mit ehemaligen Bundesligakickern gespickt: Es spielen etwa René Aufhauser, Wolfgang Mair, Mario Konrad oder Florian Metz für den aktuellen Tabellenzweiten, der nur einen Punkt hinter Austria Salzburg liegt. Hinzu kommen sämtliche hoffnungsvolle Talente von Red Bull Salzburg, für die der Sprung in den Kader der „Ersten“ zu früh käme: Stefan Savic, André Ramalho, Stefan Lainer (der bereits in Grödig Stammspieler war), Robert Völkl… die Liste ist lang!

Austria Salzburg vs. Red Bull – eine Never Ending Story

Durch die Red-Bull-Übernahme wurden die Salzburger Violetten erst aus der österreichischen Fußballspitze verdrängt. Es folgte eine Neugründung und der Aufstieg bis in die Regionalliga West. Vier Meistertitel in Folge machten dies möglich. Das dritte Jahr in der Regionalliga soll für die Austria das Letzte sein, der Aufstieg ist die oberste Maxime. Und plötzlich bekommt man wieder von Red Bull Steine in den Weg gelegt. Dementsprechend hitzig wird das Aufeinandertreffen der Violetten mit einem der Ableger des Erzrivalen ausfallen. Auch die Fans wissen über die Brisanz dieses Duells Bescheid und äußerten sich in einer Aussendung wie folgt:

 

DAS Spiel der Spiele steht also bevor. Es geht allerdings nicht nur sportlich um viel, sondern auch abseits davon um ALLES.

Durch das Fehlverhalten einzelner in letzter Zeit und dem ständigen Druck durch Behörden, Medien und nicht zuletzt unseren Freunden vom TFV, steht die Austria leider wieder einmal mit dem Rücken zur Wand. Die Konsequenzen von Regionalliga und ÖFB sind kaum vorstellbar, reichen tatsächlich aber von Punkteabzügen bis hin zum (vorübergehenden) Ausschluss aus der Westliga.

Deshalb gilt – mehr denn je – auf die Disziplin und das Verhalten der Austrianer untereinander zu achten. Jedes Jahr erleben wir bei Spielen gegen Red Bull oder Wacker Innsbruck einen extremen Zustrom an Leuten, die man sonst das ganze Jahr über nicht zu sehen bekommt. Auf solche Leute heißt es besonders Acht zu geben, der Großteil der Austrianer hat sich in letzter Zeit ohnehin vorbildlich und ohne Zwischenfälle verhalten. Leute, die nur einmal im Jahr zu uns kommen und glauben hier sich hier ausleben zu können, sind bei der Austria und der Curva Viola fehl am Platz!

Wir stehen heute unter extremer Beobachtung und werden eine unglaubliche Medienpräsenz im Stadion haben. Ganz Fußball-Österreich blickt also nach Salzburg-Maxglan, deshalb ist es so ungemein wichtig, dass wir den Gegnern der Austria Salzburg nicht den geringsten Angriffspunkt liefern. Keinen geworfenen Becher, kein geworfenes Feuerzeug (sei es Richtung Spieler bei der Ankunft, beim Aufwärmen, während des Spiels etc.) und schon gar keine körperlichen Attacken gegen irgendwelche Angehörigen der Gäste-Mannschaft oder dessen Betreuerstab. Egal wie das Spiel endet, ob mit einem Sieg oder einer Niederlage, mit einer guten Schiedsrichterleistung oder einer schlechten – bringen wir unseren Hass und unsere Abneigung gegenüber dem Konstrukt FC Liefering nur verbal zum Ausdruck und konzentrieren wir uns vor allen Dingen auf die Unterstützung unserer Austria!

Des Weiteren ist auf den Einsatz von Pyrotechnik bei diesem Spiel gänzlich zu verzichten. Sollte jemand die Absicht haben, bei einem der nächsten Spiele Pyrotechnik zu verwenden, wird gebeten sich im Vorhinein mit den Gruppen der Curva Viola bzw. den Vorsängern abzusprechen.

Jeder Austrianer ist angehalten auf sich selbst und sein Umfeld zu achten, die aktiven Gruppen der Curva Viola behalten sich vor bei etwaigem Fehlverhalten, sowie bei bereits in der Vergangenheit unangenehm aufgefallenen Personen sofort einzuschreiten.

Zeigen wir was uns ausmacht: Leidenschaft, Emotionen und Begeisterung für unsere Austria! Geben wir 90 Minuten VOLLGAS und peitschen wir unsere Austria zu 3 Punkten!

Eure Curva Viola

 

Um 18 Uhr wissen wir den Ausgang des Spiels und wir werden euch in den nächsten Tagen vom Fußballnachmittag in Maxglan berichten!

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen