Wie nach jeder Runde präsentieren wir Euch einen kompakten Rückblick zur 2. Liga. Am vergangenen Wochenende stand die 12. Runde am Programm. Am Freitag... 2.Liga: Blau-Weiß Linz verzichtet auf Bundesliga-Lizenzantrag

Wie nach jeder Runde präsentieren wir Euch einen kompakten Rückblick zur 2. Liga. Am vergangenen Wochenende stand die 12. Runde am Programm. Am Freitag stiegen fünf Partien, während am Samstag zwei Spiele über die Bühne gingen. Den krönenden Abschluss gab es am Sonntag mit dem Spitzenspiel SV Ried vs. Austria Lustenau.

Off-Topic: Blau-Weiß Linz verzichtet auf Lizenzantrag für die Österreichische Bundesliga

In dieser Ausgabe beginnen wir ausnahmsweise nicht mit den Geschehnissen des abgelaufenen Spieltages, sondern werfen anlassbezogen einen Blick auf die Aufstiegs-Situation in der Stahlstadt.

Via Statement auf der vereinseigenen Homepage wurde bekanntgegeben, dass der Verein im Hinblick auf die kommende Saison keinen Lizenzantrag für die höchste Spielklasse stellen wird – kurz: die Linzer verzichten freiwillig auf einen möglichen Aufstieg.

Laut Präsident Niedermayr wäre der Lizenzantrag mit zu hohen Kosten und Risiken verbunden. Einerseits wären für die Teilnahme an der Bundesliga 25 Profis im Kader (derzeit 10) nötig. Andererseits müssten bei der Haftungsform des Vereins erhebliche Veränderungen vorgenommen werden, die wiederum mit hohen Mehrkosten in Verbindung stehen. Auch der Ausbildungsgrad des derzeitigen Trainers ist nicht ausreichend, es ist eine UEFA-Pro-Lizenz von Nöten. Ein Ansuchen um den Aufstieg würde auch mit der Agenda 2027 in Widerspruch stehen. Diese sieht vor, den Verein über eine längere Zeit auf gesunde Beine zu stellen – auf behutsame Art und Weise.

Ein Schicksal à la Grödig oder Austria Salzburg soll also vermieden werden. Beide Vereine stehen beispielhaft für Aufstiegsambitionen, die den wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten meilenweit voraus waren. Jener Drang nach dem Aufstieg wurde beiden Salzburger Clubs zum Verhängnis – es folgten Rückzüge aus dem Profi-Geschäft.

Ried gewinnt den Schlager der Runde

Am Sonntag lud die SV Ried zur Sonntags-Matinee gegen die Austria Lustenau. Es war das Aufeinandertreffen des Dritten (Ried) gegen den Tabellenvierten (Lustenau). Mittels spektakulärer Choreographie über die gesamte Fantribüne wurde auch die Fanfreundschaft zwischen Ried und Sion zelebriert.

In der Anfangsphase fand keine der beiden Mannschaften eine zwingende Torchance vor. Die Zuschauer mussten bis zur 40. Minute warten, ehe Grgic den Lustenauer Tormann per Weitschuss einer gehörigen Prüfung unterzog. Nach Wiederanpfiff sorgten die Rieder sofort für Dampf und erzielten mit der dritten Großchance binnen einer Viertelstunde die 1:0-Führung. Grgic hielt sich mit viel Körpereinsatz im Strafraum den gegnerischen Verteidiger vom Leib und schloss mit einem wuchtigen Schuss sehenswert ab. In Minute 89 rettete Ried-Goalie Kreidl nach einem Eckball in höchster Not.

Torflut in der Generali-Arena                                                                            

Das bisher trefferreichste Spiel der Saison stieg vergangenen Freitag beim Spiel Young Violets gegen Blau-Weiß Linz. Mit 6:3 besiegten die Stahlstädter schlussendlich die „Schießbude der Liga“ (durchschnittlich 2,5 Gegentore pro Spiel). Bis zur 65. Minute lief das Spiel aber alles andere als schlecht für die Jungveilchen. Bis zu diesem Zeitpunkt führte man mit 3:1. Csaba Mester, der 16-jährige Ungar, schnürte dabei einen Doppelpack und schrieb somit das erste Mal in der 2. Liga an. Ab Minute 65 zeigten die Violetten allerdings ein komplett anderes Gesicht und mussten Tor um Tor hinnehmen. Vor allem Veilchen-Tormann Mirko Kos leistete sich einige Patzer und war maßgeblich am Endresultat beteiligt.

Mit dieser Schmach verlieren die Jungveilchen zwar keinen Tabellenplatz (nach wie vor Rang 12), allerdings schmilzt der Polster auf Rang 14 auf zwei Punkte. Blau-Weiß Linz verteidigt mit diesem Kantersieg den 2. Tabellenrang souverän.

Wattens bleibt souverän

Der Tabellenführer aus Tirol musste am 12. Spieltag die Reise nach Niederösterreich antreten, dort wartete der SKU Amstetten. Das Wort „Niederlage“ kennen die Wattener mittlerweile nur mehr vom Hörensagen. Die letzte Niederlage datierte vom Anfang August, damals musste man sich den Riedern geschlagen geben.

Mit 2:0 besiegte man in dieser Runde die Amstettener. Kurz vor der Pause sorgte Benjamin Pranter für die Führung. In der 53. Minute setzte Katnik mit seinem dritten Saisontor den Schlusspunkt.

In der Tabelle sieht es an der Spitze nun wie gefolgt aus: Die WSG Swarovski Wattens lacht mit 27 Punkte von der Spitze, während der erste Verfolger um den Aufstieg (SV Ried, 3. Platz) bei 24 Zählern hält. Blau-Weiß Linz (2. Platz) hegt in dieser Saison bekanntlich keine Aufstiegsambitionen. Der SKU Amstetten bleibt auf Rang 11.

Hinten wird’s spannend: Vorwärts Steyr gibt die Rote Laterne ab!

Im Kellerduell der Runde empfingen die Steyrer die Juniors OÖ. Es war das Duell des Letzten (Steyr) gegen den Tabellen-13. (Juniors). Die Gastgeber wollten ihren Sieg aus der Vorwoche bestätigen und so die Rote Laterne weitergeben. Für die Linzer hieß es, nach der Niederlage gegen Wattens wieder in die Erfolgsspur zu finden.

In Führung gingen die Gastgeber aus Steyr. Sebastian Dirnberger verwandelte einen Freistoß aus etwa 25 Metern sehenswert ins Kreuzeck. Die Antwort der Juniors gab es kurz nach Wiederanpfiff, Lageder netzte zum 1:1. Den Endstand zum 2:1 besorgte Michael Halbartschlager in Minute 80.

Die Steyrer durften somit den ersten Heimsieg der Saison bejubeln und verließen das unmittelbare Tabellenende (jetzt Platz 15). Die Juniors OÖ rutschen mit diesem Resultat wieder einmal in die Abstiegszone. Sie belegen derzeit den 14. Rang.

Das neue Tabellenschlusslicht ist der SV Horn. Und das, obwohl man nach dem Remis gegen Blau-Weiß Linz auch diese Woche einen Punkt holte. Der Gegner am vergangenen Freitag hieß Wacker Innsbruck II, das Spiel endete mit einem 1:1-Unentschieden. Für die Tiroler bedeutet diese Punkteteilung den Verlust eines Tabellenplatzes (von 9 auf 10).

Floridsdorfer rehabilitieren sich vom „Steyr-Schock“

Nachdem sich der FAC vergangene Woche der Vorwärts Steyr geschlagen geben musste, hieß es am 12. Spieltag bei Liefering, die Niederlage vergessen zu machen. Diese Mission sollte auch gelingen, denn nach einer torlosen ersten Hälfte waren es die Wiener, die das erste Mal (per Elfmeter) anschrieben. Es folgte ein Doppelpack von Rapid-Leihgabe Sobcyzk, zwischenzeitlich verkürzte Dominik Szoboszlai für die Jungbullen auf 1:2. Mit diesem 3:1-Auswärtserfolg fügte man den Bullen die zweite Niederlage in Serie zu. Gleichzeitig überholte man die Lieferinger auch in der Tabelle.

J.G., abseits.at