Der Erfolgslauf von Admira Trenkwalder setzt sich auch in der zweiten Runde des ÖFB-Samsung-Cup fort. Die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer gewann bei Regionalligist... Admira erfüllt die Pflicht – Rapid Amateure sorgen für Überraschung

Der Erfolgslauf von Admira Trenkwalder setzt sich auch in der zweiten Runde des ÖFB-Samsung-Cup fort. Die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer gewann bei Regionalligist Parndorf trocken mit 1:0. Der Vorjahresfinalist Austria Lustenau hatte weniger Mühe in die nächste Runde einzuziehen und die Rapid Amateure sorgten am Dienstag für die erste große Überraschung.

ADMIRA MIT SIEBEN UMSTELLUNGEN

Admira-Trainer Didi Kühbauer änderte seine Elf im Gegensatz zum 1:1 vom vergangenen Samstag in Ried an sieben Positionen. So kam zum Beispiel Mevoungou im Mittelfeld zu seinem Debüt für die Admira. Auf den Seiten im Mittelfeld begannen rechts Rene Schicker und links der Slowake Zeman im klassischen 4-4-2-System. Parndorf-Trainer Simon Knöbl änderte sein Team im Gegensatz zum 3:1-Heimsieg gegen den Simmeringer SC auf drei Positionen. Im Tor begann zum ersten Mal U-20-Teamtorhüter Philip Petermann, für Jankovic und Juroszek kamen Böhmer und Miesenböck in die Startelf.

Parndorf stand von Anfang an sehr kompakt, die beiden Sturmspitzen Markus und Jailson versuchten den Gegner schon früh zu attackieren und unter Druck zu setzen. Die Admira begann das Spiel sehr abwartend. Der Ball wurde zunächst sicher in den eigenen Reihen gehalten. Vor allem die beiden Innenverteidiger Drescher und Kapitän Dibon kamen zu vielen Ballkontakten im Aufbau, der meist auch über das defensive Mittelfeld fortgesetzt wurde. Auf den Flanken wirkte Zeman eher wie ein Fremdkörper und Schicker fehlten Ideen und Antrittsstärke. Die Nervosität auf Seiten von Parndorf machte sich das erste mal durch Torhüter Petermann bemerkbar, der bei einem Ausschuss und einem Abschlag den Ball direkt zum Gegner beförderte – die Admira konnte daraus aber kein Kapital schlagen.

PARNDORF TRIFFT – TOR ZÄHLT ABER NICHT

Nach 20 Minuten sahen die Zuschauer die erste gelungene Aktion der Hausherren. Nach einer schönen Ballstafette kam Spielmacher Wemmer an den Ball, sein Schuss fiel jedoch zu schwach aus, um Admira-Schlussmann Berger in Schwierigkeiten zu bringen. Im direkten Gegenstoß zeigte sich die Admira das erste Mal gefährlich. Hosiner versuchte es aus halbrechter Position mit einem Schuss, scheiterte aber an Goalie-Petermann. Nur eine Minute später traf Parndorf-Stürmer Markus nach schönem Zuspiel von Wemmer zum 1:0 für Parndorf. Der Treffer zählte jedoch nicht, da der Schiedsrichterassistent eine Abseitsstellung gesehen hatte. Dies war jedoch eine Fehlentscheidung, wie die Fernsehbilder später zeigten. Im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte fehlten die großen Highlights. Es gab kaum Strafraumszenen und beide Teams ließen die letzte Konsequenz vermissen. Parndorf spielte sehr diszipliniert und mit hoher Laufbereitschaft. Durch eben diese fehlte dann aber die letzte Konsequenz und Genauigkeit im Spiel nach Vorne. Die Admira war öfter in Ballbesitz und hatte durch Ouedraogo fünf Minuten vor Ende der ersten Spielhälfte noch eine Möglichkeit zum 1:0. Der Stürmer legte sich den Ball aber zu weit vor und so gingen beide Teams torlos in die Kabinen.

SCHICKER MIT DER FÜHRUNG FÜR DEN BUNDESLIGISTEN

Am Spielgeschehen in Hälfte zwei änderte sich wenig, außer dass die Admira nun mit mehr Nachdruck versuchte die Führung zu erzielen. Hosiner konnte die Hereingabe von Mevoungou zunächst nicht verwerten (53.). In Minute 62 war es dann aber soweit. Hosiner passt zu Mevoungou, der passte weiter zu Schicker und dieser zog aus rund 13 Metern trocken mit rechts ab und traf zur 1:0-Führung für die Kühbauer-Elf. Gleich daraufhin wechselte der Trainer der Admira doppelt und brachte Schachner und Benjamin Sulimani für Mevoungou und Ouedraogo. Für den Bundesligisten ergaben sich nun bessere Konterchancen, vor allem durch den umsichtigen Schachner, der im Mittelfeld den sich bietenden Raum geschickt zu nutzen wusste. Seine Pässe in die Tiefe sorgten immer wieder für Gefahr. Der eingewechselte Sulimani scheiterte in Minute 70 nach einem herrlichen Zuspiel von Schachner alleine vor Torhüter Petermann. Vier Minuten später hatte der Mittelfeldspieler selbst die Möglichkeit auf 2:0 zu stellen, scheiterte aber ebenfalls am Parndorfer Schlussmann. Die einzig nennenswerte Chance auf den Ausgleich hatte die Knöbl-Elf in der 89. Minute, Schicker wehrte den Schuss vom eingewechselten Chlup aber ab. So blieb es beim glanzlosen, aber verdienten 1:0-Sieg der Admira, die alles in allem abgebrühter und reifer wirkte.

VORJAHRESFINALIST MIT TORFESTIVAL

Austria Lustenau zeigte sich von der 0:5-Heimschlappe im Derby gegen Altach gut erholt und setzte sich bei Union Innsbruck klar mit 7:0 durch. Vorraber (17.), Krajic (42., Elfer) und Zech (43.) sorgten für eine sichere 3:0-Pausenführung. Nach der Halbzeit sorgten Kampel (53.), Krajic (54., 65.) mit zwei weiteren Treffern und Roth (76.) für klare Verhältnisse. Der in Ungnade gefallene Dursun Karatay kam nicht zum Einsatz, obwohl der Vorjahresfinalist vier Ausfälle zu beklagen hatte. Der Stürmer fehlte am vergangenen Freitag aufgrund seiner Hochzeit beim Derby gegen Altach und musste danach vor allem durch Präsident Hubert Nagl Kritik einstecken.

Ebenfalls sicher weiter kam der LASK durch einen ungefährdeten 5:0-Sieg bei den Austria Amateuren. Austria-Trainer Ivica Vastic blieb daher eine Sensation gegen seinen Ex-Klub verwehrt. Kaufmann (19.), Freudenthaler (45.), Henrique (64./Elfer), Unverdorben (78.) und Kragl (86.) sorgten für die Treffer der Oberösterreicher.
Erstligist Grödig gewann durch Treffer von Viana (10.) und Jukic (59.) beim FC Dorbirn mit 2:0. Mit demselben Ergebnis setzte sich Blau-Weiß Linz bei Union St. Florian durch. Hassler in Minute 41 und Miksits (84.) mit einem Elfmeter trafen für den Fünften der Ersten Liga. Ein wenig mehr Mühe hatten Hartberg und der FC Lustenau, die beide erst nach Verlängerung alles klar machten und in die nächste Runde Cuprunde einzogen.

WAC DRAUSSEN – RIED MÜHT SICH SEHR

Für die größte Überraschung sorgten am Dienstag die Rapid Amateure. Das Team von Trainer Zoran „Zoki“ Barisic gewann gegen WAC/St. Andrä überraschend mit 4:2. Vor rund 300 Zuschauern brachten Schaub (14.) und Dobras (39.) die “Grünen“ mit 2:0 in Führung. Der Spanier Jacobo sorgte in Minute 51 für den Anschlusstreffer, doch nur zehn Minuten später stellte Stürmer Grozurek den alten zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Schaub sorgte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend (76.) für die endgültige Entscheidung gegen den Tabellenführer der Ersten Liga, Gotal traf zum 2:4-Endstand.

Mehr Mühe als erwartet hatte auch Cup-Titelverteidiger Ried in Götzendorf. Die frühe Führung von Zeiner (3.) glich Guillem bereits fünf Minuten später durch einen Elfmeter aus. Zulj (69.) sorgte nach einer gelb-roten Karte für Schilling (51.,G.) für die 2:1-Führung. Diese hielt gerade eine Minute lang, ehe Rica (70.) den Ausgleich für Götzendorf besorgte. Die Rieder mussten bis zur 90. Minute zittern, dann traf Verteidiger Reifeltshammer spät aber doch zum viel umjubelten 3:2 für die “Innviertler“.

Die gesammelten Ergebnisse vom Dienstag:

ASC Götzendorf – SV Ried 2:3 (1:1)
SC/ESV Parndorf – Admira 0:1 (0:0)
Rapid Wien Amateure – WAC/St. Andrä 4:2 (2:0)
Austria Wien Amateure – LASK 0:5 (0:2)
Union Innsbruck – Austria Lustenau 0:7 (0:3)
FC Dornbirn – SV Grödig 0:2 (0:1)
Union St. Florian – Blau Weiß Linz 0:2 (0:1)
Villacher SV – TSV Hartberg 1:2 n.V. (0:1, 1:1)
Amstetten – FC Lustenau 2:4 n.V. (1:1, 2:2)

Heute, Mittwoch:

ASK Bad Vöslau Rapid Wien (16.00 Uhr)
SAK Klagenfurt Red Bull Salzburg (16.15 Uhr)
SVG Reichenau SV Kapfenberg (16.30 Uhr)
SC Weiz Sturm Graz (19.00 Uhr)
Salzburg Juniors SV Mattersburg (19.00 Uhr)
USV Allerheiligen Austria Wien (19.00 Uhr)
SV St. Margarethen Wacker Innsbruck (19.30 Uhr)

Otto Rosenauer, www.abseits.at

Stefan Karger

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