Nach 19 Saisonniederlagen und 14 Runden auf dem letzten Tabellenplatz, schlug für die Vienna gestern auf der Hohen Warte mit dem Spiel gegen den... Balsam auf die Seelen der Vienna-Fans

Nach 19 Saisonniederlagen und 14 Runden auf dem letzten Tabellenplatz, schlug für die Vienna gestern auf der Hohen Warte mit dem Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Gratkorn die Stunde der Wahrheit. Eine Niederlage gegen die Steirer und der Abstieg wäre so gut wie fix gewesen. Doch Tatars Jungs ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und gewannen das Spiel mit 3:1.

ABSTIEGSKAMPF PUR

In einem Spiel, dem von allen Akteuren der Stempel des klassisch-hitzigen Abstiegskampfes aufgedrückt wurde, erwischte die Vienna einen Traumstart und ging durch Rade Djokics 17.Saisontor mit 1:0 in Führung. Nur eine Viertelstunde später erhöhte Routinier Wolfgang Mair – die Vienna ist die siebte Profistation des 31jährigen – auf 2:0. In der Schlussphase geriet die Vienna noch einmal ins Wanken als der in Überform spielende Kevin Maritschnegg Gratkorn noch einmal heranbrachte. Erst Marjan Markovics Tor zum 3:1 eine Minute vor Schluss erlöste die Döblinger Fans. Wie die Schlachtenbummler des ältesten Fußballklubs Wiens das Spiel erlebten, schildert einer der eingefleischten weiblichen Fans, im Austrian Soccer Board bekannt als „FEM FAN“:

Lachen, Weinen, Lust und Schmerz sind Geschwisterkinder, sagte einst ein, nein, d e r Dichterfürst. Dieses Zitat scheint, wie für uns Viennafans gemacht. Nach St.Pölten noch im Jammertal, ist uns jetzt nach Freud zumute.

Das war eine „Schlacht“, wie sich das gehört im Abstiegskampf. Und endlich hat unsere Mannschaft auch die Tugenden dafür ausgepackt. Genau so wollten wir unser Team sehen, glaub der Einwaller hat heut ein paar Fieberblasen vom oftmaligen Reinblasen in sein Pfeiferl. Seh mir die Foulstatistiken im Grunde nach den Matches nicht so genau an, aber 57 Fouls gestern, das ist glaub ich Spitzenwert, oder kratzt nah dran an. Über den Elfer wurde eh schon geschrieben, als Einwaller gepfiffen hat, war die Elfersituation aber schon vorbei, das Zupfen war vorher und daher war der Elfer meines Erachens gerechtfertigt. Vielleicht wär er zu wiederholen gewesen, weil Beciri klar zu früh reinrannte, aber das wird ja kaum mehr gepfiffen. Auch klar zu geben wäre später dann noch ein Elfer gewesen, als Teserl Djokic legte, da blieb aber das Pfeiferl stumm.

Vor dem Spiel war zumindest in meinem Umfeld auf der Hohen Warte das Kopfschütteln darüber vorherrschend, dass Fading in der Startelf stand und Hosiner lediglich die Bank wärmen durfte. Man erfuhr dann, dass Hosiner leichte Schulterprobleme hätte und offenbar von Tatar geschont wurde. Ob das der Ausschlag war, weiß ich nicht, jedenfalls sagte Tatar im Skyinterview vor dem Match, dass er Fading deshalb bringen wolle, weil er die Qualität habe, vorne den Ball sichern zu können und dadurch die Vienna möglicherweise nochmals die Chance bekommen würde, den finalen Pass zu spielen und andererseits weil durch seine „Ballabdeckung“ es zu Fouls kommen könnte und solche Dinge könnten das Match heute entscheiden, meinte er. Ballabdeckung gefällt mir ja für Fadings Drehmomente, wer Katzen hat, weiß was ich mein. Die Katze dreht sich, dreht sich, dreht sich, als wollte sie ihren eigenen Schwanz einfangen, um sich dann wohlig fallen zu lassen und in den Schlaf zu sinken. Genau an diese Bewegung erinnere ich mich immer, wenn Fading den Ball abdeckt. 😎

Guter Besuch gestern im Stadion, 2.500 waren da, viele Schüler, der gesamte Nachwuchs, gute Stimmung. Schade, dass wir Hartberg so nicht empfangen dürfen.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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