Das nennt man wohl „Mit Riesenschritten Richtung Liga zwei“: Gestern Abend demontierte der GAK die LASK Juniors auswärts mit 7:1. Trotz zweier Niederlagen konnte... GAK baut Vorsprung weiter aus – Regionalliga Mitte so gut wie entschieden

Das nennt man wohl „Mit Riesenschritten Richtung Liga zwei“: Gestern Abend demontierte der GAK die LASK Juniors auswärts mit 7:1. Trotz zweier Niederlagen konnte der GAK seinen Vorsprung aus der Hinrunde von zehn Punkten auf 15 vergrößern. Zweiter ist neuerdings der DSV Leoben, der im Frühjahr genauso gut punktet wie die Rotjacken.

Die Donawitzer, die in der Winterpause Adi Pinter als sportlichen Leiter verpflichteten, sind der erste Verfolger, falls dieses Wort im Zusammenhang mit dem Rückstand überhaupt verwendet werden kann. Immerhin sprangen sie vom achten Platz in der Winterpause auf Rang zwei. Der Villacher SV ist weiterhin im Spitzenfeld, einen sehr tollen Frühling spielt aber auch der UVB Vöcklamarkt. Bemerkenswert ist auch der FC Wels, der 2003 aus den beiden Stadtvereinen Union und Eintracht hervorging. Im Winter nur knapp über dem Strich, schlugen die Oberösterreicher zum Einen den Meisterschaftsfavoriten mit 4:3, zum Anderen holten sie mit 16 Punkten in acht Spielen einen mehr als in 15 im Herbst. Nach der Hinrunde noch erster Verfolger, fiel der SAK mit nur acht Punkten aus ebenso vielen Spielen zurück. Von den zweitplatzierten Leoben und Villach bis zu den achtplatzierten Vöcklamarktern beträgt die Differenz lediglich sechs Zähler, der Kampf um den Vizemeistertitel ist noch völlig offen. Dahinter würden derzeit die Jungfalken der Kapfenberg Amateure liegen, hätten diese nicht gegen das Zweitteam von Bundesliga-Meister Sturm Graz die Statuten verletzt. Michael Gregoritsch, Manfred Gollner und Ralph Spirk  hätten nicht spielen dürfen.

Abstiegssorgenlos?

Mit 27 Punkten stiegen die Vereine in den letzten Jahren ab. Erwähnte Sturm Amateure sind nun Zwölfter mit 28 Zählern und konnten das Abstiegsgespenst noch nicht ganz vertreiben. Auch die Welser, die im letzten Jahr knapp nicht abstiegen, haben sich aus dem Abstiegskampf verabschiedet,  Union St. Florian und Kapfenberg II haben 30 Punkte, der Klassenerhalt scheint gesichert. Gleinstätten hingegen (24 Punkte) stürzte vom neunten auf den viertletzten Platz, holte lediglich vier Pünktchen und müssen heftig bangen, doch noch überholt zu werden. Allerdings können in den verbleibenden acht Runden auch noch einige Punkte liegengelassen werden. Auf der sicheren Seite sind die Teams, die um die 35 Zähler stehen haben, das reichte in den letzten Jahren zum Klassenerhalt.

Unten alles beim alten

LASK Juniors, davor der Vorwärts Steyr und der FC Pasching. Die Abstiegsränge gehören Oberösterreich. Die LASK Juniors mussten aufgrund der Bestimmungen der Ersten Liga die besten Akteure zur ersten Mannschaft ziehen lassen, was für diese dem Aufstieg nach dem Meistertitel gleich kommt. Bis zur gestrigen Watsche lief es nicht so schlecht, drei Siege stehen vier Niederlagen im Frühjahr gegenüber. Mit nur 16 Punkten und noch sieben ausständigen Spielen kann aber wohl schon für die Oberösterreich Liga geplant werden. Steyr tauschte nach dem enttäuschenden Herbst und dem schlechten Start ins Frühjahr Edi Glieder aus, Hannes Stromberger übernahm am Montag. Der FC Pasching, von Red Bull finanziell unterstützt, konnte bis jetzt sehr gute dreizehn Punkte holen. Es wird sich ein heißer Tanz entwickeln, denn mit Gleinstätten und den Jungblackies, die – noch – sechs Punkte Vorsprung auf den letzten und acht auf die vorletzte Vorwärts haben, sind noch zwei Teams ein bisschen weiter weg, die aber im Frühjahr deutlich schlechter punkteten. Steyr hat die Fans und Pasching Red Bull im Rücken. Es ist und bleibt spannend.

Relegationspiele

Wie im Westen hat der Ausgang des Spieles Heute für Morgen-Erste Liga-Neunter gegen RLM-Meister Auswirkungen auf den Tabellenkeller. Sollte der GAK auf- und Hartberg absteigen, steigen drei Teams ab. Sollten diese, wie es bei derzeitigem Tabellenstand der Fall wäre, aus einem Bundesland kommen (zwei Oberösterreicher wird es auf jeden Fall erwischen), hat dies Auswirkungen auf die Landesligen. Sollte der GAK in der Relegation scheitern, müsste auch der Viertletzte absteigen.

Besuchsempfehlungen

Am kommenden Sonntag steigt das Duell, das es im nächsten Jahr in der zweiten Spielklasse geben könnte: Die KSV Amateure empfangen den GAK. Am 11. Mai kommt es zum Duell aller Duelle in Kärnten: Die Austria gastiert beim VSV. In der 28. Runde treffen einander DSV Leoben und Vorwärts Steyr. Am 28. November 1991 trafen die beiden Teams im Grunddurchgang vor den Play-Offs in Österreichs höchster Spielklasse in dieser Konstellation aufeinander, ehe man sich zwischen 1996 und 2000 in der zweiten Spielklasse traf. Die Regionalliga Mitte endet erst am 1. Juni, was dem Meister gute Chancen in den Relegationsspielen einräumt, da die Erste Liga bereits Wochen zuvor zu Ende gespielt ist. Dieser Meister soll der GAK sein, der laut eigenen Angaben nicht in die Regionalliga gehört.

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

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