Sieben Bundesligaklubs steigen morgen in die zweite Runde des ÖFB-Cups ein. Heute sind es mit der Admira und Ried nur zwei, nachdem sich der... ÖFB-Cup: Topspiel in Parndorf, Dorffest in Götzendorf, der Tabellenführer in Hütteldorf und ein kleines Derby in Oberösterreich!

Sieben Bundesligaklubs steigen morgen in die zweite Runde des ÖFB-Cups ein. Heute sind es mit der Admira und Ried nur zwei, nachdem sich der SC Wiener Neustadt in der ersten Runde gegen Rapids Amateure blamierte und als einziger Bundesligaklub ausschied. Trotzdem gibt es noch einige andere brisante Duelle um den Aufstieg ins Achtelfinale. Und was man niemals vergessen darf: Von heute an, haben alle verbliebenen Klubs nur noch fünf Spiele bis zur Europacupteilnahme!

Parndorf – Admira (19:00 Uhr, live in ORF Sport Plus)

Der Schlager des heutigen Tages findet im Heidebodenstadion zu Parndorf statt. Die Admira ist zu Gast im Burgenland und hat eingeplant Parndorf mit einem Sieg im Gepäck wieder zu verlassen. Immerhin ist der Aufsteiger seit acht Pflichtspielen ungeschlagen und erinnert damit stark an den FC Wacker Innsbruck aus der Vorsaison, der zu Saisonbeginn zehn Spiele in Folge nicht besiegt werden konnte. Für Parndorf, das in der ersten Cup-Runde Austria Salzburg mit 3:0 bezwang, läuft es in der Liga noch nicht hundertprozentig nach Wunsch – die Leistungen sind noch zu unbeständig. Auf eine gute Leistung folgt eine schlechte und so konnte das Team aus der Regionalliga Ost noch keine zwei Spiele in Folge gewinnen. Zuletzt gab es aber einen 3:1-Heimsieg über Simmering.

Die größten Hoffnungen der Parndorfer ruhen auf dem 30-jährigen Ex-Horner Richard Wemmer, der im Mittelfeld die Fäden ziehen soll, und auf dem 26-jährigen brasilianischen Stürmer Jailson, der in den letzten beiden Saisonen 32 Tore für die Burgenländer erzielte und die Abwehr der Admira mit seiner Schnelligkeit unter Druck setzen soll. Der dritte Leistungsträger im Bunde ist Thomas Jusits, 25, diese Saison bereits dreifacher Torschütze und damit Top-Scorer seines Teams. Übrigens: Letzte Saison scheiterte Parndorf in der 2.Runde erst durch ein Last-Minute-Gegentor durch Mario Haas gegen den späteren Meister Sturm Graz…

Götzendorf – SV Ried (19:30 Uhr)

Die SV Ried muss zum ASC Götzendorf, einem Klub aus der niederösterreichischen Landesliga, der nach sieben Spielen mit elf Punkten auf Rang Sechs logiert. Die Götzendorfer sind als Minimalisten bekannt, kassieren wenige Tore, schießen aber auch wenige. Eine Ausnahme war die erste Cup-Runde, in der Götzendorf immerhin den SKN St.Pölten mit 3:2 ausschalten konnte – während die Amateure der St.Pöltner in der Tabelle nur einen Punkt hinter dem ASC liegen. Stars sucht man im Team des 52-jährigen Interimstrainers Robert Haager (Markus Kernal warf vor wenigen Tagen das Handtuch) vergeblich: Der einzige Akteur mit Bundesliga-Erfahrung ist Thomas Reitprecht – der 30-Jährige war in sehr jungen Jahren Ergänzungsspieler bei Rapid, danach auch bei der Admira.

Auch wenn Paul Gludovatz durch den Sieg der Götzendorfer gegen St.Pölten gewarnt sein sollte, darf die SV Ried, die in der ersten Runde den FC Gratkorn mit 3:0 besiegte, gegen den Landesligisten nichts anbrennen lassen. Möglich, dass Paul Gludovatz einige Spieler bringt, die bisher noch nicht zu vielen Einsätzen kamen, um seinen ohnehin oft überbelasteten Stamm zu schonen. Kandidaten hierfür wären Marcel Ziegl, Marco Meilinger, Robert Zulj (der als Joker in den letzten beiden Bundesliga-Runden traf!) oder Lukas Rotpuller.

SK Rapid Wien Amateure – WAC/St.Andrä (18:30 Uhr)

Die Rapid Amateure kommen nicht in Fahrt: Aus den letzten fünf Ostligapartien holte das Team von Zoran Barisic nur zwei Punkte, nachdem die Saison eigentlich perfekt anfing: Im Cup besiegte man den SV Schwechat (Qualifikation) und Bundesligist Wiener Neustadt, danach gab’s Ligasiege gegen Neusiedl und in Sollenau. Dann jedoch der Absturz – zwei Niederlagen gegen Stegersbach und Simmering. Mittlerweile sind die „Amas“ seit über 200 Minuten ohne Torerfolg, erzielten seit sechs Spielen nicht mehr zwei oder mehr Tore in einem Spiel. Zwei oder mehr Tore werden heute allerdings von Nöten sein, denn mit WAC/St.Andrä kommt nicht nur der Tabellenführer der Ersten Liga nach Hütteldorf, sondern auch die Torfabrik. Inklusive Cup gelangen den Kärntnern in 13 Saisonspielen 32 Tore. Alleine elf davon erzielte Angreifer Christian Falk – Christoph Stückler und der schussgewaltige Spanier Jacobo Maria steuerten je fünf bei.

Der Altersschnitt der Rapid Amateure liegt stets unter 20 Jahren – der einzige Routinier im Team ist der Burgenländer Bernd Kaintz (31). Während die Hoffnungen der Rapid Amateure vor wenigen Jahren noch auf Kanonieren wie Christopher Trimmel, Thomas Fröschl oder Serkan Ciftci lagen, soll es heuer Lukas Grozurek richten, dem jedoch keine große Karriere vorhergesagt wird. Die erst 17-jährigen Angreifer Randak, Starkl und Hamzic sind auf lange Sicht noch nicht gut einschätzbar. Im Mittelfeld hofft man auf gute Spiele des technisch starken Patrick Haas (18) und des hochtalentierten Dominik Wydra (17). Defensiv soll der in Bremervörde geborene Brian Behrendt (19) für Ordnung sorgen.

abseits.at tickert live aus dem Hanappi-Stadion!

Union St.Florian – Blau-Weiß Linz (19:00 Uhr)

Ein kleines Derby steigt in St.Florian, dessen ortsansässiger Klub den FC Blau-Weiß Linz erwartet. Die Union ist derzeit Vierter in der Regionalliga Mitte, konnte allerdings seit vier Spielen nicht mehr gewinnen. Die einzige Torgarantie bei St.Florian ist der 25-jährige Angreifer Thomas Zemann, der aus Waidhofen kam, um den zum LASK abgewanderten Top-Scorer Florian Templ (letzte Saison 21 Tore) zu ersetzen – er traf heuer bereits sechsmal.

Blau-Weiß Linz ist inzwischen in der Ersten Liga angekommen und tritt dort als gefestigte Truppe auf, die bisher beide Derbies gegen den LASK remisierte und die letzten beiden Heimspiele gegen den SC Rheindorf Altach und die Lustenauer Austria gewinnen konnte. Mittlerweile ist das Team von Thomas Weissenböck seit sechs Spielen ungeschlagen und hält bei 16 Punkten aus zwölf Spielen. Dies ist in den letzten Runden unter anderem Routinier Dominik Hassler zu verdanken: Der ehemalige GAK-, Sturm- und Salzburg-Akteur traf in den letzten drei Spielen jedes Mal und hält insgesamt bei sechs Saisontoren in Pflichtspielen. Auch in der ersten Cup-Runde, als BW Linz auswärts mit 3:1 in Stinatz gewinnen konnte, traf der gebürtige Lienzer.

Weitere Spiele am Dienstag

Union Innsbruck – Austria Lustenau (16:30 Uhr)
Dornbirn – SV Grödig (18:30 Uhr)
Austria Amateure – LASK (19:00 Uhr)
Amstetten – FC Lustenau (19:00 Uhr)
Villach – TSV Hartberg (19:30 Uhr)

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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