Trainer Adeg Liga II Im zweiten Teil der Kurzserie über die Zweitligatrainer folgen heute jene der Platzierungen 6-10 der abgelaufenen Saison. Auch in diesem... Pfeifenberger, Kogler, Garger, Tatar, Weissenböck – das sind die Trainer der "Heute für Morgen" Erste Liga – Teil 2

Trainer Adeg Liga II
Im zweiten Teil der Kurzserie über die Zweitligatrainer folgen heute jene der Platzierungen 6-10 der abgelaufenen Saison. Auch in diesem Teil wir deutlich, dass wir es in Österreich mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten zu tun haben.

6.) Heimo Pfeifenberger (SV Grödig)

Pfeifenberger (Jahrgang 1966) begann seine Profikarriere in der Saison 1987/88 bei Austria Salzburg. In den Jahren 1988 bis 1992 jagte er dem Leder in Wien Hütteldorf hinterher. Nach seinem Aufenthalt bei Rapid ging es anschließend zurück nach Salzburg, wo er bis 1996 bleiben sollte. In diese Zeit fallen zwei Meistertitel, ein Europacupfinale (Pfeifenberger spielte im Gegensatz zu Hütter nur im Hinspiel des Finales gegen Inter Mailand) sowie ein Torschützentitel, den er sich mit Teamkollege Nikola Jurcevic teilen musste (1993/94).
Von 1996 bis 1998 verschlug es Pfeifenberger an die Weser, wo er für Werder in 43 Spielen fünf Tore erzielte.
Die letzte Station seiner Profikarriere war erneut Salzburg (1998 – 2004), danach ließ er seine Karriere bei Seekirchen und Grödig ausklingen (vier bzw. zwei Einsätze 2007).
Pfeifenberger absolvierte 40 Teamspiele und stand sowohl 1990 als auch 1998 im WM-Aufgebot der Österreicher (drei Einsätze in Frankreich).

Seine ersten Sporen als Trainer verdiente sich Pfeifenberger als Jugendtrainer bei Red Bull Salzburg (2005 – 2007).
Nach Salzburg wechselte er zu Grödig, wo er auf Anhieb den Aufstieg aus der Regionalliga West schaffte. Nach einer verkorksten Saison wurde er bei Grödig entlassen und wechselte in den Betreuerstab des ÖFB-U21-Teams als Co-Trainer von Andreas Herzog (2009 – 2010). Nach einem Intermezzo bei Götzendorf wechselte Pfeifenberger 2010 erneut zu Grödig, wo er erneut den Aufstieg aus der Westliga in die Erste Liga vollbrachte.

7.) Johann „Hans“ Kogler (FC Lustenau)

Kogler (Jahrgang 1968) wechselte 1989 von Wolfsberg zum GAK, wo er seine ersten beiden Stationen als Profi bestritt. Nach zwei Jahren in Graz ging es ebenso lange nach Steyr zu Vorwärts ehe Kogler 1993 bei der Admira anheuerte. In dieses Engagement fallen auch die sieben Teameinsätze, die Kogler verbuchen kann. Von 1996 bis 1999 spielte Kogler beim LASK, ehe es einen Kurzbesuch in Greuther Fürth gab (sechs Einsätze in einem halben Jahr; dass es nicht mehr waren, lag an einer schweren Knieverletzung). Danach folgten Engagements bei SW Bregenz (2000 – 2002) der Lustenauer Austria (2002/03), Hohenems (2003/04) und Viktoria Bregenz (2004 – 2006) wo er als Spielertrainer auch erste Erfahrungen an der Seitenlinie machte.
In der Saison 2007/08 war Kogler bereits einmal beim FC Lustenau tätig (Co-Trainer). Von 2008 bis 2010 trainierte Kogler den FC Wolfurt (Vorarlbergliga) ehe er 2010 zum Cheftrainer des FC Lustenau ernannt wurde.

8.) Kurt Garger (Hartberg)

Garger (Jahrgang 1960) spielte von 1979 bis 1988 für Rapid Wien wo er sich je viermal über den Meistertitel und Cupsieg freuen konnte. Zudem stand Garger in der Startaufstellung des Finales des Cupsiegerbewerbs gegen Everton 1985 (1:3 aus Sicht der Grün- Weißen). Nach neun Jahren im Dress der Hütteldorfer wechselte Garger zum FC Tirol (1988 – 1990) wo er weitere zwei Meistertitel feiern konnte. In den Jahren 1990 bis 1994 schmückte sich Garger mit dem violetten Dress der Salzburger Austria mit der er (fast selbstverständlich bei seinem bisherigen Karriereverlauf) Meister wurde, auch wenn er dafür bis 1994 warten musste (im UEFA-Cup-Finale gegen Inter Mailand kam Garger im Gegensatz zu seinen Kollegen Hütter und Pfeifenberger nicht zum Einsatz). 35jährig wechselte Garger für eine Saison erneut zu Rapid (Cupsieger 1995), wobei er eher als Kaderergänzung gedacht war, wie seine lediglich acht Einsätze nahe legen.
Danach wechselte er zu Gerasdorf, wo er (zunächst) als Spielertrainer fungierte, eher sich voll auf den Trainerjob fokussierte.
Weil Garger seit nunmehr 16 Jahren als Trainer tätig ist, ist die Liste der bisherigen Vereine ziemlich lang: Admira (1996/97), Gerasdorf (1997/98), FCN St. Pölten (1998/99), FSV Frankfurt (2000/01), Vienna (2001 – 2004), Eisenstadt (2004/05), Parndorf (2005 – 2007 und 2008/09) Dunajska Streda (2009/10) und eben seit heuer der TSV Hartberg.

9.) Alfred Tatar (Vienna)

Tatar (Jahrgang 1963) war Kapitän der österreichischen U20-Mannschaft bei der WM 1983 in Mexiko. Zur großen Karriere sollte es dennoch nicht reichen, zu groß waren scheinbar die Ressentiments der Trainer gegenüber dem exzentrischen Spieler Tatar, der unter anderem mit seinem Erscheinungsbild nicht ins Schema gepasst hat. Er spielte unter anderem bei der Vienna, dem Sportklub und St. Pölten.
Tatar trainierte bisher die SV Ried, die Admira, die beiden russischen Erstligisten Amkar Perm und Lok Moskau (die drei Letztgenannten in Personalunion mit Rashid Rachimov) sowie die Vienna.
Tatar fällt durch seine besonnenen Interviews sowie durch seine extravagante Wortwahl auf („Der Spieler Hosiner hätte gelabt werden müssen“; „Die Beurteilung des Schiedsrichters obliegt dem Schiedsrichterbeobachter“; Das war heute der berühmte Janusschädel“)

10.) Thomas Weissenböck (BW Linz)

Weissenböck (Jahrgang 1972) ist kein ehemaliger Profi. Der ehemalige Regionalliga Kicker trainierte (bis 2010, also auch neben seinen Klubengagements) in der Akademie Oberösterreich verschiedene Altersklassen. Von 2004 bis 2007 war er Co-Trainer bei der SV Ried (unter Heinz Hochhauser bzw. Thomas Kraft). In der ersten Saisonhälfte 2010/11 fungierte Weissenböck als Co-Trainer beim LASK (erneut unter Kraft). In der zweiten Saisonhälfte coachte Weissenböck die LASK Juniors. Seit 1.7.2011 trainiert Weissenböck den Linzer Traditionsverein Blau- Weiß Linz.

Patrick Redl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

  • Whsonic

    16.Mai.2012 #1 Author

    Ich hätte eigentlich eine Art Analyse von Spielphilosophien oder bevorzugten taktischen Systemen erwartet, nicht einfach eine Auflistung der bisherigen Karrierestationen.

    Antworten

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