Heute wird das Achtelfinale des ÖFB-Cups mit weiteren vier Partien komplettiert. Den Anfang macht eine Matinee in Reichenau, danach kommt es zu den Spitzenduellen... Tag der Revanche für Salzburg, Rapid und Sturm? Die letzten vier Paarungen der ÖFB-Cup-Achtelfinals

Heute wird das Achtelfinale des ÖFB-Cups mit weiteren vier Partien komplettiert. Den Anfang macht eine Matinee in Reichenau, danach kommt es zu den Spitzenduellen der dritten Spielrunde, unter anderem mit zwei Duellen zwischen Bundesligaklubs.

Die Spielvereinigung Reichenau ist die bisher größte Überraschung des ÖFB-Cups 2011/12: Die Tiroler bezwangen bisher die Amateure des FC Wacker Innsbruck, Austria Klagenfurt und den Kapfenberger SV 1919 und treffen nun im Achtelfinale am Mittwoch um 10:30 Uhr auf die Wiener Austria. Für die Europacupfighter in Violett ist das Spiel beim Landesligisten das vierte Pflichtspiel innerhalb von elf Tagen. Zwar muss der FK Austria Wien aufgrund der bisherigen Erfolge der Reichenauer gewarnt sein, allerdings sollten die Qualitätsverhältnisse dieser Achtelfinalpaarung doch eine klare Sprache sprechen. Die Austria, die lange Zeit die Vorherrschaft im österreichischen Cup inne hatte und letzte Saison im Viertelfinale durch jenes legendäre 0:4 gegen Austria Lustenau ausschied, nimmt diese Partie jedoch sehr ernst und möchte seinen Ruf als (zumindest) Titelmitfavorit bestätigen.

Salzburg will Heim-Negativserie gegen den LASK beenden

Um 16:00 Uhr trifft Red Bull Salzburg zu Hause auf den LASK. Abgesehen davon, dass der Cup ohnehin seinen eigenen Gesetzen gehorcht, sind die Salzburger in Heimspielen gegen den LASK seit 217 Minuten torlos, verloren das letzte Bundesliga-Duell beim Trainerdebüt von Ricardo Moniz mit 0:1, spielten davor nur 0:0. Der LASK präsentierte sich zuletzt wechselhaft, verlor in der vergangenen Runde der Ersten Liga zu Hause mit 0:3 gegen Austria Lustenau, obwohl man davor zwei lockere Siege gegen Hartberg (2:0) und die Vienna (4:0) einfuhr. Neben dem Titelkampf in Österreichs zweithöchster Spielklasse ist der Cup für die Elf von Walter Schachner die zweite Hoffnung, um an die große weite Fußballwelt heranzuschnuppern. Bei idealem Verlauf müssten die Linzer nur noch drei Gegner ausschalten, um 2012/13 an der Europa League teilzunehmen. Nicht unmöglich, wie vor allem das Beispiel der Lustenauer Austria in der Vorsaison bewies. Der LASK schaltete im diesjährigen Cup die Amateure von Sturm Graz und der Wiener Austria aus, Salzburg hatte mit Baumgarten und SAK Klagenfurt keine Probleme.

Ried in Wien-Hütteldorf noch sieglos

Trainer-Fuchs Paul Gludovatz muss mit seiner SV Ried nach Hütteldorf, wo die Innviertler noch nie gewinnen konnten. Das letzte Tor der Rieder im Hanappistadion erzielte Thomas Burgstaller im Dezember 2009 – damals unterlag Ried mit 1:2. Es folgten 0:3-, und 0:2-Niederlagen, sowie ein flottes, ansehnliches 0:0 zu Beginn der neuen Saison. Rapid holte seinen letzten Cup-Titel im Jahr 1995 – mit der SV Ried haben die Grün-Weißen nach dem letztjährigen Cup-Aus (1:2-Niederlage in Ried) noch eine Rechnung offen. Leicht wird die Aufgabe für den SK Rapid aber freilich nicht, da sich die SV Ried in den letzten Jahren im Hanappistadion zumeist gut auf die Hütteldorfer einstellte und derzeit über Offensivspieler verfügt, die den Defensivleuten des SK Rapid nicht unbedingt schmecken. Während die SV Ried mit Siegen über die Austria und Mattersburg Selbstvertrauen tankte, wartet Rapid seit dem 24.September auf einen vollen Erfolg (damals 3:0 in Innsbruck). Die letzten beiden Spiele der Grünen endeten jeweils Unentschieden. Ein Hauch von Verlängerung liegt bereits jetzt über dem Westen Wiens…

Meister gegen Tabellenführer als Abschluss

Der letzte Viertelfinalist wird um 18:00 Uhr beim Duell zwischen Meister SK Sturm Graz und Aufsteiger und Tabellenführer Admira ermittelt. Die Admira ist mittlerweile unglaubliche 13 Pflichtspiele in Folge unbesiegt und der SK Sturm schoss sich zuletzt mit einem 2:1-Sieg über Vizemeister Red Bull Salzburg für die wichtige Cuppartie ein. Für Spannung in der UPC-Arena ist auf jeden Fall gesorgt!

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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