Heute steigt der österreichische Meister Red Bull Salzburg in die Qualifikation zur Champions League ein. Für die Roten Bullen ist es der neunte Anlauf... Alles neu in Liepaja: Das ist Salzburgs neu gegründeter Qualifikationsgegner

Red Bull Salzburg - Wappen mit Farben_abseits.atHeute steigt der österreichische Meister Red Bull Salzburg in die Qualifikation zur Champions League ein. Für die Roten Bullen ist es der neunte Anlauf auf die Königsklasse. Wir haben uns den Gegner, den lettischen Meister FK Liepaja, genauer angesehen.

Für die Letten bedeuten die Spiele gegen Salzburg eine Rückkehr auf die europäische Fußballbühne nach dreijähriger Absenz. Im Juli 2013 schied der FK Liepaja gegen den walisischen Klub Prestatyn Town aus und seitdem qualifizierte man sich nicht mehr für Europa. Ein fünfter Platz und zwei vierte Plätze in der lettischen Meisterschaft standen vor dem Meistertitel von 2015, der eine sechsjährige Durststrecke ohne Meistertitel beendete.

Neugründung im Jahr 2014

2014 wäre zudem fast Schluss gewesen: Der Vorgängerklub Metalurgs Liepaja, der bereits 2011 Gegner der Salzburger in der Europa League Quali war, war insolvent, musste aufgelöst werden, wurde aber ehemaligen Vereinsmitgliedern sofort wieder unter neuem Namen angemeldet. Nachdem gleich alle Auflagen erfüllt werden konnten, stieg man sofort wieder in der Virsliga ein und spielt seitdem als „FK Liepaja“ und mit neuen Farben: Weiß-Grün ersetzte Rot-Weiß.

Keine schlechte Mischung

Mit der Mannschaft des jungen lettischen Vereins können wohl nur die größten Fußballfreaks etwas anfangen. Der erst 39-jährige Trainer Viktors Dobrecovs verfügt über eine junge Mannschaft, die sich aus dem eigenen Nachwuchs definiert und in der etwa die Hälfte jünger als 23 Jahre sind. Gleichzeitig gibt es aber gestandene Spieler, die bereits kurz vor ihrem Karriereende stehen und die bekanntesten Namen bei den Letten tragen.

Erfahrener Abwehrchef neu im Team

Erst vor einer Woche wurde mit dem 34-jährigen Kaspars Gorkss ein neuer Abwehrchef verpflichtet. Der 75-fache Nationalspieler kickte nur zwei Jahre seiner Profikarriere in Lettland und ansonsten die meiste Zeit in England. Gorkss – gesprochen „Gorkschs“ – stand unter anderem bei Blackpool, den Queens Park Rangers, Reading und den Wolverhampton Wanderers, sowie zuletzt bei Ergotelis in Griechenland und Dukla Prag in Tschechien unter Vertrag. Bei Liepaja unterzeichnete er vorerst einen Vertrag für die restliche Kalenderjahrsaison 2016.

Auch der zweite Innenverteidiger ist erfahren

Neben ihm spielt mit Deniss Ivanovs ein zweiter Routinier und einstiger Teamspieler. Der 32-Jährige bringt’s auf 60 Länderspiele und gilt als Liepaja-Urgestein, der in Lettland ausschließlich für diesen Verein spielte. Zwischendurch ging der Innenverteidiger aber auf Welttournee: Ivanovs kickte für Sivasspor in der Türkei, für Baki in Aserbaidschan, Botosani in Rumänien, Nyíregyháza in Ungarn und sogar für Ajax Cape Town in Südafrika. Seit einem Jahr ist Ivanovs wieder zu Hause und beim FK Liepaja im Abwehrzentrum gesetzt.

Bekannteste Namen im Angriff

Vorne gibt’s mit dem 35-jährigen Kristaps Grebis einen weiteren ehemaligen Nationalspieler und lettischen Torschützenkönig, der aber momentan nicht gesetzt ist und eher auf das Ende seiner Karriere zusteuert. Fix gesetzt ist allerdings Vladimirs Kamess, der bereits in Russland und Polen spielte. Der Flügelstürmer ist aktuell wohl der gefährlichste Spieler Liepajas.

Vorsicht auf Gauracs!

An vorderster Front dürfte der 28-jährige Edgars Gauracs spielen, auf den auch ein Auge zu werfen ist. Er spielt nur leihweise für Liepaja und der Knoten ist bei ihm noch nicht hundertprozentig geplatzt, allerdings gilt er als einer der stärksten Angreifer in der aktuell eher schwachen lettischen Liga. Gauracs kickte früher immerhin in Russland, Italien, der Schweiz, Rumänien und Moldawien.

Mögliche Systeme

Unklar ist vorerst noch das System mit dem Liepaja gegen Salzburg antreten wird. Die bereits erwähnten Innenverteidiger Gorkss und Ivanovs sind gesetzt, allerdings gäbe es mit dem in der Luft starken Oskars Klava (32) einen weiteren gestandenen Abwehrspieler, der eigentlich spielen müsste. Man darf natürlich mit einer massiven Abwehr rechnen, möglicherweise sogar mit einer Fünferkette und extrem tief stehenden Letten. Die wahrscheinlichste Variante ist ein 4-3-2-1-System, aber auch ein 5-4-1 ist nicht unmöglich.

Ein klarer Tipp 1

So oder so muss Salzburg die erste Europacup-Hürde packen. In spanischen Medien ist bereits davon die Rede, dass Jonatan Soriano nur im Falle einer erfolgreichen Champions League Qualifikation in Salzburg bleiben wird – und diesen Worst Case gilt es abzuwenden…

Wie die Experten von wettbasis.com das Spiel voranalysieren könnt ihr hier sehen.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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