Atlético hat sich gestern mit einem 2:1 Sieg im Estadio Vicente Calderón das Weiterkommen ins Halbfinale der Champions League gesichert. Die Madrilenen sind eine... Atléticos starkes Angriffspressing gegen den FC Barcelona

Atletico Madrid - Wappen mit Farben_abseits.atAtlético hat sich gestern mit einem 2:1 Sieg im Estadio Vicente Calderón das Weiterkommen ins Halbfinale der Champions League gesichert. Die Madrilenen sind eine der ganz wenigen Mannschaften, die stets einen funktionierenden Plan gegen die Blaugrana haben und sie dauerhaft in Bedrängnis bringen können. Besonders beeindruckend war die Defensivleistung der Colchoneros, die wir uns deswegen genauer ansehen.

Hohes Angriffspressing

In Halbzeit eins war die deutliche Priorität der Heimmannschaft Barcelona nicht über die Mitte nach vorne spielen zu lassen. Um dies gegen eine derart ballsichere und aufbaustarke Mannschaft zu schaffen hatten sich Simeone und sein Trainerteam diese Mechanismen ausgedacht.

Die Stürmer

Griezmann und Carrasco hatten in der Defensive primär zwei Aufgaben. Die erste Anweisung bestand darin Busquets mannzudecken, wenn der Sturmpartner ballnah den Innenverteidiger anlief. Dies bedeutet natürlich einiges an intensiven Wegen, ständiges Wechseln und vor allem Kommunikation. Wenn Barcelona die Seite wechselt muss der Stürmer, der Busquets gerade manngedeckt hat, den Innenverteidiger so anlaufen, dass Busquets weiterhin nicht anspielbar ist, bis der Mitspieler rübergekommen ist und den Katalanen wieder decken kann.

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Wurde das Pressing der Madrilenen weiter nach hinten gedrückt, versuchte man Busquets nur gemeinsam im Deckungsschatten zu halten und zu isolieren. Situativ wurde dann auf den Innenverteidiger, besonders auf Mascherano, der mit oft mit seinem schwächeren linken Fuß aufbauen musste, herausgerückt.

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Busquets steckt im Deckungsschatten Dreieck von Griezmann fest.

Die zentralen Mittelfeldspieler

Gabi und Fernandez übernahmen ballnah immer wieder Mannorientierungen gegen Barcelonas Achter, also Iniesta und Rakitic. Sie taten dies als Absicherung für das Attackieren der Flügelstürmer. Im oben bereits gezeigten Bild sehen wir gut, wie Gabi Iniesta deckt und somit Alba die Anspielstation nimmt. Somit ist nicht nur das Zentrum mit Busquets zugestellt, sondern auch die Halbräume.

Fazit

Aufgrund deutlich verbesserter Zirkulation bei den Katalanen zog man sich in Halbzeit zwei zwar deutlich weiter zurück, man blieb aber weiterhin extrem kompakt und verteidigte den eigenen Strafraum mit Mann und Maus. Prinzipiell war jedoch der Wille da Barcelona früh unter Druck zu setzen, physisch ist dies jedoch auf die Dauer nicht möglich. Atlético zeigte in diesem Match eine hervorragende Leistung und bewies einmal mehr, dass sie wahrscheinlich die beste Mannschaft der Welt in der Defensive sind.

David Goigitzer, abseits.at

David Goigitzer

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