Gestern die Champions League in ihre Jubiläumssaison. Der wohl wichtigste und  lukrativste Vereinswettbewerb der Welt wird zwanzig. 32 Mannschaften werden um die Europäische Krone... Champions-League-Ranking: Wer steht wo? (Plätze 5 bis 1)

Gestern die Champions League in ihre Jubiläumssaison. Der wohl wichtigste und  lukrativste Vereinswettbewerb der Welt wird zwanzig. 32 Mannschaften werden um die Europäische Krone streiten. Auf welchem Platz stehen die einzelnen Vereine im Vergleich zu den anderen Teilnehmern und wer sind die Topfavoriten? Dieses Ranking soll Antworten geben.

Platz 5: FC Chelsea

Der Titelverteidiger hat einen Umbruch hinter sich. Mit Didier Drogba verließ der Held der letzten Champions-League-Saison den Verein. Auch Jose Bosingwa, Michael Essien und Salomon Kalou mussten gehen. Nach der teilweise heftigen Kritik an der Spielweise der Londoner in der letzten Saison, will Besitzer Roman Abramovich nun vor allem einen FC Chelsea sehen, der attraktiven Tempofußball im Stile des FC Barcelona zeigt. Hierzu öffnete er mal wieder die Geldbörse und verpflichtete Marko Marin, Victor Moses, Oscar und Eden Hazard. Bei Andre Schürrle, Willian und Hulk jedoch, biss der Oligarch bei den jeweiligen Vereinen auf Granit. Trotzdem ist der FC Chelsea mit den Neuzugängen stärker einzuschätzen als letztes Jahr. Mit viel Glück kann der Titel verteidigt werden, realistischer Weise ist im Halbfinale Schluss.

Player to watch: Das belgische Supertalent Eden Hazard startete furios in die neue Saison und kann auch der Champions League seinen Stempel aufdrücken.

Platz 4: FC Bayern München

Aus der traumatischen letzten Saison scheint der deutsche Rekordmeister die richtigen Schlüsse gezogen zu haben. Durch Spieler, wie Mario Mandzukic, Dante, Claudio Pizarro und Xherdan Shaqiri ist der Kader in Sachen Qualität und Tiefe um einiges besser aufgestellt. Der 40-Millionen-Mann Javi Martinez kann zudem das letzte Puzzleteil sein, um dieses Jahr die Champions League zu gewinnen. Dessen potenzieller Partner auf der Doppel-Sechs Bastian Schweinsteiger, scheint sich zudem nach einer persönlichen Horror-Saison wieder gefangen zu haben und ist auf dem Weg zu alter Stärke. Nebenbei verfügt der FC Bayern mit Manuel Neuer über einen der besten Torhüter der Welt und Franck Ribery, sowie Arjen Robben nehmen an einem guten Tag jede Abwehr auseinander. Thomas Müller und Toni Kroos sind ebenfalls nicht die schlechtesten Alternativen. Mit dieser Mannschaft gehören die Bayern zum ganz engen Favoritenkreis.

Player to watch: Nach einer tollen letzten Champions-League-Saison muss David Alaba nachweisen, dass er ein internationaler Topspieler werden kann.

Platz 3: Manchester City

Genau wie Stadtrivale United hat Manchester City in der letzten Saison in der Champions League enttäuscht. Dieses Jahr sind die „Skyblues“ in der Bringschuld. Kein Kader in Europa, noch nicht einmal der des FC Barcelona, ist derartig tief mit Topspielern besetzt. Offensiv geht es nicht besser als Carlos Tevez, David Silva und Sergio Agüero. Yaya Toure ist einer der besten Sechser, Vincent Kompany einer der besten Innenverteidiger der Welt. Mit Maicon wurde auch die letzte Schwachstelle auf der rechten defensiven Außenbahn geschlossen. Die „Citizens“ verfügen über eine einzigartige Mischung aus technischer Eleganz und physischer Kraft. Damit kann City auch Barcelona gefährlich werden, falls man die divenhaften Launen im eigenen Spiel in den Griff bekommt.

Player to watch:  Nachdem er den Verein eigentlich schon verlassen hatte, wirkt Carlos Tevez topmotiviert, um für City wieder alles zu geben.

Platz 2: Real Madrid

Die Jagd nach dem zehnten Champions-League-Titel scheint für die Madrilenen zur unendlichen Geschichte zu werden. Falls Real auch dieses Jahr nicht zumindest in das Finale einzieht, dürfte auch Jose Mourinho hinterfragt werden. Die Mannschaft ist im Vergleich zur letzten Saison praktisch unverändert; nur ist mit Luca Modric ein weiterer Spieler der Extraklasse hinzu gekommen. Jedoch bleibt somit auch weiterhin ein großes Problem bestehen: Die Stürmer Gonzalo Higuain und Karim Benzema treffen zwar in der Liga regelmäßig, ab dem Viertelfinale in der Champions League tauchen sie aber regelmäßig ab. So fehlt neben Cristiano Ronaldo ein Spieler, der auf höchstem Niveau eine konstante Torquote aufweist. Weder um Hulk, noch um Radamel Falcao scheint sich Mourinho bemüht zu haben, was sich für Madrid, aber auch für ihn selber, rächen könnte. Ansonsten gehört Real Madrid natürlich zu den absoluten Topfavoriten.

Player to watch: Es wird interessant zu sehen sein, wie Mesut Özil die schwache EM verkraftet hat und ob er in großen Spielen endlich sein Phlegma ablegen kann. Neuzugang Modric sitzt ihm zudem dicht im Nacken.

Platz 1: FC Barcelona

Wie könnte es anders sein: Die Katalanen sind auch dieses Jahr wieder das Team, dass es zu schlagen gilt. Der neue Linksverteidiger Jordi Alba schloss nun auch die wohl letzte Schwachstelle im Team. Alex Song ersetzt Seydou Keita mehr oder weniger Eins-zu-Eins. Als weiteren Neuzugang könnte man zudem David Villa bezeichnen. Der Spanier fiel das komplette letzte halbe Jahr aus und somit der eiskalte Torjäger, der Lionel Messi im Jahr davor entlasten konnte. In der Innenverteidigung fehlt vielleicht eine echte Alternative zu dem verletzungsanfälligen Carles Puyol, was sich im Laufe einer langen Saison negativ auswirken könnte. Alles in allem braucht man über dieses Team jedoch wohl keine großen Worte mehr verlieren. Der Sieg in der Königsklasse geht nur über „Barca“.

Player to watch: Kommt David Villa nach seiner schweren Verletzung in Topform zurück, ist Barcelona wohl nicht aufzuhalten.

Ral, abseits.at