Die Qualifikation ist vorüber, die Gruppenphase steht vor der Tür. Die Champions League startet mit zahlreichen Schlagerspielen in die neue Saison – Abseits.at stimmt... Vorschau zum ersten Champions-League-Spieltag – Teil 2

Die Qualifikation ist vorüber, die Gruppenphase steht vor der Tür. Die Champions League startet mit zahlreichen Schlagerspielen in die neue Saison – Abseits.at stimmt auf die Partien ein.

Bayern München – Valencia

Letztes direktes Duell: 1:1 (5:4 n.E.) (Champions-League-Finale 2000/01)

„Kahn! Die Bayern!“ lautete Marcel Reifs Aufschrei vor mittlerweile mehr als zehn Jahren, als Deutschlands Rekordmeister seinen letzten internationalen Titel gewann – im Elfmeterschießen gegen Valencia. Nachdem der fix eingeplante Triumph im eigenen Stadion zuletzt Chelsea überlassen werden musste, startet der Verein des derzeit verletzten David Alaba einen weiteren Anlauf, um seinen Briefkopf aufzubessern. Dabei helfen sollen unter anderem die Neuzugänge Xherdan Shaqiri und Javi Martinez, der für eine Rekordablösesumme aus dem Baskenland nach München wechselte.

Im Gegensatz zu den Bayern konnte Valencia nach dem Finale von Mailand einen internationalen Titel erringen, 2004 ging der UEFA Cup in die Hafenstadt. Mit Jordi Alba verließ eine der Entdeckungen der Europameisterschaft den Verein und ging nach Barcelona, spülte aber wichtiges Geld in die leeren Kassen. Verstärken konnte sich das Team von Mauricio Pellegrino unter anderem mit Sergio Canales von Real Madrid und mit Nelson Valdez wurde ein alter Bekannter aus der deutschen Bundesliga verpflichtet – der Paraguayer kam leihweise aus Kasan.

 

Chelsea – Juventus

Letztes direktes Duell: 1:0 und 2:2 (Champions-League-Achtelfinale 2008/09)

Schenkt man der Statistik Glauben, so kann sich Chelsea das Antreten in der diesjährigen Königsklasse sparen, denn noch nie wurde der Titel verteidigt, seit der Bewerb unter dem Namen Champions League firmiert. Nachdem an der Stamford Bridge in Spieler wie Oscar und Eden Hazard knapp einhundert Millionen Euro investiert wurden, liegt der Schluss nahe, dass Chelsea dennoch am Bewerb teilnimmt und plant, die Serie womöglich sogar zu brechen.

Drei lange Jahre musste die „Alte Dame“ warten, um wieder am Konzert der Großen teilnehmen zu dürfen. Der einstige europäische Spitzenclub blieb in der vergangenen Saison in der Serie A unbesiegt und hat sich nun ungeachtet des Bestechungsskandals, in den Trainer Conte verwickelt ist, den ganz großen Wurf vorgenommen. Dazu wurde unter anderem der erfahrene Lucio in die Industriestadt gelotst – der Brasilianer kam ablösefrei von Inter.

 

Celtic – Benfica

Letztes direktes Duell: 1:0 und 0:1 (Champions-League-Gruppenphase 2007/08)

Die in der obersten schottischen Spielklasse verbliebene Hälfte des Old-Firm-Duos qualifizierte sich ohne große Probleme für die Champions League und kann ihren Fokus mangels nationaler Konkurrenz nun ganz auf den Europacup richten. Will man dort überwintern, wird eine Besinnung auf die Heimstärke essentiell sein, die in den letzten Jahren allerdings klar abhandengekommen ist.

Benfica scheitert im Vorjahr im Viertelfinale am späteren Sieger Chelsea und machte zum Ende der Transferzeit Schlagzeilen, da man den Belgier Axel Witsel um 40 Millionen Euro an Zenit St. Petersburg veräußerte. Verpflichtet wurde Eduardo Salvio von Europa-League-Sieger Atletico Madrid, da man aber auch noch Javi Garcia an Manchester City verlor, blieb unter dem Strich ein dickes Transferplus am Konto.

 

Manchester United – Galatasaray

Letztes direktes Duell: 0:0 und 4:0 (Champions-League-Gruppenphase 1994/95)

Die Reds scheiterten im Vorjahr bereits in der Gruppenphase der Champions League und mussten in weiterer Folge mit der Europa League vorlieb nehmen, in die man aber nicht sonderlich viel investierte und demzufolge auch bald ausschied. Mit Robin van Persie gelang dem Team von Sir Alex Ferguson womöglich der Königstransfer auf der Insel, der auch eine deutliche Ansage in Richtung Konkurrenz darstellte. Im Gegenzug wechselte Dimitar Berbatov zu Fulham und Ji-Sung Park zog es ebenfalls nach London zu den Queens Park Rangers.

Bereits sechs Jahre ist es her, dass Galatasaray letztmals in der Champions League stand. Angesichts der weiteren Gruppengegner Braga und Cluj scheint zumindest ein europäisches Überwintern nicht zur Gänze ausgeschlossen, wenn auch wenn am Bosporus freilich mit dem Verbleib in der Königsklasse spekuliert wird. Geschichte ist mittlerweile das legendäre Ali-Sami-Yen-Stadion, Galatasaray kickt nun in der hochmodernen Türk Telekom Arena, die über 50.000 Zuschauern Platz bietet.

OoK_PS, abseits.at