Langsam aber sicher wird es in der Qualifikation zur Champions League ernst. Wer in dieser Phase des Wettbewerbs ausscheidet, darf sich zumindest damit trösten,... Vorschau zur 3. Runde der Champions-League-Qualifikation 2013/14 – Teil 1 der Hinspiele

Champions LeagueLangsam aber sicher wird es in der Qualifikation zur Champions League ernst. Wer in dieser Phase des Wettbewerbs ausscheidet, darf sich zumindest damit trösten, ins Europa-League-Playoff zu übersiedeln, während die Sieger bereits zumindest fix in der Gruppenphase des zweithöchsten UEFA-Bewerbs stehen.

 

FC Basel – Maccabi Tel-Aviv

Bisher keine direkten Duelle

Einmal mehr war der FC Basel in der vergangenen Saison das Maß aller Dinge im schweizerischen Fußball. Der Vorzeigeverein sicherte sich nicht nur die Meisterschaft, sondern drang auch bis ins Semifinale der Europa League vor. Nach einem Jahr Pause soll in dieser Saison wieder die Champions-League-Fanfare im St. Jakobs Park erschallen. Die Erfolgsmannschaft blieb jedoch nicht vollständig beisammen, denn neben Aleksandar Dragovic verließen auch Markus Steinhöfer (Betis), Jacques Zoua (HSV) sowie Joo-Ho Park (Mainz) den Verein. Dafür kehrten zwei alte Bekannte zurück an den Rhein: Matias Emilio Delgado wurde aus Abu Dhabi zurückgeholt und Behrang Safari von Anderlecht.

Mit Maccabi Tel-Aviv stellt sich Basel auf dem Weg in die Königsklasse ein äußerst harter Brocken in den Weg. Die Israelis hatten in der zweiten Qualifikationsrunde keinerlei Probleme, den ungarischen Champion Györ zu eliminieren und reisen nun mit breiter Brust in die Schweiz. Neo-Trainer Paulo Sousa kann auf ein starkes Kollektiv vertrauen, das von der Achse Carlos Garcia (Innenverteidigung, 90 Spiele in der Primera Division) – Eran Zahavi (Mittelfeld) – Rade Prica (Sturm) getragen wird. Neben den frenetischen Fans im Bloomfield Stadion spielt auch die große Schwüle den Israelis in die Karten, sodass Basel gut daran täte, mit einem Vorsprung im Gepäck die Auswärtsreise anzutreten.

 

Olympique Lyon – Grasshoppers Zürich

Bisher keine direkten Duelle

Der einstige französische Serienmeister kam in der abgelaufenen Saison nicht über Rang drei hinaus. Sorgten die Gones jahrelang in der Champions League für Furore, mussten sie im letzten Jahr mit der Europa League vorlieb nehmen – ein Umstand, der sich nicht wiederholen soll. Die großen Namen sucht man in Lyons Kader jedoch vergeblich, der prominenteste Mann ist noch Angreifer Bafetimbi Gomis. Während die neureiche Konkurrenz aus Paris und Monaco mit dem Geld nur so um sich wirft, ist in Lyon Sparen angesagt. Der Fokus liegt derzeit auf dem Bau eines neuen Stadions, das das in die Jahre gekommene Stade Gerlande ablösen und künftig hohe Mehreinnahmen generieren soll.

Auch die Grasshoppers holten einst Titel um Titel, doch die letzte Meisterschaft der finanziell alles andere als auf Rosen gebetteten Zürcher liegt mittlerweile schon zehn Jahre zurück. Umso unerwarteter kam es, dass GC in der vergangenen Saison Ligakrösus Basel lange Zeit Paroli bieten konnte und schlussendlich den zweiten Tabellenrang belegte. Für viele überraschend erfuhr der Kader kaum Veränderungen, sondern konnte zusammengehalten werden, lediglich Mittelfeldspieler Steven Zuber wurde an CSKA Moskau verkauft. Neu im Team ist hingegen der Ex-Salzburger Johan Vonlanthen, der seine Karriere zwischenzeitlich unterbrochen hatte. Der prominenteste Name ist vielleicht auf der Trainerbank zu finden: Da sich Uli Forte am Ende der Saison entschlossen hatte, zu den Young Boys Bern zu wechseln, wurde Michael Skibbe als neuer Übungsleiter vorgestellt, dessen Erfolge sich zuletzt jedoch in Grenzen hielten. Der Deutsche brachte den Brasilianer Caio mit, der einst unter ihm in Frankfurt kickte.

 

PSV Eindhoven – Zulte Waregem

Bisher keine direkten Duelle

Dem niederländischen Vizemeister liefen in der Sommerpause im wahrsten Sinne des Wortes die Spieler davon. Mit Kevin Strootman (Roma), Dries Mertens (Napoli) und Jeremain Lens (Dynamo Kiew) kamen der PSV gleich drei absolute Schlüsselkräfte abhanden, darüber hinaus beendete auch noch Mark van Bommel seine Karriere. Die Neuzugänge sind bisweilen hingegen überschaubar, am ehesten ist hier noch Stijn Schaars zu nennen, der zuletzt für Sporting in Portugal auf Torjagd ging und in seine niederländische Heimat zurückkehrte. Die Truppe von Trainer Philip Cocu geht also mit einem völlig neuen Gesicht in die Saison – wie es um die Leistungsfähigkeit bestellt ist, wird sich wohl spätestens im Playoff weisen.

Während Anderlecht in Belgien wieder einmal zu Meisterehren kam, sicherten sich nicht etwa bekannte Größen wie Brügge, Standard Lüttich oder Genk die Vizemeisterschaft, sondern der kleine Verein Zulte Waregem blieb den Hauptstädtern bis zum letzten Spieltag hartnäckig auf den Fersen. Besonders zu achten gilt es beim Team aus Westflandern auf zwei Jungspunde. Der 20-jährige Mittelfeldmann Thorgan Hazard – er ist der jüngere Bruder von Chelsea-Star Eden Hazard – schaffte im Vorjahr Durchbruch. Selbiges gilt für den erst 18-jährigen Junior Malanda, auf den bereits einige renommierte Vereine ein Auge geworfen haben.

 

OoK_PS, abseits.at