In der Champions League wird es ernst. Wer schafft den Einzug in das Playoff und hat damit zumindest die Gruppenphase der Europa League fix... Vorschau zur 3. Runde der Champions-League-Qualifikation – Teil 1 der Rückspiele

Champions LeagueIn der Champions League wird es ernst. Wer schafft den Einzug in das Playoff und hat damit zumindest die Gruppenphase der Europa League fix und wer muss die Segel streichen? Abseits.at stellt drei spannende Partien vor.

Maccabi Tel-Aviv – FC Basel

Hinspiel 0:1

Maccabi Tel-Aviv präsentierte sich beim Hinspiel in Basel als die erwartet harte Nuss. Zwar dominierten die Schweizer die erste Halbzeit recht deutlich und gingen folgerichtig durch einen Treffer von Valentin Stocker in Führung, doch nach der Pause kamen die Israelis auf und fanden ebenfalls einige gute Torchancen vor – nicht zuletzt verhinderte die Torumrahmung den Ausgleich.

Nun steht für Basel ein heißer Tanz im Bloomfield Stadion bevor – nicht nur aufgrund der frenetischen Maccabi-Fans. Vor allem Mohamed Salah und Mohamed Elneny stehen im Fokus, denn in Israel zu spielen, gilt für viele Fußballer aus Ägypten noch immer als ein Tabu. Bis wenige Tage vor dem Spiel stand somit nicht einmal fest, ob die beiden die Reise nach Tel-Aviv überhaupt mitmachen würden, zumal der Druck aus ihrer Heimat immens war. Schlussendlich entschied sich Basel aber, nicht auf die Stammkräfte zu verzichten und reiste vollzählig zum Auswärtsspiel.

Maribor – APOEL Nikosia

Hinspiel 1:1

So schwach der Ex-Verein von Darko Milanic auch in den Europacup gestartet war – in der zweiten Runde mühte man sich gegen den maltesischen Vertreter Birkirkara weiter -, so gut stehen nun die Chancen auf den Einzug in das Playoff, womit die Slowenen zum dritten Mal zumindest an der Europa League teilnehmen würden. Zwar hatte APOEL Nikosia das Hinspiel über weite Strecken unter Kontrolle und ging durch Esmaël Gonçalves auch in Führung, doch Maribor glich in der zweiten Halbzeit durch Tavares aus und konnte das gute Ergebnis über die Zeit bringen.

Sollte APOEL den Aufstieg tatsächlich verpassen, wäre das für Zyprer zwei Jahre nach der starken Champions-League-Kampagne, als man bis ins Viertelfinale vordrang, der nächste harte Schlag, denn bereits in der Vorsaison schied man im Europa-League-Playoff gegen Neftchi Baku aus. Zwar verfügt der Verein ob der Erfolge in der Königsklasse noch über einige finanzielle Rücklagen, doch die Wirtschaftskrise ist auch an APOEL nicht spurlos vorbeigegangen. Zudem verabschiedete sich nach fünf Jahren Erfolgstrainer Ivan Jovanović, die Multikultitruppe wird nun vom Portugiesen Paulo Sergio gecoacht.

Partizan Belgrad – Ludogorets Razgrad

Hinspiel 1:2

Dass Partizan überhaupt den Sprung in die dritte Runde schaffte, war keine Selbstverständlichkeit. Gegen den armenischen Champion Shirak präsentierte man sich alles andere als überzeugend und hätte sich über ein Ausscheiden keineswegs beklagen können. In Razgrad gingen die Serben, bei denen der Ex-Salzburger Saša Ilić als Kapitän fungiert, unmittelbar nach der Pause durch Saša Marković sogar in Führung, doch diese sollte nicht lange Bestand haben.

Wenige Minuten später sorgte Marcelinho für den Ausgleich und als Mihail Aleksandrov zum 2:1 einschoss, gab es in der Ludogrets Arena kein Halten mehr. Ein Jahr nach dem so bitteren Ausscheiden gegen Dinamo Zagreb hat der bulgarische Meister nun blendende Chancen, das Playoff zur Champions League zu erreichen und damit die großen Investitionen von Geldgeber Kiril Domuschiew zu rechtfertigen. Partizan, das wieder einmal auf ein volles Stadion zählen kann, dürfte sich im Falle des Scheiterns immerhin damit trösten, im Europa-League-Playoff gesetzt zu sein – auch wenn das wohl weder Spieler noch Fans aufheitern würde.

OoK_PS, abseits.at

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