Die bereits elfte Runde ist Geschichte und die Liga bleibt spannend. Keines der ambitionierten Teams kann sich absetzen und auch im Keller punkten die... 2. deutsche Bundesliga: Hinterseer trifft doppelt

Die bereits elfte Runde ist Geschichte und die Liga bleibt spannend. Keines der ambitionierten Teams kann sich absetzen und auch im Keller punkten die Teams nach dem Credo „mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.“ Unsere Legionäre kamen an diesem Wochenende nicht so recht in Schwung, einzig am Montag gab es Treffer von einem potentiellen Nationalspieler zu sehen. Ansonsten blieben einige eher blass und leider doch viele Kicker kamen auf keine Einsatzminuten an diesem Wochenende. Aber für ein paar Spieler geht es ja unter der Woche schon wieder weiter – der DFB-Pokal steht an.

Louis Schaub, 1. FC Köln

Bemüht, aber glücklos war die Vorstellung beim doch enttäuschenden Heim-Unentschieden gegen Heidenheim. Der starke Techniker spulte viele Kilometer ab, forderte die Bälle, konnte dem Spiel aber zu keiner Zeit seinen Stempel aufdrücken. Einzig seine Standards stellten wie immer eine regelrechte Waffe dar, wobei hier die Domstädter an diesem Tag keinen Profit daraus schlagen konnten.

Christopher Trimmel, Union Berlin

Beim 0:0 gegen Dresden beackerte Trimmel unermüdlich die rechte Seite, viel sprang dabei aber nicht heraus. Am gefährlichsten wurde es noch, wenn er sich zu einem ruhenden Ball bewegte, sei es Freistoß oder Eckball. Gegen harmlose Dresdner hatte er in der Defensive kaum etwas zu tun und so bleibt die Union weiterhin ungeschlagen.

Robert Zulj, Union Berlin

Für die letzten gut 30 Minuten kam Zulj ins Spiel, sonderlich viel bewirken konnte er aber auch nicht. Immerhin kamen die Eisernen noch zu zwei Aluminiumtreffern, an denen er aber nur marginal beteiligt war. Sehr engagiert zeigte er sich, blieb aber wirkungslos.

Christoph Schösswendter, Union Berlin

Er stand mal wieder im Kader, auf seinen ersten Saisoneinsatz muss er aber noch warten.

Konstantin Kerschbaumer, FC Ingolstadt

Etwas offensiver wurde Kerschbaumer beim Last-Minute-Unentschieden gegen Duisburg aufgeboten, er agierte auf der halblinken Offensivposition im Mittelfeld. Dabei kam er auf keine wirklich nennenswerten Aktionen, seine kreativen Impulse blieben aus. Man merkt auch ihm an, dass die Mannschaft einfach noch nicht funktioniert. Nach rund 70 Minuten wurde er ausgewechselt.

Thorsten Röcher, FC Ingolstadt

Sein Pendant auf der rechten Seite stellte Röcher dar, der aber ebenfalls hinter den Erwartungen blieb. Einzig eine Halbchance und die indirekte Vorlage zum späten Ausgleich polieren seine Leistung auf. Einsatz, Kampfgeist und starke technische Fertigkeiten sind ihm keinesfalls abzusprechen, aber zurzeit fehlen einfach die letzten Quäntchen bei den Schanzern. Positiv zu erwähnen ist seine Laufleistung, mit über 13 Kilometern spulte er das meiste Pensum aller Feldspieler ab.

Marco Knaller, FC Ingolstadt

Für Knaller bleibt nach wie vor die Bank, er sah das Spiel von der Seitenlinie aus.

Mathias Honsak, Holstein Kiel

Beim 1:0-Auswärtssieg im Nordderby gegen St. Pauli stand Honsak verletzungsbedingt seinem Team noch nicht zur Verfügung.

Lukas Gugganig, Greuther Fürth

Trotz der 0:2-Niederlage in Darmstadt machte Gugganig, bis zu seiner taktischen Auswechslung kurz vor Schluss, ein starkes Spiel, bei dem er vor allem durch seine Wucht und seiner Ruhe am Ball bestach. Er löste Drucksituationen mit intelligenten Zuspielen und versuchte immer wieder, das Spiel in die Offensive zu leiten. Im Angriff kam er nur auf Halbchancen, das Kleeblatt blieb allgemein recht harmlos.

Nikola Dovedan, FC Heidenheim

Unentschieden in Köln, damit kann der FCH wohl mehr als nur leben. Nach seiner Galavorstellung in der Vorwoche flog Dovedan beim Bundesligaabsteiger etwas unter dem Radar, bei den wenigen Entlastungsangriffen seines Teams hatte er seine Beine nur selten im Spiel. Dennoch sind seine Laufwege und sein Engagement für die Mannschaft überragend, wobei er sein Spiel dieses Mal auf den Kampf gegen den Ball adaptieren musste.

Patrick Möschl, Dynamo Dresden

Bei der Nullnummer in Berlin beobachtete er das Geschehen von der Ersatzbank aus.

Sascha Horvath, Dynamo Dresden

Im Breiten Dresdener Kollektiv scheint weiterhin kein Platz für Horvath zu sein – er stand nicht im Kader.

Christian Gartner, MSV Duisburg

Der Mittelfeldspieler der Meidericher fällt mit einem Kreuzbandriss bis zur Frühjahressaison aus.

Dominic Wydra, Erzgebirge Aue

Auch für Wydra heißt es weiterhin bitte warten, beim 1:0-Heimsieg gegen schwache Bielefelder saß er über 90 Minuten lang nur auf der Ersatzbank.

Stefan Kulovits, SV Sandhausen

Das turbulente 3:3 in Paderborn erlebte Kulovits von der Bank aus.

Manuel Prietl, Arminia Bielefeld

Der laufstarke Mittelfeldmann konnte in einer zerfahrenen Partie in Aue zwar keine Struktur in sein Team bringen, gegen den Ball arbeitete er aber grandios und lief sich beinahe die Seele aus dem Leib. Offensiv blieb er meist blass, defensiv stopfte er dafür die Löcher und gewann viele Zweikämpfe. Im starken zentralen Mittelfeld der Arminen, bei denen sich vier Spieler um zwei Plätze streiten, scheint er nach wie vor die besten Karten zu haben – er stand bis dato immer in der Startelf.

Lukas Hinterseer, VfL Bochum

Montag, Flutlicht, Spektakel – so wünscht sich das der geneigte Zweitligafan, wird aber viel zu oft enttäuscht. Nicht an diesem Montag, denn dort trennten sich die Bochumer vom Jahn aus Regensburg in einem wilden Spiel mit einem 3:3-Unentschieden. Ein Hauptakteur dabei war Hinterseer, der zwei Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 erzielen konnte. Dabei nutzte er kapitalste Abwehrfehler des Gegners und stand beim ersten Tor zu allem Überfluss auch noch im Abseits. Nichts desto trotz, ein Stürmer muss dort sein wo es brennt und diesen Job erledigt er zurzeit bockstark. Ansonsten ein typisches Hinterseer-Spiel, bei dem er mannschaftsdienlich agierte, keinen Zweikampf scheute und sich im Sturm aufrieb.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer