Die zweite Frühjahrsrunde ging am vergangen Wochenende über die Bühne und in den Stadien ging es wieder hoch her. Der Spieltag hatte wieder einige... 2. Deutsche Liga: Laufstarker Kerschbaumer zeigt mit toller Leistung auf

Die zweite Frühjahrsrunde ging am vergangen Wochenende über die Bühne und in den Stadien ging es wieder hoch her. Der Spieltag hatte wieder einige Überraschungen zu bieten. Trauriger Höhepunkt aus heimischer Sicht war aber, dass nur sechs Legionäre in der Startelf standen.

Berliner Talfahrt hält an

Am Freitagabend konnte Jahn Regensburg einen 2:0-Rückstand im heimischen Stadion noch drehen und den FC Ingolstadt mit 3:2 besiegen. Bei den unterlegenen Gästen saß Knaller auf der Bank.

Union Berlin kommt weiterhin nicht in Fahrt und verlor an der Alten Försterei mit 0:1 gegen Nürnberg. Durch die knappe Niederlage verliert man immer mehr die Aufstiegsränge aus den Augen. Bei den Franken saß Kreidl wieder auf der Bank, Jäger und Margreitter (muskuläre Probleme) standen nicht im Kader. Auf der Gegenseite ereilte Schösswendter dasselbe Schicksal, er ist weiterhin außen vor. Durch die am Montag getätigte Neuverpflichtung Friedrich (Innenverteidiger von Augsburg) verbessert sich seine Lage nicht unbedingt. Trimmel stand bei den Hausherren in der Startelf und wusste einmal mehr zu überzeugen, wenngleich seine Leistung nicht ganz so stark war wie unter der Woche. Er agierte sehr engagiert, hatte viele Ballkontakte und konnte einige Torschüsse vorbereiten. Hosiner kam zehn Minuten vor Schluss ins Spiel, musste nach einer Rangelei mit Salli aber früher unter die Dusche, da er dafür Rot sah. Ein ganz unglücklicher Auftritt von ihm, was ihn in der Gunst des Trainers wohl nicht steigen lässt. Seine Sperre ist mittlerweile auch schon bekannt; er wird den Unionern zwei Spiele fehlen.

Düsseldorf weiter oben auf

In einem turbulenten Spiel trennten sich Duisburg und Heidenheim mit einem 3:3-Unentschieden. Gartner bei Zebras und Dovedan beim FCH saßen nur auf der Bank.

Greuther Fürth erreichte zu Hause in einem äußerst dürftigen Spiel ein 0:0-Unentschieden gegen Kiel. Hoheneder saß bei den Störchen auf der Ersatzbank und kam nicht ins Spiel. Gugganig startete beim Kleeblatt erneut im defensiven Mittelfeld und machte seine Sache im Großen und Ganzen recht ordentlich. Er rackerte gegen den Ball, zeigte aber im Spielaufbau Unsicherheiten und machte einige Fehler im Passspiel. Kurz vor Schluss kam er noch zu einer Halbchance, als er aufmerksam den Ball erobern konnte. Insgesamt ist das Unentschieden aber für die Ziele beider Mannschaften zu wenig.

Fortuna Düsseldorf bleibt weiter auf der Siegesstraße und gewann in Kaiserslautern mit 3:1. Mwene spielte bei den Pfälzern durch und konnte den Elfmeter zur zwischenzeitlichen Führung herausholen. In Summe eine recht solide Leistung von ihm, bei der er sich nur bedingt in die Offensive einschalten konnte und hauptsächlich Defensivaufgaben erledigen musste. Er ging resolut in die Zweikämpfe, was sich auch darin spiegelt, dass er an insgesamt acht Foulspielen beteiligt war. Stipe Vucur saß erneut auf der Bank, kam aber nach knapp 70 Minuten ins Spiel, konnte aber die Gegentore nicht mehr verhindern. Außer Zweikämpfen, Ball-wegschlagen und gelegentliches Einschalten in die Offensive bei ruhenden Bällen war für ihn nichts mehr drin.

Darmstadts Negativlauf beendet

Am Sonntag konnte Sandhausen zu Hause Dresden mit 1:0 besiegen und somit pirscht sich der SVS allmählich an die Aufstiegsränge heran. Kulovits bei den Hausherren und Möschl bei den Gästen standen nicht im Kader ihrer Teams, Horvath saß bei den Ostdeutschen nur auf der Bank.

Aue unterlag im heimischen Stadion, das nach zwei Jahren Bauzeit endlich fertiggestellt wurde, Eintracht Braunschweig mit 1:3. Dominic Wydra saß wieder auf der Bank, kam aber knapp 15 Minuten vor dem Ende ins Spiel. Dabei war er sofort präsent, kassierte eine gelbe Karte und hatte verhältnismäßig viele Ballaktionen. Bei der Eintracht stand Teigl in der Startelf und bespielte dort die rechte Seite. Er zeige sich dabei sehr laufstark, war aber insgesamt zu unauffällig und konnte sich offensiv kaum präsentieren. Auffällig war seine schwache Zweikampfführung, wobei er diese aber durch sein gutes Antizipationsvermögen meistens kaschieren konnte.

Darmstadt kam im hohen Norden gegen St. Pauli zu einem glücklichen 1:0-Auswärtssieg und dar nun erstmals seit September wieder jubeln.

Westfahlen-Derby und Fazit

Am Montagabend kam es zum Derby in Bochum, bei dem die Gäste aus Bielefeld knapp mit 1:0 gewinnen konnten. Prietl fehlte seiner Arminia nach der fünften gelben Karte gesperrt und Kerschbaumer begann stattdessen auf seiner Position im zentralen Mittelfeld. Der Österreicher zeigte sich dabei enorm laufstark, ackerte viel gegen den Ball und konnte sich auch offensiv in Szene setzen. Er hat zwar nicht ganz die Zweikampfstärke von Prietl, aber er interpretiert die Rolle im zentralen Mittelfeld dafür offensiver, wodurch seine Stärken zur Geltung kommen. Kurz vor Schluss hatte er die Vorentscheidung am Fuß, vertändelte die Chance aber. Bei den unterlegenen Gastgebern blieb Hinterseer erneut nur ein Platz auf der Bank und er wurde erst nach rund einer Stunde in die Partie gebracht. Er rieb sich zwar für die Mannschaft auf, ihm fehlte jedoch abermals die Anbindung ans Spiel, hatte daher nur wenige Ballaktionen und auch keinen Torabschluss. In der Startelf stand hingegen Stöger, der mit einer der Besten seines Teams war und sich nie hängen ließ. Er stemmte sich gegen die Niederlage, versuchte das Spiel anzukurbeln und hatte einige Torchancen. Außerdem trat er erneut als Vorbereiter in Erscheinung und zirkelte die Standards mehrmals gefährlich in den Strafraum. Dennoch fehlte es auch ihm an der Durchschlagskraft.

Der Legionär der Runde ist an diesem Spieltag der Bielefelder Kerschbaumer, der mit dem Positionswechsel sehr gut zurechtkam und eine starke Partie abliefern konnte. Stöger, Teigl, Trimmel und Mwene zeigten ebenfalls ansprechende Leistungen, jedoch konnte sie nicht ganz ihr Potential ausschöpfen. Gugganig steigerte sich zwar hinsichtlich der letzten Begegnung, er ist aber noch von seiner guten Form aus dem Herbst entfernt. Hinterseer, Wydra und Vucur wurden eingewechselt, traten aber nicht mehr in Erscheinung. Ebenfalls eingewechselt wurde Hosiner, der sich kurz vor Schluss eine äußerst dämliche rote Karte abholte und seinem Team fürs erste fehlen wird. Dovedan, Kreidl, Knaller, Hoheneder, Gartner und Horvath sahen die Partien ihrer Mannschaften nur von der Ersatzbank aus. Schösswendter, Margreitter, Jäger, Kulovits und Möschl standen aus unterschiedlichen Gründen nicht im Kader ihrer Mannschaften.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer