Die zweithöchste Spielklasse in Deutschland ist bereits drei Runden alt und unsere Legionäre sind ganz unterschiedlich in die Saison gestartet. Ein rascher Blick zu... 2. Deutsche Liga: So starteten die Legionäre in die neue Saison

Die zweithöchste Spielklasse in Deutschland ist bereits drei Runden alt und unsere Legionäre sind ganz unterschiedlich in die Saison gestartet. Ein rascher Blick zu jedem einzelnen Kicker soll kurz zeigen, wie sie in die Spielzeit gekommen sind und was sie in den ersten Wochen der neuen Halbserie geleistet haben. Außerdem gab es bereits eine Runde im DFB-Pokal, in der sich unsere Kicker ebenfalls präsentieren konnten.

Christopher Trimmel, Union Berlin
Der Neo-Kapitän der Hauptstädter schloss in den ersten Spielen der neuen Saison nahtlos an seine starke Vorjahresform an. Auf der rechten Defensivseite ist er gesetzt, wagt immer mal wieder Vorstöße und konnte bereits ein Tor vorbereiten. Auch im DFB-Pokal gelangen ihm zwei Torvorlagen. Mit seiner Routine, Passsicherheit und Spielverständnis hat die Union einen der besten Rechtsverteidiger der Liga in ihren Reihen.

Christoph Schösswendter, Union Berlin
Ganz anders stehen die Vorzeichen bei seinem Teamkollegen, dem Innenverteidiger Schösswendter. Obwohl er in der Vorbereitung sehr viel Einsatzzeit bekam, konnte er sich im harten Konkurrenzkampf nicht durchsetzen und fristet sein Dasein meist auf der Tribüne. Ein Last-Minute-Transfer kann nicht ausgeschlossen werden, da seine Situation für alle Parteien unbefriedigend ist.

Robert Zulj, Union Berlin
Der dritte Legionär im Bunde der Berliner ist Robert Zulj, der Mitte letzter Woche aus Hoffenheim kam. Der Offensivmann musste sich bei der TSG hintenanstellen, da auch hier die Konkurrenzsituation enorm ist. Seine einjährige Ausleihe nach Berlin könnte ihm wieder Auftrieb verleihen, damit er an seine alten Glanzzeiten bei Greuther Fürth anschließen kann. Beim Heimsieg der Union gegen St. Pauli kam er bereits zu einem Kurzeinsatz.

Louis Schaub, 1. FC Köln
Der Neo-Legionär ist mit seinem Team hervorragend in die Saison gestartet und liegt mit sieben Punkten aus drei Spielen ex aequo mit der Union auf Rang 1. Seine persönliche Bilanz liest sich ebenfalls gut, denn der quirlige Mittelfeldmann konnte sich auf Anhieb einen Stammplatz im starken Kölner Kollektiv sichern. Eine direkte Torbeteiligung blieb ihm bis dato noch verwehrt in der Meisterschaft, im Cup glänzte er aber als Vorlagengeber und Torschütze. Seine Spielintelligenz, seine Laufwege und seine Bälle in die Spitze verliehen dem Kölner Offensivspiel in den ersten Runden den notwendigen Punch.

Lukas Hinterseer, VfL Bochum
Trotz starker Konkurrenz konnte sich der „Tiroler-Bomber“ beim VfL behaupten und seinen Stammplatz festigen. Obwohl er sich schon zahlreiche gute Chancen erarbeiten konnte, blieb ihm ein Torerfolg noch verwehrt, dieser Fakt dürfte sich aber ob seines Potentials rasch ändern. Eine Torvorlage und leidenschaftlicher Einsatz fürs Team stehen bis dato bei ihm zu Buche. Mit zwei Siegen aus drei Spielen konnten die Jungs aus dem Ruhrpott außerdem ihre Ambitionen untermauern. Mit einem Hinterseer in Topform dürfte diese gute Startserie weiterhin anhalten.

Mathias Honsak, Holstein Kiel
Der junge Außenspieler schlug im hohen Norden wie eine Bombe ein; beim Auswärtssieg am ersten Spieltag gegen den HSV war er der entscheidende Faktor im Kieler Spiel und mitverantwortlich für den Überraschungssieg. Der polyvalente Flügelmann agierte am dritten Spieltag als Außenverteidiger, machte dort aber genauso eine gute Figur und ist jetzt schon ein wichtiger Bestandteil im Kieler Kollektiv. Positiv hervorzuheben sind seine Laufbereitschaft und sein Zug zum Tor. Mit ihm dürften die Störche noch viel Freude haben.

Lukas Gugganig, SpVgg Greuther Fürth
Der Defensivspezialist aus Fürth konnte sich heuer schon in die Torschützenliste eintragen, beim Derby gegen Ingolstadt traf er zum umjubelten Ausgleichstreffer. Ansonsten spielt er bis dato eine sehr solide Saison, unauffällig aber enorm wichtig für die Mannschaft. Mit seiner harten Spielweise federt er viele gegnerische Angriffe frühzeitig ab und geht dazwischen, bevor es brenzlig wird.

Nikola Dovedan, 1. FC Heidenheim
Richtig gut ist auch Dovedan in die Saison gestartet, der beim Auswärtssieg in Dresden den vorentscheidenden dritten Treffer erzielen konnte und in den ersten beiden Spielen jeweils einen Treffer vorbereitete. Im Offensivspiel ist der agile Österreicher ein zentraler Bestandteil und er findet sich immer besser mit der robusten Spielweise in Liga Zwei zurecht. Er ist beinahe an jeder Offensivaktion seiner Heidenheimer beteiligt, zieht oftmals Fouls und bewegt sich sehr gut in die Schnittstellen.

Sebastian Wimmer, SC Paderborn 07
Ganz anders sieht es bei Wimmer aus, der es, nachdem er in der letzten Saison noch 16 Einsätze verbuchen konnte, in dieser Spielzeit noch nicht in den Kader geschafft hat.

Manuel Prietl, Arminia Bielefeld
Trotz starker Konkurrenz konnte sich Prietl im zentralen Mittelfeld behaupten und dankte es seinem Trainer mit durchwegs guten Spielen in denen er sich sehr zweikampfstark präsentierte. Offensiv konnte er sich ebenfalls einbringen, seine Abschlüsse waren aber noch nicht gewinnbringend. Mit seiner Arminia ist er ganz solide in die Saison gestartet, einzig die unglückliche Niederlage gegen den HSV am dritten Spieltag trübt die Bilanz. Nichts desto trotz kann Prietl ob seines Saisonstarts persönlich mit sich sehr zufrieden sein.

Patrick Möschl, Dynamo Dresden
Schwierig gestaltet sich die Saison für Möschl. Erst am dritten Spieltag wurde er erstmals in den Kader berufen, blieb aber bei der Heimniederlage gegen Heidenheim ohne Einsatz. Eine Leihe wäre möglicherweise der richtige Schritt für ihn, da er auch im vergangenen Frühjahr keine Rolle gespielt hatte. Einzige Hoffnung kann für ihn der Trainerwechsel sein, da vergangene Woche der Langzeit-Trainer Neuhaus entlassen wurde.

Sascha Horvath, Dynamo Dresden
Ähnlich ergeht es Horvath, der zwar bei allen drei Meisterschaftsspielen im Kader stand, aber noch keine Spielminute bekam. Seine Degradierung zum Reservisten kam nach seiner starken Vorbereitung überraschend und so muss auch er auf ein Umdenken von Neo-Trainer Fiel hoffen.

Konstantin Kerschbaumer, FC Ingolstadt 04
Der Neuzugang der Schanzer konnte sich auf Anhieb einen Stammplatz erspielen und direkt an seine starken Leistungen aus Bielefelder Zeiten anknüpfen. Torgefährlich wie eh und je präsentierte sich der Mittelfeldmann, der beim FCI im Zentrum agiert. Seine Passsicherheit verleiht dem Ingolstädter Spiel mehr Stabilität, obwohl sich die Schanzer noch in der Findungsphase befinden. Ambitioniert in die Saison gegangen konnten sich die Bayern noch nicht ganz in der Halbserie einfinden und haben erst magere zwei Pünktchen am Konto.

 Thorsten Röcher, FC Ingolstadt 04
Der zweite heimische Neuzugang bei Ingolstadt ist Röcher, der von Sturm losgeeist wurde und sich sofort in der ersten Elf fest spielen konnte. Am zweiten Spieltag zeigte er seine bis dato beste Partie, bei der gegen Fürth auch einen Treffer erzielen konnte. Ansonsten befindet er sich noch in einem Findungsprozess in Liga Zwei. Obwohl er immer wieder starke Aktionen vorträgt, kann er seine Teamkollegen noch nicht so richtig ins Spiel bringen und agiert oftmals auf eigene Faust. Dennoch kein schlechter Anfang für sein erstes Auslandsabenteuer.

Marco Knaller, FC Ingolstadt 04
Unverhofft kommt oft dachte sich wohl Knaller, als der etatmäßige Einser-Goalie Nyland nach England transferiert wurde und der Österreicher plötzlich in der Meisterschaft zwischen den Pfosten stand. Seine guten Leistungen wurden honoriert, denn mit Heerwagen wurde ein klassischer Ersatz-Torhüter verpflichtet und so darf sich Knaller über einen Stammplatz freuen. Seine bisherigen Leistungen waren durchwegs stark, er hat im letzten schwierigen Jahr nichts verlernt und ist ein sicherer Rückhalt für sein Team.

Dominic Wydra, Erzgebirge Aue
Durchwachsen gestaltete sich der Saisonstart von Wydra. Einmal nicht im Kader, eine gute Leistung über 90 Minuten, dann wieder ohne Einsatz im Kader und dazwischen im Cup zur Halbzeit ausgewechselt. Ein Wechselbad der Gefühle für den Defensivmann, der sich bei seinem einzigen Saisoneinsatz in der Meisterschaft auch offensiv gut präsentierte. Mit nur einem Punkt aus drei Spielen stehen die Auer schon früh mit dem Rücken zur Wand und ein spielstarker Eröffnungsspieler wie Wydra könnte den Ostdeutschen in den nächsten Runden bestimmt weiterhelfen.

Stefan Kulovits, SV Sandhausen
Ähnlich sieht der Saisonstart von Kulovits aus, der zwischen Startelf und Tribüne pendelt. Bei seinem einzigen Saisoneinsatz konnte er sich über 90 Minuten nicht so recht präsentieren, einzig seine Zweikampfstatistik war gewohnt stark. Für die Sandhäuser, die noch ohne Punkt dastehen, dürfte die Saison sehr schwierig werden. Ein Leader wie Kulovits könnte jedoch ein wichtiger Faktor werden, wenn es sein Körper noch zulässt. Man muss sich nämlich immer Hinterkopf behalten, dass der Mittelfeldmann bereits 35 Lenze zählt und unzählige Verletzungen hinter sich hat.

Christian Gartner, MSV Duisburg
Der Einwechselspieler vom Dienst kam bis dato nicht über zwei Kurzauftritte hinaus, bei denen er Nichts bewegen konnte. Besonders bitter dabei ist, dass er sich bei seinem Einsatz gegen Darmstadt nach Informationen des Vereins das Kreuzband gerissen hat und auf unbestimmte Zeit fehlen wird. Wir wünschen schnelle Genesung.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Stefan Karger