Die zweite Liga in Deutschland ist aus ihrem Winterschlaf erwacht und startete mit einer englischen Woche in die Rückrunde. Von Dienstag bis Donnerstag standen... 2. Deutsche Liga: Trimmel mit starkem Start in die Rückrunde

Die zweite Liga in Deutschland ist aus ihrem Winterschlaf erwacht und startete mit einer englischen Woche in die Rückrunde. Von Dienstag bis Donnerstag standen neun Partien an, wovon eine abgebrochen werden musste. Aus heimischer Sicht gab es nicht viel Erfreuliches zu vermelden, denn nur ein einziger Legionär konnte mit seinem Team gewinnen. Bereits heute startet die 20. Runde und die Jungs aus Liga zwei müssen wieder ran.

Jubiläumsderby und kleines Bayernderby

Ingolstadt trennte sich von Sandhausen mit 0:0. Bei den Gästen fehlte Kulovits aufgrund eines Faserrisses und bei den Schanzern saß Knaller nur auf der Bank.

Beim Spitzenspiel des Tages rang Union Berlin Kiel ein 2:2 ab. Bei den Störchen stand Hoheneder zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf und machte seine Sache ganz ordentlich. Obwohl er einige Ballfehler fabrizierte und auch gegen den robusten Polter Probleme hatte, war seine Leistung nicht schlecht und er konnte sogar ein Tor vorbereiten, indem er einen Eckball verlängerte. Auf der Gegenseite zeigte Trimmel eine starke Partie, bei der er nach einem Flankenlauf das erste Tor der Eisernen auflegte. Ansonsten zeigte er sich sehr präsent, äußerst ballsicher und er ließ auf seiner Seite in der Defensive nichts zu. Hosiner kam kurz vor Schluss ins Spiel, hatte sogar noch eine Chance, konnte diese aber nicht verwerten. Schösswendter stand erwartungsgemäß nicht im Kader.

Beim 50. Kleinen Revierderby zwischen Duisburg und Bochum setzte sich der Aufsteiger auswärts mit 2:0 durch. Gartner feierte dort seine Rückkehr in die zweite Liga, als er in der 87. Minute bei den Zebras eingewechselt wurde. Auf der Gegenseite spielte Stöger im halblinken Mittelfeld durch, konnte aber nicht seine beste Leistung abrufen. Er initiierte einige Tormöglichkeiten, zeigte sich sehr laufstark und war im Zweikampf präsent, konnte dem Spiel aber nicht seinen Stempel aufdrücken und verschwand in Hälfte Zwei zusehends. Hinterseer saß nur auf der Bank und wurde zur Halbzeit ins Spiel gebracht. Er fand während seiner Einsatzminuten kaum ins Spiel, hatte wenig Anbindung an seine Mitspieler und wirkte teilweise wie ein Fremdkörper. Dennoch war er sehr engagiert und laufstark, bot sich immer wieder an und kam zu drei Torchancen, wobei er eine ganz große Möglichkeit kläglich vergab.

Im kleinen Bayernderby holte Regensburg in Nürnberg ein beachtliches 2:2-Unentschieden. Bei den Franken stand Margreitter in der Startelf und spielte insgesamt ganz solide auf der Innenverteidigerposition. Er zeigte sich gewohnt zweikampfstark und hatte kaum Fehler in der Spieleröffnung. Dennoch wirkte sein Abwehrverhalten teilweise unkoordiniert, denn die Gegentore resultierten aus Abstimmungsproblemen in der Hintermannschaft. Jäger stand erneut nicht im Kader der Nürnberger und Kreidl saß auf der Bank.

Medizinischer Notfall glücklicher Spitzenreiter

Am Dienstag standen vier Partien am Programm, wobei das Spiel zwischen Darmstadt und Kaiserslautern zur Halbzeit abgebrochen wurde. Der Trainer der Pfälzer, Jeff Strasser, hatte in der Halbzeit einen Herzanfall und wurde per Notarzt ins Spital gebracht. Da geriet das Sportliche in den Hintergrund und das Spiel wurde folgerichtig abgebrochen. Mittlerweile konnte ein Herzinfarkt ausgeschlossen werde und er befindet sich auf dem Weg der Besserung. Das Spiel wird zur Gänze nachgetragen, ein Termin steht noch nicht fest. Kurz zur Aufstellung: Mwene spielte auf seiner Position rechts hinten und Vucur saß, wie bereits vermutet, nur auf der Bank.

Bielefeld gegen Greuther Fürth endete 0:0, wobei die Arminen ganz und gar nicht zufrieden sein können, denn sie ließen eine Fülle an Torchancen liegen. Prietl spielte bei den Hausherren im zentralen Mittelfeld und erledigte seinen Part gewohnt anständig. Er ging robust in die Zweikämpfe, entlastete seine Abwehrleute und versuchte sich offensiv einzubringen, was ihm aber nur mäßig gelang. Kerschbaumer spielte bis Minute 84 auf seiner linken Seite und hatte kurz vor seiner Auswechslung eine gute Gelegenheit, bei der er zu eigensinnig agierte. Ansonsten blieb er relativ blass, denn die meisten Angriffe liefen über das Sturmzentrum. Auf der Gegenseite stand Gugganig in der Startformation. Er spielte im zentralen Mittelfeld, hatte dort aber einige Probleme mit seinen Gegnern und fabrizierte viele Fehlpässe. Über den Kampf fand er allmählich ins Spiel, wobei seine Leistung insgesamt nicht sonderlich gut war.

Düsseldorf gewann zu Hause gegen Aue äußerst glücklich mit 2:1. Bei den Gästen saß Wydra etwas überraschend nur auf der Ersatzbank.

Heidenheim feierte gegen Braunschweig einen 2:0-Heimsieg, den Dovedan nur von der Bank aus verfolgen konnte. Bei den Löwen stand die Neuverpflichtung Teigl in der Startelf und zeigte dabei eine gute Leistung. Er beackerte seine Seite, schaltete sich oft in die Offensive ein und spielte kaum Fehlpässe. Drei Torschussvorlagen und einen eigenen Abschluss konnte er verbuchen. Beim Gegentor sah er etwas unglücklich aus, wobei ihn hier keine Schuld trifft.

Dresdner Heimtristesse und Fazit

St. Pauli kam am Donnerstagabend zu einem 3:1-Auswärtssieg in Dresden. Bei den Ostdeutschen stand Möschl aufgrund eines Magen-Darm-Infekts nicht im Kader, dafür startete Horvath im offensiven Mittelfeld. Der kleine Dribbler wirkte sehr engagiert, konnte sich aber gegen die robusten Paulianer kaum durchsetzen und hatte nur eine Halbchance. Die Dresdner agierten eher mit Weitschüssen und so waren die Qualitäten des Österreichers nicht oft gefragt. Er wurde nach einer knappen Stunde ausgewechselt. Insgesamt aber keine schlechte Leistung von ihm, da er immer den Ball forderte und versuchte, etwas zu bewegen.

Der Legionär der Runde trägt das Trikot der Union und heißt Christopher Trimmel. Seine Leistung gegen Kiel war richtig stark und er knüpfte damit nahtlos an seine gute Form aus dem Herbst an. Auch Teigl, Prietl und Margreitter zeigten gute Spiele und können mit sich zufrieden sein. Stöger, Kerschbaumer, Horvath und Hoheneder waren sehr engagiert, in ihr Spiel schlichen sich aber doch einige Fehler ein bzw. sie konnten nicht ganz ihr Potential abrufen. Gugganig und Hinterseer hatten nicht ihren besten Tag und müssen sich steigern. Mwene stand 45 am Platz, aber in diesem Spiel geriet der Fußball in den Hintergrund. Gartner und Hosiner kamen zu Kurzeinsätzen, konnten aber nicht mehr entscheidenden Einfluss auf ihre Spiele nehmen. Kreidl, Knaller, Dovedan, Vucur und Wydra saßen bei ihren Mannschaften nur auf der Bank. Möschl, Schösswendter, Kulovits und Jäger fehlten aus unterschiedlichen in den Aufgeboten ihrer Teams.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer