In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... abseits.at-Leistungscheck, 10. Spieltag 2014/15 (Teil 1) – Der SV Werder Bremen kann doch noch gewinnen.

SV Werder Bremen - Wappen, LogoIn dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Im ersten Teil unseres Leistungschecks blicken wir auf die Partie zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem SV Werder Bremen, bei der gleich drei ÖFB-Legionäre im Einsatz waren. Der neue Werder-Trainer Viktor Skripnik durfte sich über einen gelungenen Einstand freuen, denn sein Klub holte nach dem 10. Spieltag endlich den ersten Sieg.

1. FSV Mainz 05 – SV Werder Bremen   1:2

Der 1. FSV Mainz 05 hatte nach acht Meisterschaftsspielen noch immer eine weiße Weste, nun verlor der Verein gleich zwei Partien hintereinander. Der SV Werder Bremen hingegen benötigte zehn Spieltage bis zum ersten Sieg, etwas was zuvor in der Vereinsgeschichte noch nie vorkam. Die Mainzer gingen durch Shinji Okazaki schon nach drei Minuten in Führung, ein Doppelpack von Franco di Santo bescherte den Gästen letztendlich doch noch den ersten Saisonsieg.

Sebastian Prödl begann im Abwehrzentrum neben Alejandro Galvez, der gegenüber Assani Lukimya und Luca Caldirola den Vorzug bekam. Trainer Skripnik bewies bei dieser Personalie ein gutes Händchen, denn der spanische Abwehrspieler absolvierte eine starke Partie und macht einige gute Möglichkeiten der Hausherren zunichte. Prödl hingegen erwischte nicht seinen besten Tag und hinterließ bei den Zweikämpfen einige Male nicht die beste Figur. Er entschied nur acht seiner 20 Duelle für sich (40%) und hatte zudem auch im Aufbauspiel einige Probleme. Der Österreicher kam auf lediglich 33 Ballkontakte und spielte 17 Pässe, von denen nur 53% bei seinen Mitspielern ankamen. Beide Innenverteidiger spielten immer wieder weite Bälle aus der Abwehr heraus nach vorne, denen es aber an Präzision fehlte. Immerhin verschuldete Sebastian Prödl keinen Treffer, denn das frühe Gegentor fiel nach einem von Gebre Selassie abgefälschten Schuss. Der österreichische Nationalspieler bekam sowohl vom kicker, als auch von sportal.de die Note 4.

Besser lief es für Zlatko Junuzovic, der im linken Mittelfeld zum Zug kam und einer der besten Bremer-Akteure an diesem Nachmittag war. Mit einer Laufleistung von 12,07 Kilometern war er der fleißigste Akteur am Platz und absolvierte zudem die meisten Sprints und intensiven Läufe aller Werder-Spieler. Durch seine intensiven Bewegungen stopfte er viele Löcher, stellte die Passwege der Mainzer zu, vergaß dabei jedoch auch nicht sich in die Offensive einzuschalten, wo er ebenfalls die eine oder andere gute Idee hatte. In einer zerfahrenen Partie hatte er innerhalb seiner Mannschaft mit einer erfolgreichen Passquote von 70% noch den besten Wert in dieser Kategorie. Er schoss zudem einmal aufs gegnerische Tor, schlug eine Flanke und bereitete zwei Schussversuche seiner Mitspieler vor. Richtig stark ist auch seine Zweikampfbilanz, denn der Mittelfeldspieler entschied elf seiner 16 Duelle für sich (68,8%) und fing zudem vier gegnerische Pässe ab. Der kicker bewertete den Österreicher mit der Note 3, sportal.de gab ihm sogar eine 2,5.

Auf der anderen Seite begann Julian Baumgartlinger im defensiven Mittelfeld der Mainzer. Der österreichische Nationalspieler absolvierte eine eher unauffällige Partie, in der er sich nichts zu Schulden kommen ließ, allerdings auch nicht viele Akzente setzen konnte. Baumgartlinger spielte auf der Doppelsechs neben Johannes Geis, der einer der besten Mainzer war, und wusste in erster Linie durch eine starke Passquote von 94% angekommener Zuspiele zu überzeugen. Seine Laufleistung von 10,7 Kilometern ist keinesfalls schlecht, allerdings blieb er diesmal doch deutlich unter seinen sonstigen Werten. Immerhin gewann er 11 seiner 19 Duelle (57,9%), schoss einmal aufs gegnerische Tor und steuerte eine Flanke bei. Der kicker bewertete ihn mit einer 3,5, sportal.de gab ihm die Note 4.

Kommendes Wochenende kommt es erneut zu einem Österreicher-Duell, denn der SV Werder Bremen empfängt am Montag den VfB Stuttgart, sodass aller Voraussicht nach mit Prödl, Junuzovic, bzw. Harnik und Klein gleich vier Österreicher in der Startaufstellung stehen werden. Auf die Mainzer wartet mit dem Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen eine schwere Aufgabe und eine Leistungssteigerung muss unbedingt her, da sonst die dritte Niederlage in Folge droht.

Stefan Karger

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