In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... abseits.at-Leistungscheck, 12. Spieltag 2014/15 (Teil 1) – Christian Fuchs erzielt Treffer gegen VfL Wolfsburg

Christian Fuchs (FC Schalke 04)In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Im ersten Teil unseres Leistungschecks blicken wir zunächst auf den 3:2-Sieg von Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg, bei dem Christian Fuchs nicht nur durchspielte, sondern auch den Treffer zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung beisteuerte.

FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg   3:2

Christian Fuchs befindet sich im Aufwärtstrend! Nach den starken Leistungen bei den Länderspielen gegen Russland und Brasilien zeigte der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft auch im Meisterschaftsspiel gegen den VfL Wolfsburg eine starke Vorstellung! Schalke prolongierte dabei die starke Heimserie unter Coach Roberto Di Matteo, der alle vier Pflichtspiele in der Veltins-Arena für sich entschied. Verantwortlich für den Sieg war eine starke Anfangsphase, denn bereits nach 25 Minuten führte Schalke mit 3:0. Am Ende mussten die Fans dennoch um den Sieg zittern, denn Olic (37.) und Bendtner (74.) brachten die Gäste heran, während die Königsblauen zwischen der 32. und 82. Minute keinen einzigen Schuss abgaben. Der Vorsprung wurde schlussendlich über die Zeit gerettet, sodass vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea von einer gelungenen Generalprobe gesprochen werden kann.

Schalke-Trainer Roberto Di Matteo überraschte mit einer Systemumstellung. Er löste die Viererkette auf und stellte mit Neustädter, Santana und Höwedes drei Spieler ins Abwehrzentrum, die in der Defensive von den Flügelspielern Atsuto Uchida und Christian Fuchs unterstützt wurden. Christian Fuchs setzte die taktischen Vorgaben seines Trainers hervorragend um, ließ in der Defensive nichts anbrennen und schaltete sich bei Ballbesitz immer wieder gut in den Angriff mit ein. Schalkes Systemwechsel spielte dem Österreicher dabei in die Karten, da er in dieser Formation durch die zusätzliche Absicherung in der Defensive unbekümmerter seinen Offensivdrang ausleben kann. Der Flügelspieler legte ein großes Arbeitspensum an den Tag, absolvierte mit 11,6 Kilometern mannschaftsintern die zweitgrößte Laufdistanz und hatte sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive einige starke Szenen. Fuchs gewann 12 seiner 20 Zweikämpfe (54,6%) und fing von allen Spielern am Platz die meisten gegnerischen Pässe ab (4). Zweimal entschied der Österreicher eine Eins-gegen-Eins-Situation per Dribbling für sich, während er kein einziges Mal nach einer Einzelaktion einen Ball verlor. Er bereitete zwei Torschüsse seiner Mannschaftskollegen vor und erzielte in der 25. Minute nach einem Freistoß das zwischenzeitliche 3:0, wobei er sich beim Schweizer Torhüter Diego Benaglio bedanken muss, da er bei dieser Szene viel zu zögerlich agierte und sich bei der Hereingabe des Freistoßes arg verschätzte.

Christian Fuchs musste lange auf diesen Treffer warten, denn zuletzt traf der ÖFB-Kapitän in der deutschen Bundesliga beim 3:1-Sieg gegen Augsburg im Dezember 2011. Seit diesem Treffer vergingen 68 Spiele! Ebenfalls erwähnenswert ist, dass der Schalke-Spieler alle neun Treffer mit seinem linken Fuß aus großer Distanz erzielte, wobei sieben der neun Tore nach einem direkten Freistoß des Österreichers fielen. Wir werden sehen ob Roberto di Matteo an seinem neuen System festhalten wird. Fuchs wäre jedenfalls einer der Gewinner von der Umstellung, da ihm diese Position wie auf den Leib geschnitten ist. Der kicker bewertete Christian Fuchs mit der Note 3, die sicherlich etwas zu streng ausfiel. sportal.de gab dem Österreicher immerhin eine 2,5. Bereits morgen treffen die Königsknappen in der Champions League auf di Matteos Ex-Klub Chelsea. Am 29. November folgt ein weiteres Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05.

VfB Stuttgart – FC Augsburg   0:1

Der FC Augsburg bleibt für Stuttgart ein Angstgegner, denn der VfB verlor nun bereits das vierte Spiel in Folge gegen das Team von Coach Markus Weinzierl und steht damit in der Tabelle mit nur neun Punkten auf dem letzten Platz. Augsburg hingegen startete so gut wie nie zuvor in die neue Saison und hat nach dem 12. Spieltag bereits 18 Punkte am Konto, was gleichbedeutend mit Platz 6 in der Tabelle ist. Die Gäste profitierten dabei allerdings von zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen, denn einerseits war Daniel Schwaabs Platzverweis in der 27. Minute zu hart, andererseits fiel der einzige Treffer nach einem Handelfmeter, der nicht zu geben gewesen wäre.

Florian Klein musste zum Start der Partie mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen, da Daniel Schwaab seine Position einnahm. Dieser musste wie bereits oben erwähnt nach 27 Minuten mit einer gelb-roten Karte vom Platz. Trainer Armin Veh nahm einige Minuten später Stürmer Daniel Ginczek vom Feld und stellte auf ein 4-4-1-System um, in dem der eingewechselte Klein seine Stammposition rechts in der Abwehr einnahm. Klein zeigte eine eher unauffällige Leistung und brachte es in der restlichen Spielzeit auf nur 19 Ballkontakte. Nach vorne setzte er nur selten Akzente, eine Flanke und ein Torschuss-Assist blieben die einzige Ausbeute des Österreichers. In der Defensive leistete er sich zwar kaum Schnitzer, sah aber in der einen oder anderen Situation nicht unbedingt souverän aus und gewann auch nur 50% seiner zehn Zweikämpfe. Der kicker bewertete ihn mit einer 3,5, sportal.de gab ihm eine 4,5.

Im Gegensatz zu Florian Klein stand Martin Harnik von Beginn an in der Startaufstellung, tat sich aber bis zu seiner Auswechslung in der 76. Minute ebenfalls ziemlich schwer. Nachdem seine Mannschaft in Unterzahl geriet arbeitete er jedoch zumindest in der Defensive sehr gut gegen den Ball und legte einen großen Einsatzwillen an den Tag. Beinahe steuerte er auch einen Tor-Assist bei, als er in der 51. Minute im Strafraum auf Moritz Leitner zurücklegte, dessen Schuss jedoch abgeblockt wurde. Außer dieser Aktion und einem weiteren Schuss gelang ihm in der Offensive jedoch nur wenig. Harnik entschied nur 7 seiner 23 Zweikämpfe für sich (30,4%) und kam insgesamt auf nur 28 Ballkontakte. Der kicker gab ihm eine etwas schmeichelhafte 3,5, sportal.de bewertete ihn hingegen mit der Note 5 ein wenig zu hart. Kommendes Wochenende steht das Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg am Programm.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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