In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... Abseits.at-Leistungscheck, 29. Spieltag 2013/14 (Teil 2) – Martin Harnik trifft beim 2:0-Sieg gegen den SC Freiburg

Martin Harnik - VfB StuttgartIn dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Nachdem wir gestern den überraschenden Sieg der Augsburger gegen den FC Bayern München analysierten und dabei unter anderem das Debüt von Ylli Sallahi betrachteten, wollen wir uns nun die Leistungen der übrigen Legionäre ansehen.

SV Werder Bremen – FC Schalke 04   1:1

42.100 Zuschauer sahen im ausverkauften Weserstadion ein temporeiches Spiel und eine spielerisch starke Heimmannschaft, die sich schlussendlich mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben musste. Franco di Santo brachte die Heimmannschaft bereits nach 15 Minuten in Führung, Leo Goretzka glich in der 33. Minute zum 1:1-Endstand aus. Der SV Werder Bremen ist somit seit acht Partien gegen die Königsblauen sieglos, konnte sich aber immerhin einen weiteren wichtigen Punkt im Abstiegskampf sichern und besitzt nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Da das Restprogramm in den verbleibenden fünf Runden aber alles andere als einfach ist, muss sich die Truppe von Robin Dutt weiterhin voll auf die kommenden Aufgaben konzentrieren und die jüngste Form beibehalten. Das Spiel gegen den FC Schalke 04 lässt jedoch insbesondere aufgrund der verbesserten spielerischen Qualität einiges erhoffen.

Zlatko Junuzovic begann in Robin Dutts Mittelfeldraute auf der rechten Seite, orientierte sich aber immer wieder Richtung Zentrum und rückte stark in die Mitte hinein. Er hatte seine Beine bei der Entstehung zum ersten Tor im Spiel, da er mit einem hohen Pass auf Eljero Elia die gegnerische Viererkette aushob und so Elias Zuspiel auf Franco di Santo ermöglichte, der zum ersten Mal in zwei Partien hintereinander einen Treffer erzielte. In weiteren Szenen ließ er ebenfalls seine Kreativität aufblitzen und setzte seine Mitspieler beim Spielaufbau sehr gut ein. Auch bei Einzelaktionen zeigte er seine starke Technik und ging zweimal in einer Eins-gegen-Eins-Situation an seinen Gegenspielern vorbei. Junuzovic schoss zweimal aufs gegnerische Tor, wobei er in der 83. Minute beinahe ein Traumtor erzielt hätte. Der starke Torhüter Ralf Fährmann parierte jedoch seinen scharfen Weitschuss und bewahrte seine Mannschaft vor einer Niederlage. In Sachen Einsatz war der Bremer-Mittefeldmotor wie immer vorbildlich und legte mit 11,86 Kilometern die größte Laufdistanz aller Spieler zurück. In den Zweikämpfen agierte er ein wenig unglücklich, er gewann nur 9 seiner 24 Duelle (36%) und stellte zudem mit fünf Fouls einen neuen persönlichen Rekord in der deutschen Bundesliga auf. Lässt man diese Statistiken jedoch beiseite, dann kann man von einem rundum gelungenen Auftritt sprechen, den der kicker mit der Note 2,5 belohnte. Sportal.de gab ihm eine glatte 3, was in diesem Fall sicherlich ein wenig zu streng ist.

Sebastian Prödl agierte wieder einmal als Abwehrchef in der Viererkette und absolvierte ebenfalls eine solide Partie, die jedoch einen kleinen Schönheitsfehler hatte. In der 33. Minute köpfelte er eine gegnerische Flanke direkt vor die Beine von Leon Goretzka, der sofort abschloss und den Ausgleich erzielte. Abgesehen von diesem missglückten Rettungsversuch machte er einen guten Eindruck, auch weil er sofort nach dem Ausgleichstreffer wieder voll da war und nur zwei Minuten später für seine Mannschaft auf der Linie in höchster Not rettete. Mit Fortdauer des Spiels bekam er immer weniger zu tun bekam, da die Schalker ihre Angriffsbemühungen nach und nach einstellten. Durch sein gutes Stellungsspiel fing er drei gegnerische Pässe ab. Sowohl der kicker, als auch sportal.de bewerteten ihn mit der Note 3,5.

VfB Stuttgart – SC Freiburg   2:0

Der VfB Stuttgart verbesserte sich nach dem 2:0-Sieg im baden-württembergischen Derby auf den 15. Tabellenplatz und fügte dem SC Freiburg die erste Niederlage nach vier ungeschlagenen Partien zu. Die drei Punkte kommen für Huub Stevens Truppe nicht zum schlechtesten Zeitpunkt, denn bei einer Niederlage wären die Schwaben auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt. Martin Harnik begann im linken offensiven Mittelfeld und machte in der 89. Minute alles klar, als er einen Maxim-Eckball zum 2:0 verwandelte. Der Rumäne avancierte sich nach seiner Einwechslung in der 61. Minute zum Matchwinner, denn er legte nicht nur Harniks Treffer auf, sondern erzielte nur acht Minuten nach seinem Tausch selbst den Führungstreffer. Martin Harnik produzierte zwar einige Abspielfehler, hatte seine Beine jedoch bei einigen gefährlichen Situationen im Spiel und schoss insgesamt dreimal aufs Tor von Oliver Baumann. Dazu erwies er sich als unermüdlicher Kämpfer und kann eine für seine hohe Spielposition gute Zweikampfbilanz vorweisen. Der österreichische Nationalspieler gewann 12 seiner 25 Duelle (48%), wobei er die meisten Luftduelle aller Spieler am Platz gewann (8). Seine Laufleistung ist mit 11,63 Kilometern wieder einmal sehr stark, wobei insbesondere die Anzahl seiner Aktionen bei hohem Tempo beeindruckend war. Mit 41 Sprints und 91 intensiven Läufen belegt er in beiden Statistiken deutlich den Spitzenplatz. Sowohl der kicker, als auch sportal.de gaben ihm die Note 3.

Dennoch wird es für den VfB Stuttgart nicht einfach werden den 15. Tabellenplatz zu halten. In den verbleibenden fünf Runden warten mit Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Hannover 96, Wolfsburg und dem FC Bayern München keineswegs einfache Gegner.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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