In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... Abseits.at-Leistungscheck, 30. Spieltag 2013/14 – Wenig Grund zum Feiern für ÖFB-Legionäre

BundesligaIn dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Diese Runde gab es nicht allzu viel zum Feiern für unsere Legionäre, auch wenn sie in den Partien noch zu den besten Spielern ihrer Mannschaft gehörten.

FC Bayern München – Borussia Dortmund   0:3

Der FC Bayern München verlor nach der Partie in Augsburg nun auch das Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Der BVB gewann überraschend deutlich mit 3:0 und ist nun seit vier Spielen auswärts bei den Bayern ohne Niederlage. Die Tormaschine aus München geriet in den letzten Partien ins Stocken, denn der Rekordmeister wartet in der Bundesliga nun schon seit 230 Minuten auf einen Treffer. Die Gäste überzeugten mit einem intelligenten Pressing, einen detaillierten Bericht über die erfolgreiche Vorgehensweise könnt ihr hier lesen.

David Alaba trägt an der Niederlage keine große Schuld und bekam von der Fachpresse noch verhältnismäßig gute Noten. Der linke Außenverteidiger zeigte sich zweikampfstark und gewann 21 seiner 28 Duelle (75%). Er kam auf 95 Ballberührungen und spielte 68 Pässe, von denen 84% bei seinen Mannschaftskollegen ankamen. Wie so oft unter Guardiola rückte er stark ins Zentrum ein und nahm so gut im Spielaufbau teil. Besonders stark waren seine Lösungen in Eins-gegen-Eins-Situationen, denn ihm gelangen vier erfolgreiche Dribblings, während er kein einziges Mal bei einem Gegenspieler hängen blieb. Sein ansonsten so starker und konstanter Vordermann Franck Ribery erwischte diesmal einen schwachen Tag und zeigte einen blutleeren Auftritt, weshalb über den linken Flügel nicht viel ging. Alaba erhielt vom kicker die Note 4, während alle weiteren Abwehrspieler der Bayern-Viererkette eine 5 bekamen. Sportal.de gab ihm sogar eine 3,5.

VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg   4:1

Nach dem 4:1-Sieg des VfL Wolfsburg über den 1. FC Nürnberg dürfen die Hausherren von der Champions League träumen, während die Gäste nach der Niederlage weiterhin am vorletzten Platz stehen und als einer der Favoriten für den Fixabstieg gehandelt werden müssen. Die Nürnberger verloren sieben der letzten acht Spiele und es ist ein gewaltiger Kraftakt vonnöten, um noch einmal den Umschwung herbeizuführen, da an den restlichen vier Spieltagen mit Leverkusen, Mainz, Hannover und Schalke alles andere als ein einfaches Restprogramm bevorsteht.

Emanuel Pogatetz wirkte in dieser Partie immerhin etwas sicherer als Niklas Stark, sein Nebenmann im Abwehrzentrum. Der Österreicher gewann 14 seiner 20 Zweikämpfe (70%) und hatte mit 72 Ballberührungen die meisten Kontakte aller Nürnberger. Von 57 Pässen kamen nur 68% bei seinen Mitspielern an, was aber auch daran lag, dass er 13 weite Bälle nach vorne schlug, von denen sechs bei seinen Mannschaftskollegen landeten.  Der kicker gab dem Innenverteidiger die Note 4, sportal.de bewertete ihn mit einer 3,5 etwas besser.

1. FSV Mainz 05 – SV Werder Bremen   3:0

Der SV Werder Bremen zeigte in Mainz eine seiner schwächsten Saisonleistungen und hatten den starken Gastgebern in dieser Begegnung so gut wie nichts entgegenzusetzen. Die Hausherren schossen insgesamt ganze 23 Mal aufs gegnerische Tor, so viele Schussversuche hatte Tuchels Truppe das letzte Mal vor drei Jahren! Werder-Stürmer Nils Peterson brachte die Hausherren schon nach fünf Minuten durch ein Eigentor in Führung, womit Bremen in der Bundesliga bei insgesamt 51 Eigentoren steht. Nur Eintracht Frankfurt machte in der Vereinsgeschichte einmal öfters dem Gegner ein Geschenk dieser Art.

Bei den Bremern begann Sebastian Prödl in der Innenverteidigung und Zlatko Junuzovic im rechten Mittelfeld. Die beiden Legionäre erhielten vom kicker die besten Noten aller Werder-Akteure, wobei die 3,5 für Sebastian Prödl etwas schmeichelhaft war. Der Abwehrspieler wirkte nicht so sicher wie in den vergangenen Wochen und sah insbesondere gegen Yunus Malli einige Male nicht glücklich aus. Auch die Zweikampfquote von 50% ist für einen Innenverteidiger weit vom Optimum entfernt, immerhin zeigte er aber auch in der Offensive etwas Präsenz und steuerte zwei Torschüsse und einen Torschuss-Assist bei. Prödl klärte sechs Mal den Ball aus dem eigenen Strafraum, machte zwei Tacklings und fing einen gegnerischen Pass ab. Während ihm der kicker die Note 3,5 gab, bewertete ihn sportal.de mit einer glatten 5, was wiederum etwas zu streng ist.

Zlatko Junuzovic mühte sich wie gewohnt im Mittelfeld ab und hatte insbesondere in der ersten Hälfte die eine oder andere gute Szene. Sein Defensivverhalten erwies sich aber schwächer als sonst und in den Zweikämpfen hatte er meist das Nachsehen. Junuzovic gewann nur 6 seiner 24 Duelle (25%), was für den ansonsten recht starken Zweikämpfer ein negativer Ausnahmewert ist. Der kicker gab ihm die Note 4, sportal.de bewertete ihn mit einer 4,5.

Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart  1:1

Der VfB Stuttgart war im Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach drauf und dran einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu schaffen, doch der Gladbacher Juan Arango erzielte in der 89. Minute den etwas glücklichen Ausgleich. Die Stuttgarter führten heuer insgesamt 18 Mal mit 1:0, konnten den Vorsprung aber nur sieben Mal über die Zeit bringen. Somit bleibt Huub Stevens Truppe am 15. Tabellenplatz und hat nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Martin Harnik begann im linken offensiven Mittelfeld und zeigte insbesondere in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, die er aber in den zweiten 45 Minuten nicht bestätigen konnte. Das Bemühen kann dem österreichischen Nationalspieler jedoch in keiner Weise abgesprochen werden, denn er legte mit 12,65 Kilometern die größte Laufdistanz aller Spieler zurück und bestritt unglaubliche 55 Zweikämpfe. Er gewann 24 seiner 31 Duelle (43,6%) was angesichts seiner hohen Durchschnittsposition ein recht guter Wert ist. Er machte zudem drei Tacklings und fing drei gegnerische Pässe ab. Weniger erfreulich ist, dass nur 52% seiner 46 Zuspiele bei seinen Mitspielern landeten – hier fehlte es ihm manchmal an Ruhe und Präzision. In der Offensive steuerte er zwei Torschüsse und zwei Torschuss-Assists bei, die jedoch leider nichts einbrachten. Sowohl der kicker, als auch sportal.de bewerteten ihn mit der Note 4.

Weitere Kurzeinsätze

Augsburg-Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser kam bei der 2:0-Niederlage gegen Hoffenheim in der 77. Minute ins Spiel und war in den verbleibenden Minuten mit zwei Torschüssen einer der auffälligsten Akteure am Platz. Philipp Zulechner wurde beim 2:0-Heimsieg der Freiburger gegen Braunschweig zehn Minuten vor Spielschluss eingewechselt und hatte keinen nennenswerten Szenen in dieser kurzen Zeit.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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