In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... abseits.at-Leistungscheck, 34. Spieltag 2014/15 (1)– Starkes Abschiedsspiel von Wimmer, zwei Assists von Junuzovic

_Kevin Wimmer - 1.FC KölnIn dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Im ersten Teil unseres Leistungschecks blicken wir zunächst auf Kevin Wimmer, der beim 2:2-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg seine letzte Partie für den 1. FC Köln absolvierte. Danach sehen wir und an, was Zlatko Junuzovic im Spiel gegen Borussia Dortmund zustande brachte.

1. FC Köln – VfL Wolfsburg   2:2

Der 1. FC Köln verteidigte seine Serie auch in der letzten Runde der deutschen Bundesliga und ist nach dem 2:2-Unentschieden nun schon seit zehn Spieltagen ohne Niederlage. Das letzte Mal gelang dies den Geißböcken vor 23 Jahren. Auch dass das Spiel mit einem Remis endete ist bezeichnend für diese Saison, denn das 2:2 bedeutete die 13. Punkteteilung für Peter Stögers Mannschaft. Die Fans bekamen eine unterhaltsame Partie zu Gesicht und freuten sich nach drei Minuten über das schnellste Tor ihres in der abgelaufenen Saison, das der Japaner Yuya Osako beisteurte. Der VfL Wolfsburg drehte das Spiel allerdings schnell und die Gäste führten schon nach 15 Minuten mit 2:1, nachdem Luiz Gustavo und Perisic ebenfalls trafen. Ein Eigentor vom Knoche markierte in der 61. Minute den Endstand zum 2:2. Der VfL Wolfsburg schloss die Saison mit 69 Punkten ab und erreichte damit genau die gleiche Punkteanzahl wie in der Meistersaison 2008/09.

Kevin Wimmer zeigte bei seinem letzten Auftritt für den 1. FC Köln weshalb er auf dem Transfermarkt heiß begehrt war. Er ließ sich das gesamte Spiel über nichts Grobes zu Schulden kommen, hatte Wolfsburg-Stürmer Bas Dost immer gut im Griff und überzeugte durch sein starkes Stellungsspiel. Im Aufbauspiel zeigte er viel Ruhe am Ball und Präzision in seinen Zuspielen. Er kam auf 66 Ballkontakte und spielte 55 Pässe, von denen 95% bei seinen Mannschaftskollegen ankamen. Wimmer fing einen gegnerischen Pass ab und klärte fünfmal den Ball aus dem eigenen Strafraum. Er versuchte sich auch das eine oder andere Mal in die Offensive einzuschalten und knapp vor der Pause hätte er auch beinahe seine gute Leistung mit einem Treffer gekrönt. Nach einem starken Solo traf er jedoch den Ball nicht richtig und vergab so seine beste Möglichkeit. Sowohl der kicker, als auch sportal.de gaben dem österreichischen Nationalspieler die Note 3.

Borussia Dortmund – SV Werder Bremen   3:2

Es war das zu erwartende emotionale Abschiedsspiel des Jürgen Klopp, der nach der Partie auf der Pressekonferenz jedoch wieder zu Scherzen aufgelegt war. Das knappe Ergebnis täuscht ein wenig über die klare Überlegenheit der Borussia hinweg, die die Partie dominierte und haushoch überlegen war. Besonders in der ersten Hälfte spielten die Hausherren die Gäste an die Wand, Öztunalis Anschlusstreffer nach einem Assist von Zlatko Junuzovic fiel praktisch aus dem Nichts. Für Werder gibt es in Dortmund jedoch weiterhin nichts zu holen, es war nun bereits die achte Niederlage in Folge bei den Borussen. Viktor Skripnik verlor zudem als Trainer das erste Mal zwei Meisterschaftsspiele hintereinander.

Zlatko Junuzovic steuerte im letzten Saisonspiel zwei Assists bei, wobei sich die Bremer beim Anschlusstreffer zum 3:2 in der 85. Minute beim ansonsten guten Schiedsrichter Gräfe bedanken müssen, der eine Abseitsstellung übersah. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Zlatko Junuzovic einen neuen Rekord in der deutschen Bundesliga aufstellte, denn insgesamt fiel zum 19. Mal in dieser Spielzeit nach einer Standardsituation von Junuzovic ein Treffer, was bisher keinem anderen Spieler gelang. Junuzovic steuerte in der gesamten Spielzeit 15 Assists bei und ist damit seit Erfassung der Torvorlagen der drittbeste Werder-Akteur. Nur Mesut Özil (2009/10) und Andi Herzog (1988/89) gelangen in einer Saison mehr Assists. Die beiden ehemaligen Werder-Spieler kamen damals auf jeweils 17 Torvorlagen. Junuzovic glänzte gegen Dortmund jedoch nicht nur mit seinen Vorlagen, sondern zeigte sich auch extrem aktiv und zweikampfstark im Mittelfeld. Er gewann 14 seiner 25 Duelle (56%), schoss zweimal selbst aufs Tor, schlug zwei Flanken und bereitete drei Torschüsse vor. Er kam auf 62 Ballkontakte und spielte 38 Pässe, von denen 68% bei seinen Mannschaftskollegen landeten. Er versuchte immer wieder den in die Schnittstellen der gegnerischen Viererkette und hätte durchaus einen weiteren Assists beisteuern können, wenn nicht Dortmund-Goalie Roman Weidenfeller sehr aufmerksam mitgespielt hätte und immer wieder die Zuspiele abfing. Der kicker bewertete Junuzovic mit einer 3,5, sportal.de gab ihm eine 2,5.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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