Julian Baumgartlinger empfängt mit dem 1. FSV Mainz 05 in der ersten Runde der deutschen Bundesliga den Aufsteiger FC Ingolstadt 04 und trifft dabei... Beförderung für Baumgartlinger und Bundesliga-Premiere für Hasenhüttl

Julian Baumgartlinger (FSV Mainz 05)Julian Baumgartlinger empfängt mit dem 1. FSV Mainz 05 in der ersten Runde der deutschen Bundesliga den Aufsteiger FC Ingolstadt 04 und trifft dabei auf zahlreiche Österreicher. Neben Trainer Ralph Hasenhüttl stehen mit Ramazan „Rambo“ Özcan, Markus Suttner und Lukas Hinterseer vermutlich gleich drei österreichische Legionäre in der Startaufstellung der Gäste!

Beförderung für Julian Baumgartlinger

Julian Baumgartlinger wird beim 1. FSV Mainz 05 in der neuen Saison nicht nur die Rolle des Staubsaugers im defensiven Mittelfeld einnehmen, sondern auch die Mannschaft als Kapitän auf den Platz führen! Ein großer Vertrauensbeweis für den österreichischen Nationalspieler, der seit Sommer 2011 bei seinem jetzigen Verein unter Vertrag steht und Ende der vergangenen Rückrunde bis 2019 verlängerte. Baumgartlinger wird sich auf einen neuen Mitspieler im defensiven Mittelfeld einstellen müssen, da Johannes Geis um satte 12 Millionen Euro zu Schalke 04 wechselte. Seinen Platz wird der Schweizer Fabian Frei einnehmen, der um 3,6 Millionen Euro vom FC Basel verpflichtet wurde. Die Mainzer lukrierten überhaupt einiges an Geld am Transfermarkt, denn neben Geis wurde auch Stürmer Shinji Okazaki um einen zweistelligen Millionenbetrag verkauft. Der Japaner wechselte um elf Millionen Euro zu Leicester City, wo er mit Christian Fuchs ebenfalls einen österreichischen Nationalspieler als Mannschaftskollegen hat. Während die Mainzer den Abgang von Geis geschickt mit Frei kompensierten, ist die Frage ob Stürmer Florian Niederlechner, der vom FC Heidenheim um zwei Millionen Euro verpflichtet wurde, Okazaki gleichwertig ersetzen wird können.

Hasenhüttl vertraut auf Kontinuität

Die neue Saison startete alles andere als perfekt, denn der FC Ingolstadt verlor gegen die SpVgg Unterhaching in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 2:1. Trainer Ralph Hasenhüttl meinte nach der Partie, dass seine Mannschaft nicht damit zurecht kam, als Bundesligist gegen ein kleineres Team zu spielen. Zum Auftakt soll sich seine Truppe ganz anders präsentieren und sich auf die Stärken besinnen. „Wir wollen so viel laufen, dass wir es dem Gegner schwer machen durchzukommen“, verspricht der Coach. Das Spiel gegen den Ball, die Eroberung der zweiten Bälle und bei Ballgewinn ein schnelles und schnörkelloses Spiel nach vorne waren in der letzten Saison die Stärken seiner Mannschaft.

Der österreichische Goalie Ramazan Özcan ist auch heuer fix gesetzt und bekommt mit Markus Suttner einen Landsmann zur Seite gestellt. Der Ex-Austrianer wechselte für 700.000 Euro zum FC Ingolstadt und wurde ab dem ersten Tag von seinem Trainer voll gefordert. Suttner soll vor allem in körperlicher Hinsicht robuster werden und kompromissloser agieren. Um seinen Platz in der Startaufstellung wird er sich gegen die Mainzer dennoch nicht sorgen müssen. Ansonsten hielten sich die Mainzer am Transfermarkt für einen Aufsteiger relativ vornehm zurück. Stürmer Elias Kachunga, Tormann Örjan Nyland und Innenverteidiger Romain Bregerie sind neben Suttner die einzigen Neuzugänge.

So wie Markus Suttner wird auch Offensivspieler Lukas Hinterseer von Beginn an gegen den 1. FSV Mainz 05 auflaufen. Bei der Pokalniederlage gegen Unterhaching traf der Österreicher auf seinen jüngeren Bruder Nicolas Hinterseer. Zu einem echten Bruderduell kam es jedoch nicht, da Nicolas nicht eingesetzt wurde. Der 20-Jährige spielte vergangene Saison noch in der zweiten Mannschaft des FC Kitzbühel (!) und erzielte dort 32 Meisterschaftstore, woraufhin er zum Spieler der Saison gewählt wurde. Wir halten ihm die Daumen, dass er sich nun auch beim Regionalligisten Unterhaching durchsetzen wird.

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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