Wir präsentieren euch das wichtigste vom letzten Spieltag der deutschen Bundesliga – mit besonderem Blick auf die Leistung der österreichischen Legionäre. Werder Bremen 3:0... Der 25. Spieltag in Deutschland: Österreicher lassen Bremen jubeln

_Florian Grillitsch - Werder Bremen, HoffenheimWir präsentieren euch das wichtigste vom letzten Spieltag der deutschen Bundesliga – mit besonderem Blick auf die Leistung der österreichischen Legionäre.

Werder Bremen 3:0 RB Leipzig

Tore: Zlatko Junuzovic (34.), Florian Grillitsch (59.), Florian Kainz (90.)

Angeführt von einem ganz starken Zlatko Junuzovic, holte Werder Bremen einen in dieser Deutlichkeit doch etwas überraschenden Heimerfolg über den Tabellenzweiten RB Leipzig. Der Sieg der Norddeutschen war in dieser Höhe aber durchaus verdient, auch wenn Leipzig über weite Strecken keine schlechte Leistung zeigte und in der einen oder anderen Szene das Matchglück, wie beim Aluminiumtreffer von Marcel Sabitzer, nicht auf ihrer Seite hatte.

Bremen zeigte sich hingegen enorm effektiv: drei der insgesamt vier Schüsse auf das Leipziger Tor fanden ihr Ziel. Den ersten Treffer für Werder erzielte Junuzovic mit einem sehenswerten Weitschuss, in den er seinen ganzen Willen reinlegte und die Leipziger kalt erwischte: bis zu diesem war die Partie noch ausgeglichen. Neben Junuzovic spielte auch dessen Partner im Mittelfeld, Florian Grillitsch, eine starke Partie. Nach einem Freistoßtrick von Junuzovic, der anstatt zu flanken den Ball flach reinbrachte, stand Grillitsch im Rückraum des Leipziger Strafraums komplett blank und wuchtete den Ball zum 2:0 in die Maschen.

Den österreichischen Hattrick perfekt machte Florian Kainz in der 90. Minute. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung stand Kainz nach einem Bremer Konter frei vor dem Tor und schob zu seinem ersten Bundesligatreffer ein.

Leipzigs Österreicher Marcel Sabitzer und Stefan Ilsanker zeigten jeweils, wie das gesamte Team, eine durchwachsene Leistung. RB verliert nach der bereits zweiten Niederlage in Folge im Kampf um die direkte Champions-League–Qualifikation immer mehr an Boden auf Dortmund sowie die TSG Hoffenheim.

Der 25. Spieltag in der Zusammenfassung

Während der SV Darmstadt 98 und der FC Ingolstadt nach ihren jeweiligen 0:1-Auswärtsniederlagen in Wolfsburg bzw. Dortmund so langsam die Planungen für die zweite Liga starten können, ist die Anzahl der potenziellen Relegationsteilnehmern an diesem Spieltag nochmals gestiegen.

Durch die Erfolge von Wolfsburg und Bremen rutschte das untere Tabellendrittel enger zusammen. Den aktuellen Inhaber des Relegationsplatzes der Hamburger SV (0:0 bei Eintracht Frankfurt) trennen derzeit nur vier Punkte von Bayer Leverkusen auf Platz elf. Nach der 0:1-Niederlage in Hoffenheim hat die Werkself wohl endgültig den Anschluss an die internationalen Plätze verloren. Viel bedenklicher ist jedoch, dass die Abstiegszone nach zuletzt vier sieglosen Spielen  – Bayer kassierte dabei drei Niederlagen – bedrohlich näher rückt. Und das, nach dem man Leverkusen vor der Saison ernsthafte Chancen auf die Meiserschaft bescheinigte.

Der FC Augsburg holte zwar einen Punkt daheim gegen den SC Freiburg, wobei sie eine ansprechende Leistung boten. Aufgrund der aktuell starken Bremer, Wolfsburger und Hamburger, kann man jedoch nur noch zwei Punkte Abstand auf den Relegationsplatz aufweisen. Genau wie der FSV Mainz übrigens. Die Rheinhessen verloren durch die 0:1-Heimniederlage gegen Schalke 04 bereits das zweite Spiel in Folge.

Wie eng es momentan in der Bundesliga zugeht, demonstriert das Beispiel Schalke. Vor zwei Wochen mussten sich die Knappen noch tendenziell nach unten orientieren, zwei Siege in Folge bringen Königsblau nun wieder in die Europa League – Verlosung. Schalke hat nur noch vier Punkte Rückstand auf den Sechsten, Peter Stögers 1.FC Köln. Die Geißböcke konnten ihr Heimspiel gegen Hertha BSC mit 4:2 für sich entscheiden. Kölns Torjäger Anthony Modeste traf dabei gleich dreimal. Keine Positionierung demonstriert die momentane Situation in der Bundesliga aber so gut, wie die von Borussia Mönchengladbach. Die 0:1-Niederlage gegen Bayern München ist gleichbedeutet  mit Platz zehn und 32 Punkten. Damit liegen die Fohlen fünf Punkte hinter dem ersten Europa League – sowie fünf Punkte vor dem Relegationsplatz.

Die Leistung der Österreicher

Aleksandar Dragovic klebt weiterhin das Pech an den Füßen. Gegen Hoffenheim zeigte er sich wiederholt schwach in der Zweikampfführung und patzte zudem vor dem 1:0 von Sandro Wagner. Julian Baumgartlinger zeigte sich zwar bemüht im defensiven Mittelfeld, wobei aber auch er seiner Mannschaft offensiv keine entscheidenden Impulse geben konnte

David Alaba lieferte in Gladbach eine solide, aber unauffällige Partie ab. Weder offensiv noch defensiv konnte sich Alaba sonderlich auszeichnen. Zum Sieg reichte es dank des Treffers von Thomas Müller aber trotzdem.

Markus Suttner setzte während des Spiels bei Borussia Dortmund mal wieder vor allem mit gefährlichen Standardsituationen für Gefahr. Zum Leidwesen der Ingolstädter konnte jedoch keiner von Suttners Kollegen Kapital aus Suttners guten Vorlagen schlagen. Am Ende reichte der Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang für einen schmeichelhaften 1:0-Erfolg der Dortmunder.

Guido Burgstaller erzielte gegen Mainz zwar keinen Treffer, rieb sich offensiv aber erneut kämpferisch auf und bereitete das Tor von Sead Kolasinac vor. Burgstaller gab keinen Torschuss ab. Alessandro Schöpf spielte diesmal wieder etwas offensiver als zuletzt und konnte seine Stärken, zumindest in dieser Partie, dadurch besser einbringen. Dennoch blieb Schöpf eher unauffällig.

Martin Hinteregger stand beim 1:1 gegen den SC Freiburg hinten sehr sicher und sorgte auch vorne immer wieder für Gefahr. Anders als gegen Leipzig konnte er sich aber diesmal nicht als Torschütze auf die Anzeigetafel bringen, auch wenn er einige sehr gute Gelegenheiten dazu hatte. Sein Partner in der Dreierkette hieß dieses Mal wieder Kevin Danso, der seinen Part ruhig und abgeklärt erfüllte – und das mit 18 Jahren im erst zweiten Bundesligaeinsatz. Chapeau! Auch Landsmann Georg Teigl, der von Beginn an ran durfte, zeigte defensiv eine ansprechende Vorstellung. Er bereitete zudem das 1:0 durch Konstantinos Stafylidis vor. Die Führung für die Freiburger erzielte Florian Niederlechner.

Michael Gregoritsch wurde gegen Frankfurt erneut nur eingewechselt und passte sich gleich dem schwachen Niveau der Partie an.

Die Aufreger rund um den Spieltag

Nach 330 Tagen nach dem Bekanntwerden seiner Krebserkrankung feierte Marco Russ im Heimspiel gegen den HSV für Eintracht Frankfurt sein Comeback in der Startelf. Das letzte Mal stand Russ am 19. Mai 2016 in der Anfangsformation der Hessen. Russ musste aufgrund der Diagnose Hodenkrebs zwei Chemotherapien über sich ergehen lassen. Seine Rückkehr auf den Fußballplatz wollte Russ auch als Botschaft verstanden wissen: „Meine Geschichte zeigt, dass man solche Krankheiten überstehen kann“, sagte Russ: „Ich sehe mich schon als Vorbild und genieße jeden Einsatz.“ Sein Trainer Niko Kovac bescheinigte Russ bei seinem Startelf – Comeback eine starke Leistung.

Ral, abseits.at

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