Nach dem Nachholspiel zwischen dem SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt unter der Woche ist die Tabelle der deutschen Bundesliga nun vollständig. Da der... Deutsche Bundesliga: Das Abstiegsgespenst geht um

Nach dem Nachholspiel zwischen dem SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt unter der Woche ist die Tabelle der deutschen Bundesliga nun vollständig. Da der Kampf um die Meisterschaft – mal wieder –frühzeitig entschieden ist (Spoiler: die Bayern holen sich den achten Titel in Folge), werfen wir einen Blick auf jene Tabellenregion, die noch Spannung verspricht: der Kampf gegen den Abstieg.

Zur Einordnung gleich einmal vorneweg: Der Tabellenletzte SC Paderborn wird am Ende dieser Saison den Gang in die Zweite Liga antreten müssen. Alles andere würde einer der größten Sensationen gleichkommen, die die deutsche Bundesliga je gesehen hat. Nach der jüngsten 1:6-Pleite im Heimspiel gegen Borussia Dortmund weisen die Westfalen bereits einen Abstand von acht Punkten auf den Relegationsplatz auf. Bei nur noch fünf ausbleibenden Spielen, bedarf es im Fall Paderborn wohl keiner tiefgreifenden Analyse mehr.

Das Vorhersagemodell von FiveThirtyEight sieht die Möglichkeit eines Abstiegs des SCP daher auch bei 99 Prozent. Für den Vorletzten Werder Bremen sehen die Chancen auf den Klassenverbleib nicht ganz so düster aus. Dennoch erlitten die Hoffnungen der Norddeutschen mit der 0:3-Niederlage im Nachholspiel vom 24. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt einen ziemlichen Dämpfer.

Nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen sah es zunächst so aus, hatten sich die Aussichten des Teams von Trainer Florian Kohfeldt deutlich verbessert. Zumal die Bremer Defensive in diesen Partien keinen Treffer zuließ. Gegen die Eintracht passte sich die Leistung jedoch wieder dem bisherigen Torverhältnis an: Im Angriff ist Bremen viel zu harmlos, während man in der Defensive große Probleme – vor allem mit der Verteidigung von hohen Bällen und Standards – hat.

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Die Grün-Weißen haben mit einem Torverhältnis von -32 das Schlechteste der gesamten Bundesliga. Aktuell sind es auf Fortuna Düsseldorf und den Relegationsplatz aber nur zwei Punkte Rückstand. Die Fortuna spielt seit dem Trainerwechsel von Friedhelm Funkel zu Uwe Rösler mitunter guten Fußball, jedoch belohnt sich die Mannschaft dafür viel zu selten. Exemplarisch hierfür steht das Unentschieden Ende Februar gegen Hertha BSC, als Düsseldorf einen 3:0-Vorsprung noch verspielte.

Auch bei den folgenden Punkteteilungen gegen den 1. FSV Mainz 05 und Paderborn war die Fortuna klar überlegen, ein Dreier sprang am Ende dennoch nicht heraus. Gegen den Lokalrivalen vom 1. FC Köln stand es bereits 2:0, was jedoch ebenfalls nicht für einen Sieg reichte. Kurzum: Düsseldorf sollte eigentlich eine viel bessere Ausgangslage im Abstiegskampf vorweisen können. Das dem nicht so ist, daran ist man vor allem selbst schuld.

Bei einem Blick auf das Restprogramm der Fortuna könnte sich das bitter rächen, denn die nächsten drei Gegner lauten TSG Hoffenheim, Borussia Dortmund und RB Leipzig. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Düsseldorf nach diesen Spielen auf einem direkten Abstiegsplatz steht. Konkurrent Bremen trifft am nächsten Spieltag zuhause auf den VfL Wolfsburg und muss anschließend gegen Paderborn ran. Danach wartet der FC Bayern, während die letzten beiden Spieltage mit Mainz und Köln schlagbare Gegner parat halten. Düsseldorf hat mit dem FC Augsburg und Union Berlin hier gleichermaßen machbare Aufgaben.

Denn sowohl Augsburg als auch Union sind ebenfalls nicht frei von Abstiegssorgen. Beide Teams stehen mit jeweils vier Punkten Vorsprung gegenüber Düsseldorf auf den Plätzen 13 respektive 14. Vor allem die Entwicklung von Union nach der Corona-Zwangspause ist bedenklich, drei der letzten vier Spiele gingen verloren.

Bei den Augsburgern hingegen hat der Trainerwechsel von Martin Schmitt zu Heiko Herrlich bislang keinen großen Effekt gezeigt. Dies gilt im selben Maße für die Mainzer auf Platz 15. Die Rheinhessen entließen ihren vorherigen Coach Sandro Schwarz bereits im November 2019. Dafür übernahm Achim Beierlorzer, der jedoch bislang weder spielerisch noch im Hinblick auf die Ergebnisse für eine Verbesserung sorgen konnte.

Die Defensive bereitet dabei die meisten Probleme: Mainz hat schon 62 Gegentore kassiert, gemeinsam mit Bremen der schlechteste Wert der Liga. In den verbleibenden fünf Spielen warten mit Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen noch harte Brocken auf den FSV. Jedoch kann man in den direkten Abstiegsduellen gegen Augsburg und Werder die Rettung aus eigener Kraft schaffen.

FiveThirtyEight beziffert die Möglichkeit eines Abstiegs der Mainzer auf immerhin 24 Prozent. Die Lage für Düsseldorf (38 Prozent) sieht da schon schlechter aus, während Bremen mit einer Wahrscheinlichkeit von 64 Prozent schon deutlich mit dem Rücken zur Wand steht. Doch gerade der Kampf gegen den Abstieg hat in der Bundesliga-Geschichte schon für viele Überraschungen gesorgt. Zugegeben, eine Floskel. Dennoch sind die Voraussetzungen für ein dramatisches Finish mal wieder gut.

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