Kein Platz beim FC Bayern München: Palhinha vor dem Absprung?
Deutschland 28.Februar.2025 Andreas Nachbar
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Die Freude beim FC Bayern München war groß, als man den Portugiesen João Palhinha im Sommer 2024 an der Säbener Straße begrüßen durfte. Besonders im Hinblick auf den Status des absoluten Wunschspielers und vor dem Hintergrund des geplatzten Transfers im Herbst 2023 ist der zweikampfstarke Mittelfeldakteur in München mit großen Erwartungen konfrontiert – diese konnte er jedoch nicht erfüllen. Steht der Portugiese nach nur einem Jahr schon auf der Verkaufsliste des deutschen Rekordmeisters, oder öffnet sich für ihn eine Hintertür zu den Stammplätzen?
Palhinha – Verkaufskandidat statt Mittelfeldmotor?
João Palhinha galt als der Wunschtransfer der Münchener. Kein Wunder, war doch das Mittelfeld vor der Saison eine der großen Baustellen in den Mannschaftsteilen. Die Zukunft von Leon Goretzka war lange ungewiss, galt er doch als Abgangskandidat. Ähnlich sah die Situation bei dem „unersetzbaren“ Kimmich aus, der immer wieder aufgrund des auslaufenden Vertrags mit Manchester City oder dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wurde. Der ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer wurde immer mehr zum Rechtsverteidiger umgeschult und kam nur selten im Zentrum zum Einsatz. Dann gibt es noch Aleksandar Pavlović. Das junge Talent überzeugte zwar in der vergangenen Saison in seinen Auftritten, doch konnte man dem 20-Jährigen schon früh so viel Verantwortung übertragen?
Eine Lösung musste her: João Palhinha. Der Portugiese, der schon im Herbst 2023 den Medizincheck in München absolvierte, wurde für eine kolportierte Ablösesumme von 50 Millionen Euro vom FC Fulham verpflichtet. In der letzten Saison überzeugte der 29-Jährige mit starken Zweikampfwerten. Rund 60 Prozent aller Zweikämpfe konnte der portugiesische Teamspieler für sich entscheiden. Mit diesem Wert stellte er wiederholt einen der besten Zweikämpfer im europäischen Spitzenfußball dar. In München kam er bisher jedoch kaum zum Zug. Insgesamt 653 Minuten in wettbewerbsübergreifend 15 Spielen stand Palhinha für die Bayern auf dem Platz. Eine Zwangspause aufgrund eines Muskelbündelrisses kostete dem Portugiesen die Chance, den Ausfall von Pavlović nutzen zu können. Kaum war Palhinha im Mannschaftstraining zurück, legte ihn eine Grippe lahm. Der noch vor der Saison abgeschriebene Goretzka nutzte hingegen seine Chance und spielte sich durch starke Leistungen und einen Doppelpack gegen den VfL Wolfsburg ins Rampenlicht. Auch Pavlović überzeugte nach seiner Rückkehr und bildet mit Kimmich ein stabiles und zugleich kreatives zentrales Mittelfeld.
Wirft man einen Blick auf die Statistik der vier zentralen Strategen bei den Münchenern, weist Palhinha ähnliche gute Werte auf wie seine Konkurrenz. Wenig überraschend gewinnt Palhinha wieder 60,3 Prozent aller Zweikämpfe und muss sich nur Pavlović (62,7 Prozent) geschlagen geben. Kimmich hinkt hier mit 58,4 Prozent etwas hinterher, während auch Goretzka rund 60 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnt. Ebenfalls auf Platz zwei liegt der Portugiese bei der Passgenauigkeit (93,6 Prozent) hinter Youngster Pavlović (94,3 Prozent). Kimmich liegt hier nur knapp hinter dem Duo (93,1 Prozent), während Goretzka mit 90,3 Prozent im Vergleich etwas Nachholbedarf hat.
Profitiert Palhinha von möglichem Kimmich-Abgang?
Die Zahlen sprechen für das portugiesische Zweikampf-„Monster“ und dennoch findet er kaum im Spiel der Münchener statt. Platzt sein in Erfüllung gegangener Traum nach nur einem Jahr, oder öffnet sich für ihn durch einen ablösefreien Abgang von Kimmich eine Hintertür? Schon seit langer Zeit befindet sich die Führungsetage des FC Bayern in Vertragsverhandlungen mit Joshua Kimmich, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft. Lange sah es nur nach einer Frage der Zeit aus, bis der Mittelfeldregisseur sein neues Arbeitsdokument unterschreibt. Doch eine Vertragsverlängerung scheint nach den neuesten Ereignissen an der Säbener Straße eher unwahrscheinlich. Nach Meldungen der „Bild“, die von Sky mittlerweile bestätigt wurden, soll der deutsche Rekordmeister das Vertragsangebot für den 30-Jährigen zurückgezogen haben. Der Grund hierfür soll die Unentschlossenheit des Nationalmannschaftskapitäns sein. Die Chefetage rund um Sportdirektor Christoph Freund kann nicht nachvollziehen, weshalb Kimmich so lange zögert, das Angebot über mehr als 20 Millionen Euro Jahresgehalt zu unterschreiben. Eine Vertragsverlängerung ist zwar noch nicht endgültig vom Tisch, könnte sich allerdings schwieriger gestalten.
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