Nach einer hervorragenden Saison als Stammspieler für Red Bull Salzburg unter Trainer Oscar García wagte Konrad Laimer im Sommer den Sprung in die deutsche... Legionärs-Check: Wie sich Konrad Laimer in Leipzig entwickeln wird

Nach einer hervorragenden Saison als Stammspieler für Red Bull Salzburg unter Trainer Oscar García wagte Konrad Laimer im Sommer den Sprung in die deutsche Bundesliga. Für einige war der Wechsel zu RB Leipzig, letzte Saison Zweiter in der deutschen Bundesliga, von sehr kontroverser Natur, da er die Diskussionen über die Beziehungen der beiden Vereine neu entfachte.

Dies schien den jungen Mittelfeldspieler jedoch nur bedingt zu stören, hatte er doch zehn Jahre bei den Salzburgern verbracht. 2007 war er von Abersee zu Salzburg gewechselt, durchlief die Jugendmannschaften, die Akademie und spielte für Liefering. Nun, angekommen in der großen Fußballwelt der deutschen Bundesliga, stehen einige Herausforderungen an.

Die Konkurrenz

Als defensiver Mittelfeldspieler hat Laimer einige starke Konkurrenten gegen die er sich durchsetzen muss. Seine Qualitäten hat er natürlich vor allem im Pressing – er ist wohl einer der ersten, richtig entwickelten RB-Spieler. Seine Athletik paart er mit gutem taktischem Verhalten, mit Dynamik weiß er Passoptionen zu verstellen und Gegner entsprechend anzulaufen. Auch im Gegenpressing zeigt er sich antizipativ und reaktionsstark.

Dies sind alles Qualitäten die bei Leipzig gefragt sind, jedoch auch bei den Konkurrenten mehr oder weniger vorhanden sind. Primär muss sich Laimer gegen Diego Demme, Nationalmannschaftskollegen Stefan Ilsanker, Dominik Kaiser und Naby Keita durchsetzen. Hinzu kommt der Transfer von Kevin Kampl, der ebenfalls im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden kann, jedoch ist noch nicht ganz klar, wie Ralph Hasenhüttl mit ihm plant.

Natürlich kann man sich fragen, weshalb Konrad Laimer bei derartiger Konkurrenz den Schritt ins Ausland gewagt hat. Man darf hierbei nicht außer Acht lassen, dass Laimer erst 20 Jahre alt ist und sich noch viel entwickeln kann. Dies wird er allein schon im Training gegen starke Mitspieler können. Zudem wird er auf jeden Fall eine gewisse Anzahl an Einsätzen bekommen, zwei Mal wurde er bereits in der Bundesliga eingesetzt. Dass Leipzig in der Champions League spielt, ist natürlich ebenso ein großer Faktor. Laimer wird sich gegen die besten der Welt messen können, davon wird er in seiner Entwicklung stark profitieren.

Laimers Chancen

Das erste, vielleicht auch das zweite Jahr könnte anders erfolgen als es die Fußball-Öffentlichkeit in Österreich vielleicht erwartet. Mit weniger Einsatzzeit muss gerechnet werden, selbst wenn man sich dies nicht für das 20-jährige Talent wünscht. Dennoch wird man vor allem aufgrund der dreifach-Belastung DFB Pokal, Bundesliga und Champions League bei den Leipzigern rotieren müssen. Fitness und Frische sind, vor allem bei diesem Spielstil, den man bei RB pflegt, oberstes Gebot. Im Kombinationsspiel zeigte sich Laimer schon bei Salzburg gut, bei Leipzig könnte dies etwas sein wo er sich noch etwas verbessern muss. Auch das strategische Passspiel könnte ein weiterer Aspekt sein, da sich die Mannschaften der deutschen Bundesliga schon auf den Leipziger Spielstil einzustellen begonnen haben und womöglich fortlaufend mehr den Ballbesitz abgeben werden.

Man kann jedoch zuversichtlich auf Laimers Entwicklung blicken, es wird interessant zu sehen sein wie sich der junge Salzburger in der Bundesliga und Champions League schlägt.

David Goigitzer, abseits.at

David Goigitzer

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