RB Leipzig und Marcel Sabitzer konnten in den letzten drei Spielen nicht wirklich überzeugen. Sie verloren das letzte Spiel gegen das Tabellenschlusslicht 1. FC... Marcel Sabitzers Leistung gegen Borussia Dortmund

RB Leipzig und Marcel Sabitzer konnten in den letzten drei Spielen nicht wirklich überzeugen. Sie verloren das letzte Spiel gegen das Tabellenschlusslicht 1. FC Köln und in der Europa League ging das Rückspiel gegen Napoli ebenfalls verloren, wobei der Aufstieg in die nächste Runde aufgrund des starken Hinspiels dennoch klappte. Nun musste RB Leipzig in der 25. Runde im eigenen Stadion gegen Borussia Dortmund ran.

Die Gastgeber fingen mit einer 4-2-2-2 Formation. Marcel Sabitzer spielte als rechter Zehner hinter den beiden Stürmern. Zunächst wurde von Leipzig ein wenig höher als die Mittellinie gepresst. Die zwei Stürmer versuchten den Pass auf die Außenverteidiger zu erzwingen, wo dann Sabitzer oft bereit stand um den Gegner zu attackieren. Auch wenn der gegnerische Außenverteidiger den Raum vor ihm attackierte sprintete Sabitzer nach, um ihn unter Druck zu setzen. Der Österreicher schob auch sehr weit auf die ballferne Seite, um nicht nur den Raum für die Gegner noch enger zu machen, sondern bei Ballgewinn auch direkt eine Anspielstation in der Mitte zu sein. Im Konter versuchte Sabitzer so schnell wie möglich einen Mitspieler zu finden und nicht in den freien Raum zu dribbeln. Oft probierte er es direkt in die Spitzen zu den Stürmern zu spielen oder legte zweimal mit der Ferse direkt ab, wo der Mitspieler dann direkt weiterspielen oder ein Dribbling starten konnte. Man merkt, dass bevor Sabitzer einen Pass spielt, er schon vorausdenkt, welchen Pass der Mitspieler ausführen kann. Im eigenen Ballbesitz befand er sich sehr oft im rechten Halbraum und erwartete dort die vertikalen Pässe vom Innenverteidiger oder dem Außenverteidiger, die auch einige Male im Spiel ankamen. Außerdem konnte Sabitzer durch seinen schnellen Antritt sich öfters vom Gegner lösen und somit Fouls provozieren oder auch Konter weiter am Leben halten. Bei Ballverlust wurde besonders zu Beginn der beiden Hälften stark gegengepresst. Der Ballführende wurde direkt von zwei bis drei Spielern attackiert. Das änderte sich jedoch im Laufe der Halbzeiten, da die Akteure weniger Kraft hatten.

Spielverlauf

In den ersten Minuten der ersten Halbzeit konnte nach einer Kombination im Mittelfeld eine Flanke aus dem Halbraum von Sabitzer in den Sechzehner gebracht werden, doch die Flanke wurde noch rechtzeitig geklärt. Nach 20 bis 25 Minuten gab es zwei Abseits-Tore der Dortmunder. In der 30. Minute war aber RB Leipzig dran. Nach einem Einwurf wurde Schürrle von zwei Spielern gepresst und nach dem Ballgewinn konnte Augustin in die Tiefe geschickt werden, der zum 1:0 traf. Allerdings konnte 10 Minuten vor der Pause, nachdem Dahoud einen Steilpass, der die ganze Abwehr überspielte, zu Reus anbrachte und er den Tormann ausspielte, das 1:1 erzielt werden. Beide Seiten kamen in der zweiten Halbzeit zu ein paar Möglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzen. Auch Sabitzer kam zweimal zum Abschluss, jedoch wurden die Schüsse geblockt.

Fazit

Marcel Sabitzer agierte im Pressing hervorragend und zwang oft den Gegner zu ungewollten Lösungen. Auch bei Ballgewinn versuchte er stets als Anspielstation zu dienen oder einen Lauf in den freien Raum zu machen um Gegenspieler zu binden. Hinzu kommt, dass ein paar Mal den eigenen Außenverteidiger absicherte, falls dieser sich in den Angriff eingebunden hat oder als Ballführender den Raum attackierte. Sabitzer zeigte sich laufstark und absolvierte eine Laufdistanz von 11,9 Kilometern. Er gewann auch 57,1% seiner Zweikämpfe was aufgrund seiner relativ hohen Position ein toller Wert ist. Insgesamt kam er auf 80 Ballkontakte und spiele 46 Pässe, von denen 72% bei seinen Mitspielern ankamen. Der Österreicher zeigte eine starke Leistungen gegen einen guten Gegner.

Simon Goigitzer, abseits.at

Simon Goigitzer

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