Der SV Werder Bremen kam am Wochenende zu einem 2:1-Auswärtssieg gegen den Tabellenletzten aus Augsburg. Edeljoker Claudio Pizarro, der in der Halbzeit für Stürmer... Zlatko Junuzovic mit Assist bei Werder-Sieg in Augsburg

Zlatko Junuzovic - Werder Bremen_abseits.atDer SV Werder Bremen kam am Wochenende zu einem 2:1-Auswärtssieg gegen den Tabellenletzten aus Augsburg. Edeljoker Claudio Pizarro, der in der Halbzeit für Stürmer Anthony Ujah ins Spiel kam, brachte die Gäste in der 58. Minute in Führung, elf Minuten später erhöhte der starke Fin Bartels nach einem Assist von Zlatko Junuzovic auf 2:0. Der Anschlusstreffer der Hausherren durch Verhaegh fiel erst in der Nachspielzeit per Elfmeter.

Statistiken rund um die Partie

Der FC Augsburg bereitet in der aktuellen Saison den Fans im eigenen Stadion nur wenig Freude, denn im siebten Heimspiel setzte es gegen Werder bereits die fünfte Pleite. Damit verlor die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl bereits mehr Partien vor heimischem Publikum, als in der ganzen vergangenen Spielzeit. Nach dem 3:1-Auswärtssieg in Mainz dürfen sich die Bremer über den zweiten Auswärtserfolg in Serie freuen – dies gelang zuletzt vor viereinhalb Jahren! Werder tut sich momentan in den Auswärtsspielen leichter, denn von den 13 Punkten in dieser Saison holten die Bremer zehn auf fremden Plätzen. Der späte Anschlusstreffer der Hausherren bedeutet, dass Werder aktuell die einzige Mannschaft in der Bundesliga ist, die in jedem Meisterschaftsspiel einen Treffer hinnehmen musste. Mit seinem 177. Bundesliga-Tor holte Claudio Pizarro übrigens Dieter Müller und Klaus Allofs ein und befindet sich nun in der ewigen Torschützenliste auf Platz sieben.

Angeschlagener Junuzovic in Startaufstellung

Viktor Skripnik vertraute wie zuletzt auf sein 4-1-4-1-System und stellte Zlatko Junuzovic halbrechts im Mittelfeld auf. Hinter dem Einsatz des Kapitäns stand ein kleines Fragezeichen, denn der österreichische Nationalspieler laboriert seit Wochen an einer Kniesehnen-Entzündung und muss Medikamente nehmen, um halbwegs schmerzfrei spielen zu können. In Absprache mit Marcel Koller sagte er das Trainingslager der Nationalelf in Alicante und das anschließende Freundschaftsspiel gegen die Schweiz ab, um in der Länderspielpause seine Verletzung auszukurieren. Sicher die richtige Entscheidung, da sonst die Gefahr besteht, dass die Kniesehnen-Entzündung chronisch wird.

Zahlreiche Schlüsselpässe

Trotz dieses Handicaps machte Junuzovic eine richtig gute Partie. Der Österreicher war enorm aktiv und lief mit 11,61 Kilometer mehr als jeder andere Spieler am Platz. In einer sehr zerfahrenen und von Zweikämpfen dominierten Partie, brachte er noch ehesten Struktur ins Angriffsspiel seiner Mannschaft und sorgte mit zahlreichen Schlüsselpässen dafür, dass seine Mitspieler zu Abschlüssen kamen. Er legte insgesamt sechs Torschüsse seiner Mannschaftskollegen auf, wobei ein Zuspiel in der 69. Minute auf Fin Bartels einen Treffer nach sich zog. Junuzovic kam auf 40 Ballkontakte und spielte 24 Pässe, von denen 75 Prozent bei seinen Mitspielern ankamen. Er selbst schoss zudem dreimal aufs gegnerische Tor. Der Mittelfeldmotor der Bremer fing einen gegnerischen Pass ab, blockte zwei Schüsse ab und klärte zweimal den Ball aus dem eigenen Strafraum. Nur seine Zweikampfbilanz mit drei aus elf gewonnenen Duellen (27,3%) fällt schwach aus. Nichtsdestotrotz eine sehr starke Partie des österreichischen Nationalspielers, der vom kicker und von sportal.de die Note 2,5 erhielt.

Das sagen die Trainer nach der Partie

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): „Ich kenne solche Spiele von meiner Mannschaft. Wir agieren und agieren gegen einen Gegner, der kompakt steht, betreiben viel Aufwand. Aber es fehlt die letzte Durchschlagskraft. Dazu haben wir auch den ersten Fehler gemacht, den Pizarro eiskalt ausnutzt. Das ist eben Qualität.“

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen): „Wir sind natürlich sehr glücklich, wenn man die Tabellensituation sieht. Wir haben geackert, aber auch das Spiel nach vorne nicht vergessen. Pizarro hat gezeigt, dass er nicht nur ein großer Name ist, sondern auch ein großer Spieler. Eine Chance, ein Tor – das ist Wahnsinn.“

Stefan Karger, www.abseits.at

Stefan Karger

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