Seit diesem Jahr spielt Andreas Weimann in der zweiten englischen Liga für Derby County. Nachdem er letztes Jahr bei Wolverhampton nicht wirklich zum Zug... Analyse: Starke Weimann-Leistung gegen Birmingham

Seit diesem Jahr spielt Andreas Weimann in der zweiten englischen Liga für Derby County. Nachdem er letztes Jahr bei Wolverhampton nicht wirklich zum Zug gekommen war, konnte er jetzt schon viel Spielzeit und einen Assist verbuchen. Nach einigen Startschwierigkeiten liegt er mit Derby County nun in der oberen Tabellenhälfte. Am 9. Spieltag gastierte Birmingham City im Pride Park Stadium. Nach dem schlechten Resultat im letzten Spiel sollten Andreas Weimann und seine Mannschaft punkten.

Organisation

Die Formation von Derby County war ein 4-2-3-1, wobei sie im Pressing oder in der Defensive in einem 4-4-2 agierten. Andreas Weimann spielte von Beginn an im linken Mittelfeld. Im Ballbesitz von Derby County bewegt er sich von der Außenbahn in den Halbraum, um sich dort anzubieten. Öfters ließ er sich auch noch weiter in die Mitte fallen und agierte als Zehner. Dabei bewegte sich Vydra auf die Außenbahn, um Variation in der Mannschaft zu schaffen. In der zweiten Halbzeit rückte auch der Außenverteidiger auf. Einige Male kam es sogar dazu, dass er sich bis in den Sechser Raum bewegte. Daraufhin rückten entweder Huddlestone oder Johnson in Richtung des gegnerischen Tores. Falls der linke Außenverteidiger den Ball hatte, bot sich Weimann für den kurzen Pass auf der Außenbahn an.

Bei Ballverlust wurde von Derby County gegengepresst. Es wurde versucht, den Ballführenden sofort wieder unter Druck zu setzen, damit der Ball geklärt werden musste. Bei Ballgewinn wurde versucht schnell die in die Spitze zu spielen. Andreas Weimann sprintete nach Balleroberung praktisch immer in die Tiefe. Damit schaffte er eine Passoption, wenn ein hoher Ball über die Abwehr möglich ist, oder zog einen Gegner mit sich und erzeugte mehr Platz für den Ballführenden.

Im Ballbesitz von Birmingham wurde von den Gastgebern phasenweise im gegnerischen Drittel attackiert. Dabei stellte Weimann den Außenverteidiger als Passmöglichkeit zu oder presste den Innenverteidiger an. Durch Nutzung des Deckungsschattens konnte der Außenspieler nicht angespielt werden und der Innenverteidiger konnte nur noch zum Tormann spielen oder musste den Ball klären.  Falls nicht in der gegnerischen Hälfte attackiert wurde, zog man sich weit zurück und attackierte erst ab der Mittellinie. Der Österreicher blieb dann auf der Seite und versuchte somit den Gegner auf die Außenbahn zu leiten.

Spielverlauf aus Sicht von Weimann

In den ersten Minuten kam es schon dazu, dass sich Weimann nach innen fallen ließ, um sich dort anzubieten. Er bewegte sich sogar bis in den Sechserraum wo er den Ball bekam, aber wieder prallen ließ, obwohl er sich aufdrehen und die Mittelfeldreihe andribbeln hätte können. Auch in den nächsten Situationen, als Derby County im Ballbesitz war, ließ sich Weimann in den Zehnerraum fallen und Vydra konnte nach außen schieben. Nach einer Viertelstunde konnte Weimann nach einem gewonnenen Kopfball vom Innenverteidiger den zweiten Ball gewinnen und startete so auch gleich einen Konter. Man merkte, dass Weimann sich gut in die Mannschaft eingespielt hat, weil er in vielen Offensivaktionen beteiligt war und mit seinen Mitspielern kombinieren konnte. Nach ungefähr 20 Minuten konnte er sein gutes Pressingverhalten ausnutzen. Der Österreicher presste den Außenverteidiger an. Der Stürmer, David Nugent, stellte den Innenverteidiger zu, damit der Außenspieler keine Anspielstation hatte. Während des Pressings versuchte er den Ball zu klären, schoss aber Weimann ab und der Ball prallte zu Nugent. Er kam aber nicht zum Abschluss. Zehn Minuten vor Pausenpfiff kam es zu ersten großen Chance des Spieles. Derby Countys Stürmer bekam den Ball am 16er-Eck. Weimann konnte hinterlaufen und zieht somit kurz die Aufmerksamkeit auf sich, damit Nugent zum Abschluss kommen konnte. Doch der Tormann parierte den Schuss gerade noch. In der zweiten Halbzeit spielte sich viel im Mittelfeld ab, wodurch auch nicht viele Chancen zu Stande kamen. In der 66. Minute wurde Weimann ausgewechselt.

Fazit

Andreas Weimann konnte vor allem in der ersten Halbzeit seine Fähigkeiten, wie Kombinationsstärke, Schnelligkeit oder Pressingverhalten, zeigen. Auch bei einigen Chancen war er mitbeteiligt. Jedoch fehlte es bei einigen Pässen an der Genauigkeit, sodass seine Mitspieler bei der Annahme Probleme hatten.  Aber trotz einer guten Partie wurde er eine halbe Stunde vor Schluss ausgewechselt.

Simon Goigitzer, abseits.at

Simon Goigitzer

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