Mehr als die Hälfte der Meisterschaft ist gespielt. So wie der Kampf an der Spitze wird auch jener um die Abstiegsplätze immer heißer. Am... Kampf gegen den Abstieg und Revanche für die Cup-Pleite – Das ist die 21. Runde der Premier League

Premier LeagueMehr als die Hälfte der Meisterschaft ist gespielt. So wie der Kampf an der Spitze wird auch jener um die Abstiegsplätze immer heißer. Am Wochenende empfängt der FC Fulham im Kellerduell Sunderland, für beide wäre ein Sieg immens wichtig. Ebenfalls von Wichtigkeit wäre ein Sieg für Manchester United. Im FA Cup verlor man zuletzt gegen Swansea 1:2, flog aus dem Bewerb. Am Samstag bietet sich für die „Red Devils“ die Möglichkeit zur Revanche.

FC Fulham – AFC Sunderland
Craven Cottage | Samstag, 16:00 Uhr

Nicht nur der Kampf an der Tabellenspitze ist im Moment heiß, auch am Ende der Tabelle wird im Abstiegskampf gefightet. So auch Fulham und Sunderland, die sich im Kellerduell der 21. Runde gegenüberstehen. Der FC Fulham verwies zuletzt West Ham – ebenfalls Abstiegskandidat – auf Rang 19, setzte sich ein wenig (zwei Punkte) von den letzten Drei ab. Sunderland hingegen musste gegen Aston Villa eine 0:1-Niederlage hinnehmen, liegt seit sieben Spielen auf dem letzten Tabellenrang. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Tabellen-16. Fulham.

Schaut man sich die Statistiken an, steht ein ausgeglichenes Match bevor. Aus den letzten drei direkten Begegnungen gingen beide Vereine je einmal als Sieger vom Platz, einmal hieß das Resultat 2:2. Im Hinspiel hatte der FC Fulham das bessere Ende für sich, am Ende durfte man sich über einen knappen 1:0-Sieg freuen. Das Siegestor damals erzielte Pajtim Kasami, der zuletzt gegen West Ham nur auf der Bank Platz nahm, mit seinem ersten Premier-League-Treffer.

Beiden Teams steht der volle Kader zur Verfügung, bei Fulham fehlt einzig der langzeitverletzte Kapitän Brede Hangeland, Sunderland muss schon seit Mitte November auf Torhüter Kieren Westwood verzichten. In puncto Formation zeigte sich der Tabellenletzte an den vergangenen Spieltagen sehr kreativ. Von einem 4-4-2, über ein 4-1-4-1, bis hin zu einem offensiven 4-3-3 war so einiges an taktischen Überlegungen dabei. Viel Erfolg hatte man dennoch nicht. Fulham setzte zuletzt immer wieder auf ein 4-2-3-1, das gelegentlich zu einem 4-3-3 umfunktioniert wurde und – auch aufgrund von Solospitze Dimitar Berbatov – der Mannschaft wohl am ehesten liegt, das auch am Samstag zum Sieg führen soll.

Der Achtungserfolg gegen Manchester United im League Cup könnte jedoch den Ansporn bieten, den man bei Sunderland bislang vergeblich gesucht hat. Ein Sieg gegen Fulham wäre bereits ein enormer Schritt in Richtung Klassenerhalt; auf Seiten der Heimischen könnte man sich mit einem vollen Erfolg noch weiter von den Kellerplätzen absetzen.

Manchester United – Swansea City
Old Trafford | Samstag, 18.30 Uhr

Sechs Spiele in Folge war man jeweils mit einem Dreipunkter vom Feld gegangen; das neue Jahr begann für Manchester United aber überhaupt nicht nach Wunsch. Binnen sieben Tagen musste man drei 1:2-Niederlagen hinnehmen. Tottenham (Premier League), Swansea (FA-Cup) und Cardiff (League Cup) hießen die Bezwinger von Rooney und Co. Am Samstag trifft man in der Liga erneut auf Swansea, das für das FA-Cup-Aus verantwortlich war – Revanche ist angesagt. Die Truppe von David Moyes ist heiß auf den ersten Sieg im neuen Jahr, will auch den Anschluss an die Tabellenspitze nicht verlieren.

Obwohl man mit Robin van Persie, Nani, Marouane Fellaini und Phil Jones (alle verletzt) wohl vier Leistungsträger vorgeben muss, sollte genug Qualität da sein, um nicht ein zweites Mal gegen Swansea zu patzen. Denn an spielerischen Mittel fehlte es zuletzt nicht, die Niederlagen folgten nach teils unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen, sowie Pech im Torabschluss. Einen fixen Stürmer gibt es seit dem Ausfall von van Persie nicht mehr. Rooney, Welbeck und „Chicharito“ wechseln sich jeweils als vorderster Mann bzw. als „Zehner“ ab. Auch Giggs und Kagawa agierten schon in der Rolle des zentral-offensiven Mittelfeldspielers. Schon am Samstag könnte die nächste Aufstellungsvariante zum Zug kommen.

Bei Swansea könnte der 33-jährige Garry Monk zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen. Der Verteidiger verpasste die zweite Hälfte der Hinrunde aufgrund einer Knieverletzung und scheint wieder einsatzbereit zu sein. Nicht mit dabei sind die beiden Stammkräfte Pablo Hernandez (Oberschenkel) und Michu (Knöchel). Die Schlüsselspieler werden einmal mehr Stürmer Bony, Mittelfeldmann Shelvey und Torhüter Vorm heißen. Vor allem aber wird entsprechende Konzentration und Ordnung in der Abwehr einen wesentlichen Teil zu Sieg oder Niederlage beisteuern, denn gegen die Red Devils wird man sich trotz der jüngsten Sensation auf Konter beschränken müssen.

Die Laudrup-Elf hofft dennoch, an die Leistung der FA-Cup-Partie anschließen und für eine neuerliche Sensation sorgen zu können. Nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg konnte man ausgerechnet im Old Trafford wieder jubeln, wird mit Selbstvertrauen in das „Re-Match“ gehen. Dennoch wäre ein neuerlicher Sieg eine große Überraschung. Sollte Swansea mit einem Punkt vom Feld gehen, wird man in Wales nicht unzufrieden sein.

Dass auch dies nicht einfach wird zeigt die Statistik der direkten Duelle. Von bisher erst sechs Begegnungen feierte Swansea in jener am vergangenen Samstag den ersten Sieg, einmal spielte man Unentschieden, die restlichen vier Spiele wurden verloren. In der Hinrunde entschied der Klub aus Manchester das Match mit 4:1 klar für sich. Van Persie und Welbeck trafen jeweils doppelt, Ersterer wird sich am Samstag mit Sicherheit nicht als Torschütze feiern lassen können.

Wer spielt noch?

Hull City – FC Chelsea: Sa, 13.45 Uhr
FC Everton – Norwich City: Sa, 16 Uhr
FC Southampton – West Bromwich Albion: Sa, 16 Uhr
Cardiff City – West Ham United: Sa, 16 Uhr
Tottenham Hotspur – Crystal Palace: Sa, 16 Uhr
Newcastle United – Manchester City: So, 15.05 Uhr
Stoke City – FC Liverpool: So, 17.10 Uhr
Aston Villa – FC Arsenal: Mo, 21 Uhr

Stefan Plieschnig, abseits.at

Stefan Plieschnig

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