Endlich geht es los! Schon seit Monaten fiebern alle Fußball-Enthusiasten auf das Event des Jahres entgegen. Die EM ist endlich gestartet. Auch wir sind... EM-Tagebuch aus Bordeaux (1): Deutsche Fans und trübe Wetteraussichten

Freunde im PubEndlich geht es los! Schon seit Monaten fiebern alle Fußball-Enthusiasten auf das Event des Jahres entgegen. Die EM ist endlich gestartet. Auch wir sind schon auf dem Weg nach Bordeaux um das erste Spiel unserer Nationalmannschaft zu sehen.

Nach einem Zwischenstopp in Monte Carlo und Saint-Tropez geht es jetzt zum ersten Boxenstopp nach Bordeaux. Obwohl der Terror und die Streiks jetzt in aller Munde sind, haben wir uns nicht davon abschrecken lassen und die doch anstrengende Reise von 1.500 Kilometer auf uns genommen. Traurig, dass sich doch eine große Anzahl an Fans von Medien, ihren Frauen/Freundinnen 😉 und der eigenen Angst beeinflussen ließen und die Reise absagten. Freunde, ihr versäumt wirklich was, das könnt ihr mir glauben!

Die Erwartungshaltung der deutschen Fans

Die Strapazen der doch weiten Anreise haben sich dann aber in Grenze gehalten. In Monte Carlo und Saint-Tropez hatten wir ein komplett sicheres Gefühl. Alle Lokale waren geöffnet und die Menge fieberte bei jedem einzelnen Spiel mit. Bei unseren Besuchen in diversen Pubs trafen wir auch einige fanatische Fans aus Deutschland, die genauso verrückt wie wir im Schädl waren. Wir tranken mit ihnen das eine oder andere Bier und diskutierten über die aktuelle Lage. Mit breiter Brust sind die Deutschen nach Frankreich gekommen, was als aktueller Weltmeister verständlich ist. Komischerweise tippen selbst die meisten Deutschen aber nicht auf einen EM-Triumph ihrer Nationalmannschaft, was nach den Leistungen der letzten Woche nicht unverständlich ist. Wer Deutschland aber kennt,  weiß, dass es sich hier um eine Turniermannschaft handelt, welche Spiel für Spiel stärker wird. Ob es dieses Jahr auch der Fall ist, werden wir sehnen.

Trübe Wetteraussichten

Persönlich hätte ich nichts dagegen, wenn Deutschland bereits im Achtelfinale ausscheiden würde. Dies habe ich natürlich unseren deutschen Gästen nicht auf die Nase gebunden. Größere Sorgen macht uns derzeit das Wetter In Frankreich. Wenn man den Wetter-Apps Glauben schenken kann,  dann sieht es nicht wirklich gut aus, denn nächste Woche wird in Paris jeden Tag Regen erwartet! Wenn man dann noch Hiobsbotschaften aus Paris erhält, wonach der Campingplatz überschwemmt sein soll, und man hofft, dass er in einer Woche wieder benutzbar ist, machen diese Wettervorhersagen nicht wirklich optimistischer. Sei es wie es sei, es hilft nichts, denn gegen das Wetter kannst du nichts machen. Wir müssen es so nehmen wie es ist. Wenn man wie wir derzeit in Bordeaux ist, kann man sich gar nicht vorstellen, dass es in Paris derzeit Überschwemmungen gibt. Wir haben momentan über 25 Grad und Sonnenschein.

Testspiele abhaken, Ungarn schlagen

Kommen wir nun aber zum wichtigsten Thema der EM: Wie geht es unserem Nationalteam? Nach den doch bescheidenen Ergebnissen in der Vorbereitungsphase wird alles mehr oder weniger gutgeredet. Meiner Meinung nach kann man den Testspielen nicht allzu viel Bedeutung schenken, weil sich es sich nur um Freundschaftsspiele handelte und die Spieler sicher nicht mit vollem Einsatz agierten. Auf der einen Seite verständlich, da sich keiner mehr vor dem Turnier verletzen will. Auf der anderen Seite stellt sich dann doch der Sinn solcher Testspiele. Aber die ganze Diskussion bringt nichts, denn es zählt nur, dass wir bei der EM dabei sind und noch dazu ungeschlagen durch die Qualifikation kamen. Wir müssen einfach gegen Ungarn am Dienstag gewinnen, alles andere wäre eine Enttäuschung. Mit dieser Zuversicht gehen wir auch die nächsten Tage an und werden am Dienstag lautstark unsere Nationalmannschaft zum Sieg peitschen!

Martin Koderhold, abseits.at

 

Martin Koderhold

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