Anfang Oktober besiegte der SK Rapid Dinamo Minsk auswärts in Borisov durch einen Treffer des 35-jährigen Kapitäns Steffen Hofmann mit 1:0. Vor dem Heimspiel... Abschluss eines langen Jahres: Kaum Veränderung bei Rapid-Gegner Dinamo Minsk

Flagge Weißrussland_abseits.atAnfang Oktober besiegte der SK Rapid Dinamo Minsk auswärts in Borisov durch einen Treffer des 35-jährigen Kapitäns Steffen Hofmann mit 1:0. Vor dem Heimspiel ist bereits klar, dass Rapid aufsteigen und Dinamo Minsk im Frühjahr nicht in Europa vertreten sein wird. Was hat sich seit dem ersten Duell der beiden Teams geändert?

Rapid reiste nach zehn Bundesliga-Spieltagen als Tabellenführer nach Weißrussland und siegte fast schon standesgemäß. Seitdem absolvierten die Grün-Weißen 13 Spiele, gewannen sieben, verloren sechs. Die letzte Woche des Fußballjahres 2015 wird für die Grün-Weißen noch einmal richtig hart. Nachdem sich Philipp Schobesberger eine Rissquetschwunde am Rist zuzog und Louis Schaub aufgrund seiner Sprunggelenksprobleme endgültig w.o. geben muss, sind nun bereits sieben Rapid-Spieler vor dem Duell mit dem weißrussischen Hauptstadtklub verletzt.

Wenig Rotationsspielraum

Gerade im Hinblick auf das enorm wichtige Spiel bei Red Bull Salzburg am kommenden Sonntag wird das Ausmaß der Rotation für Zoran Barisic wohl zur Qual der Wahl. Auch weil sich die Verletzungen schlecht verteilen. Mit Kuen, Schaub, Huspek und Schobesberger fehlen etwa vier der Akteure, die im rechten Mittelfeld spielen können. Dass somit Alar oder Tomi diese Woche erneut ihre Chancen bekommen werden, wirkt somit fast schon logisch. Aufgrund der europäischen Klubwertung, der Setzliste und aus finanziellen Gründen ist aber auch das heutige Spiel gegen Minsk sehr wichtig, weshalb man dieses im Vergleich zum Duell mit den Bullen nicht unbedingt hinten anstellen sollte.

Saison für Minsk praktisch vorüber

Vorteilhaft ist, dass der Gegner für Rapid zu einem guten Zeitpunkt kommt. In Weißrussland ist die Meisterschaft bereits zu Ende, Dinamo Minsk beendete die Saison auf dem zweiten Rang und musste sich damit erneut BATE Borisov geschlagen geben. Das Spiel gegen Rapid ist für die Blau-Weißen die erste Partie seit zehn Tagen: Am 30.November besiegte die Elf von Vuk Rasovic im Rückspiel des weißrussischen Cup-Achtelfinales Neman Grodno auswärts mit 1:0. Vier Tage zuvor setzte man sich in der Europa League mit 1:0 gegen die schwächelnde Viktoria aus Pilsen (die mit einer stark durchrotierten Elf antrat) durch. Der Meisterschaftsbetrieb ist jedoch bereits seit fünf Wochen beendet. In den letzten 40 Tagen bestritt Dinamo Minsk sechs Pflichtspiele.

Letztes Spiel vor einer langen Pause

Um im Saft zu bleiben, spielte man im Cup in Bestbesetzung. Außenverteidiger Oleg Veretilo fehlte beim 1:0-Sieg bei Neman Grodno, da er auch gegen Rapid aufgrund einer gelb-roten Karte im Spiel gegen Viktoria Pilsen fehlen wird. Für die Weißrussen ist das Spiel in Wien der Abschluss eines langen Fußballjahres, das im Kopf vielleicht schon abgeschlossen ist. Weiter geht es erst nach einer über drei Monate dauernden Pause, Ende März mit dem Viertelfinale im Cup.

Kaum Veränderungen bei Dinamo Minsk

Grundsätzlich hat sich bei Rapids Gegner seit dem letzten Aufeinandertreffen kaum etwas geändert. Weiterhin spielt der weißrussische Vizemeister aus einer tief stehenden, gesicherten Abwehr heraus. Nach wie vor sind die Schwächen beim Herausspielen und bei Abwehrchef und Kapitän Sergey Politevich zu suchen. Die Doppelsechs und die Außenverteidiger sind Durchschnitt, ebenso wie der montenegrinische Teamstürmer Fatos Beqiraj, den man mit einer konzentrierten Leistung abmontieren kann, wenn dessen Mannschaft so tief steht, wie es heute in Wien der Fall sein wird.

Adamovic und Udoji als Gefahrenquellen

Die Gefahr lauert hauptsächlich im offensiven Mittelfeld: Nenad Adamovic erzielte gegen Viktoria Pilsen mit einem Elfmeternachschuss das Siegtor in der Nachspielzeit und gilt aktuell als bester bzw. komplettester Spieler im Team. Der Shooting Star der letzten zwei Monate ist jedoch der in Nigeria geborene bulgarische Staatsbürger Shaloze Udoji. In Oktober und November erzielte der 29-Jährige sechs Tore und auch im Heimspiel gegen Rapid war der Zehner der gefährlichste Spieler und traf Aluminium.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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