Fenerbahce Istanbul musste im bisherigen Transfersommer einen Aderlass hinnehmen. Mehrere Stammkräfte verließen die Mannschaft, bei Neuzugängen ist man bisher sparsam geblieben. Eine Transferbilanz. Der... Erst 5 Millionen ausgegeben: Fenerbahce holt Top-Leute derzeit ablösefrei

Fenerbahce Istanbul musste im bisherigen Transfersommer einen Aderlass hinnehmen. Mehrere Stammkräfte verließen die Mannschaft, bei Neuzugängen ist man bisher sparsam geblieben. Eine Transferbilanz.

Der senegalesische Angreifer Moussa Sow ist schon fast so etwas wie Fenerbahce-Legende. In nicht ganz sechs Jahren erzielte der 31-Jährige 75 Tore für den türkischen Großklub. Auch vergangene Saison ging er für Fener auf Torjagd – allerdings nur leihweise. In der kommenden Spielzeit wird Sow wieder für Al-Ahli Dubai spielen.

Auch Emenike und Lens verlassen die Türkei

Nicht so gut wie Sow funktionierte der nigerianische Angreifer Emanuel Emenike, der letzte Saison auf acht Pflichtspieltore kam. Er wechselt für drei Jahre zu Olympiakos Piräus. Und auch der Niederländer Jeremain Lens wird Fener verlassen. Der 29-Jährige war von Sunderland ausgeliehen, wird aber nicht weiterverpflichtet, obwohl er als Linksaußen Stammspieler war. Somit verlassen gleich drei potentielle Stammspieler für die Offensive den Klub. Der Ukrainer Oleksandr Karavaev kehrt ebenfalls zu seinem Heimatklub Shakhtar Donetsk zurück, spielte aber letzte Saison im Fener-Kader keine Rolle.

Die meisten Leistungsträger bleiben

Weiters verlassen der brasilianische Ersatztormann Fabiano und einige junge Türken, die sich nie bis in die erste Mannschaft von Fenerbahce vorspielen konnten, den Verein. Viele der Leistungsträger, wie etwa Josef Souza, Mehmet Topal, Martin Skrtel oder Hasan-Ali Kaldirim konnten hingegen gehalten werden. Dies gilt natürlich auch für den Kapitän und Torhüter, das Fenerbahce-Urgestein Volkan Demirel.

Günstige Neuzugänge

Auch um nicht gegen Regeln des Financial Fairplay zu verstoßen, gibt Fenerbahce heuer nur wenig Geld für neue Spieler aus. Bisher flossen fünf Millionen Euro an Ablösesummen an andere Vereine. Der teuerste Spieler war der 31-jährige Marokkaner Nabil Dirar, der vom AS Monaco kam. Für den ehemaligen französischen Teamspieler Mathieu Valbuena von Lyon bezahlte Fenerbahce 1,5 Millionen Euro.

Drei ablösefreie Top-Leute

Gleich drei interessante Spieler kommen ablösefrei: Der Deutsch-Türke Mehmet Ekici kommt von Trabzonspor, der lange in Spanien aktive, kamerunische Torhüter Idriss Carlos Kameni kommt vom CF Málaga und zuletzt sicherte sich der Vorjahresdritte der Türkei die Dienste des 95-fachen chilenischen Teamspielers Mauricio Isla. Der 29-Jährige, der als Rechtsverteidiger und auch als Sechser eingesetzt werden kann, kommt von Cagliari Calcio, nachdem er zuvor bei Marseille, Juventus, den Queens Park Rangers und Udinese spielte.

Eto’o im Anmarsch

Der niederländische Altmeister Robin van Persie ist ebenfalls noch im Fenerbahce-Kader. Er könnte aber demnächst noch prominente Gesellschaft bekommen. Aktuell steht ein Transfer des mittlerweile 36-jährigen Samuel Eto’o zu Fener im Raum. Der 117-fache kamerunische Teamspieler erzielte in den letzten beiden Jahren 38 Tore für Antalyaspor. Sollte der dreifache Champions-League-Sieger zu Fenerbahce wechseln, wird das Sturm allerdings egal sein. Eto’o sollte bis zum Playoff nicht mehr angemeldet werden können.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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