Am zweiten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase gastiert die Wiener Austria in der griechischen Hauptstadt und trifft dabei auf den AEK Athen. Der griechische Traditionsverein startete... Unspektakulär, aber effektiv: Das ist Austria-Gegner AEK Athen

Am zweiten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase gastiert die Wiener Austria in der griechischen Hauptstadt und trifft dabei auf den AEK Athen. Der griechische Traditionsverein startete dabei in die Gruppenphase mit einem Auswärtssieg gegen Rijeka und setzte damit ein Ausrufezeichen im Kampf um Platz Zwei. Auch ansonsten spielt AEK bislang eine starke Saison und begeisterte die Fans, als nach einem 0:2-Rückstand und einer tollen Aufholjagd der Erzrivale und Serienmeister Olympiakos Piräus mit 3:2 besiegt wurde, womit man die alleinige Tabellenführung errang. Im Folgenden sehen wir uns die Mannschaft von Trainer Manolo Jimenez genauer an und skizzieren die Stärken. Wo können sich für die Austria Chancen gegen den griechischen Vizemeister ergeben?

Der schwierige Weg in die Gruppenphase

Nachdem AEK in der vergangenen Saison erst am allerletzten Spieltag dank eines Patzers von Konkurrent PAOK Saloniki die Vizemeisterschaft in Griechenland erlangen konnte, qualifizierte man sich infolgedessen für die Qualifikation der UEFA Champions League. Jedoch musste man dabei den beharrlichen Weg über den „Nichtmeisterweg“ bestreiten, weshalb man mit einem schweren Los zu rechnen hatte. Dieses bekam man dann auch mit dem russischen Spitzenklub ZSKA Moskau, gegen den man in den beiden Duellen nahezu chancenlos blieb (h 0:2/ a 0:1). Für AEK war dennoch vor allem die Art und Weise bitter, da man sich alle drei Gegentreffer nach Standardsituationen einfing. Als Trostpflaster durften die Griechen dennoch die internationale Reise im Playoff zur Europa League fortsetzen, wobei man als ungesetzte Mannschaft erneut mit einem schweren Brocken rechnen musste. Jedoch erwischte AEK ein etwas besseres Los, wobei der belgische Spitzenklub Club Brügge immer noch über den griechischen Vertreter zu stellen war.

Im Hinspiel erwischte man in Belgien zwar einen guten Start, wurde jedoch mit Fortdauer der Partie immer weiter zurückgedrängt, wobei man zunächst dennoch nicht viele Torchancen zuließ. Nach dem Platzverweis von Stürmer Livaja in Minute 60 wurde es endgültig eine Abwehrschlacht und die Griechen zogen sich mit Mann und Maus in die eigene Hälfte zurück. Letztlich überstand man die Drangphase der Belgier und hielt in Unterzahl das torlose 0:0, womit man sich keine schlechte Ausgangsposition für das Rückspiel zuhause geschaffen hatte. Angetrieben von den eigenen fanatischen Fans, lieferte AEK eine starke Vorstellung ab und fertigte den belgischen Vertreter mit einem souveränen 3:0 ab, wobei dieser nicht den Hauch einer Chance hatte. Damit qualifizierte sich der Klub nach vielen Jahren der Abstinenz mal wieder für eine internationale Gruppenphase, nachdem man im Jahr 2013 noch Insolvenz anmelden musste und sich von der dritten Liga zurückkämpfte.

Stabiles Gebilde orchestriert von einem guten Coach

Kommen wir nun zur Mannschaft der Griechen und beschäftigen uns eingehender mit der Spielweise von AEK Athen. Der Aufschwung der letzten Monate lässt sich auf einen Faktor runterbrechen, nämlich mit der Bestellung von Trainer Manolo Jimenez. Der Spanier ist vor allem aus seiner Zeit beim FC Sevilla bekannt, als er sich vor knapp zehn Jahren zweimal für die Champions League qualifizieren konnte und es einmal sogar ins Achtelfinale schaffte. Aber auch aus seiner ersten Amtszeit bei AEK, wo er in der Saison 2010/2011 immerhin griechischer Pokalsieger wurde, bevor er einige Monate später entlassen wurde. Nachdem seine letzte Station in Katar auch nicht gerade erfolgreich verlief, blieb er fast drei Jahre lang ohne Job, bevor ihn sein alter Verein wieder engagierte. Nachdem AEK in der vergangenen Saison bis zum Winter bereits zwei Trainer verbrauchte, kehrte mit der Rückkehr von Jimenez endlich wieder Ruhe im Verein ein und die Leistungen stabilisierten sich merklich. Dieser Erfolgslauf mündete, wie bereits weiter oben angeschnitten, letztlich in der Vizemeisterschaft und der Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League, welche mit einem beachtlichen Punkteschnitt von 2,15 pro Spiel erreicht wurde.

Wenn man sich eingehender mit der Philosophie und dem Spielstil des griechischen Vizemeisters beschäftigt, erkennt man auch die Gründe dafür. Grundsätzlich lässt sich konstatieren, dass die Mannschaft von Jimenez ungemein stabil wirkt. Dies lässt sich auch anhand des durchschnittlichen Torverhältnisses von 1,74 : 0,53 pro Spiel ablesen. Das bevorzugte System des Spaniers ist an und für sich eine 3-5-2/5-3-2 Anordnung, aus der man in geordneten Bahnen und klar strukturiert agiert und vor allem auf Stabilität aus ist. Jedoch wechselt Jimenez auch gerne mal zum 4-2-3-1 / 4-3-3 und behält sich somit eine gewisse Flexibilität. Allgemein kann man sagen, dass der Spielstil von AEK nicht spektakulär, aber dafür ungemein effektiv ist. Er wirkt ganz klar auf die Stärken der Spieler zugeschnitten, weshalb es wohl auch so erfolgreich ist. Auch wenn diese Feststellung etwas trivial klingt, selbstverständlich ist dies nicht immer so. Gerade in Österreich gibt es in der näheren Vergangenheit einige Beispiele, wo Trainer versuchten, einer Mannschaft ihre Idee quasi aufzuzwingen und damit kläglich scheiterten.

Oberste Priorität lautet bei AEK also, aus einer gesicherten und stabilen Formation zu agieren. Diese Prämisse gilt vor allem im Spiel gegen den Ball. Man versucht grundsätzlich aus etwas abwartender Haltung aus zu verteidigen und konzentriert sich darauf, die relevanten Räume zu verschließen und auf Fehler des Gegners zu warten, sofern es eine Mannschaft auf Augenhöhe oder darüber ist. Dies gelingt ihnen meistens auch sehr gut, weshalb man gegen AEK nicht zu vielen Gelegenheiten kommt. In der Liga hat man nach fünf Runden überhaupt erst zwei Treffer erhalten, wobei diese erst am Wochenende gegen Rekordmeister Olympiakos fielen. Natürlich waren die bisherigen Gegner in der Liga qualitativ deutlich schwächer als man selbst, jedoch ließ man sowohl in den beiden Spielen gegen Brügge, als auch gegen Rijeka nur wenige klare Torchancen zu, was für die eigene Defensivarbeit spricht.

Starker Abwehrchef und offensivfreudige Außenverteidiger

Das stabile Gerüst der Mannschaft wird von einigen Spielern bei AEK getragen und angeführt. In der Defensive ist dies ganz klar Innenverteidiger Dmytro Chygrynskiy. Der Ukrainer ist durchaus ein bekannter Name, wechselte er doch vor acht Jahren für die (damals) stattliche Ablösesumme von 25 Millionen Euro zum großen FC Barcelona. Dort fand er sich jedoch überhaupt nicht zurecht und wechselte nach nur vierzehn Pflichtspieleinsätzen wieder zurück nach Donezk. Danach ging es für den Ukrainer weiterhin stetig bergab und auch bei seinem Heimatverein fand er nicht mehr zur alten Stärke zurück, weshalb er im Sommer 2016 ablösefrei nach Athen kam. Bei AEK avancierte er zu einer tragenden Säule und ist klar der wichtigste Mann in der Abwehr. Dies lässt sich auch daran festmachen, dass nachdem er sich vor einigen Wochen eine Verletzung zuzog, Trainer Jimenez das System von 5-3-2 auf ein 4-2-3-1 änderte. Deshalb ist es nicht gerade ungünstig für die Austria, dass der Ukrainer für das Duell definitiv ausfällt. Ergänzt wird die Abwehr von dem Duo Vranjes und Cosic, welches nun die Innenverteidigung bildet. Die beiden sind solide Abwehrspieler und ähnliche Spielertypen der aggressiveren Art, jedoch in der Spieleröffnung bei weitem nicht so stark wie Chygrynskiy, was sich auch auf den Spielaufbau der Griechen deutlich auswirkt.

Die beiden Außenverteidiger sind ebenfalls relativ ähnliche Spielertypen. Rechtsverteidiger und Routinier Galo ist ein offensiv ausgerichteter Spieler, der extrem viel Druck nach vorne über seine Seite ausübt. Vor allem seine Flanken sind brandgefährlich und eine ständige Gefahr, weshalb man diese unterbinden sollte. Seiner offensiven Spielweise muss er jedoch gerade defensiv Tribut zollen, weshalb seine Seite besonders anfällig ist, speziell im Umschaltspiel. Sein Pendant auf der linken Seite ist Helder Lopes, der im Sommer aus der Primera Division von Las Palmas kam. Der Portugiese ist defensiv zwar wesentlich sattelfester, aber auch mit einem ordentlichen Drang nach vorne ausgestattet. Jedoch wird auch er höchstwahrscheinlich am Donnerstag fehlen, weshalb er vermutlich vom nominellen rechten Verteidiger Bakakis vertreten wird, der jedoch ein Rechtsfuß ist und aushelfen muss.

Unspektakuläres Zentrum, herausragendes Offensivtrio

Kommen wir nun zur Offensive des griechischen Vizemeisters. Das Ballbesitzspiel von AEK sieht grundsätzlich eher nicht nach dem „klassischen“ Spielstil aus, wofür viele spanische Trainer stehen. Das fängt bereits bei der Spieleröffnung an, die etwas eindimensional wirkt. Das Hauptproblem der Athener liegt ähnlich wie beim Playoff-Gegner Osijek, bei der Anbindung des Zentrums, gepaart mit Aufbauspielern, die eher den langen Ball bevorzugen. Deshalb greift AEK hauptsächlich über die Flügel an oder direkt zum langen Ball in die Spitze, wenn man ihnen die Anspielstationen nimmt oder sie etwas unter Druck setzt. Der Fokus liegt daher ganz klar auf der individuellen Klasse der Offensive, die durch die strukturelle Unzulänglichkeit gezwungen ist, eigeständige Lösungen zu finden und für Gefahr zu sorgen. Deshalb gibt es bei AEK in erster Linie Flügelangriffe, gefolgt von vielen Flanken in den Strafraum, die hin und wieder von Distanzschüssen ergänzt werden. Dadurch ist man einerseits relativ ausrechenbar, kann also bei disziplinierter und konzentrierter Defensivarbeit in Schach gehalten werden, ist aber andererseits umso abhängiger von der Tagesverfassung der Offensivspieler. Eines der interessanteren Aspekte ist wohl die Asymmetrie im Mittelfeld, wodurch Flügelspieler Lazaros eine sehr hohe und freie Rolle einnehmen kann, um seine Torgefährlichkeit noch besser auszuspielen.

Das defensive Zentrum im Mittelfeld bilden meist Simoes und Johansson. Die beiden nehmen im Aufbauspiel zumeist eher eine statistische Rolle ein und werden kaum effektiv eingebunden, weshalb sie sich meist bereits frühzeitig nach vorne orientieren und auf den Kampf um den zweiten Ball einstellen. Ihre Rolle könnte man insofern interpretieren, dass sie ihre Kollegen vor ihnen absichern und ihnen den Rücken freihalten. Während sich der schwedische Nationalspieler Johansson meist nur auf seine defensiven Aufgaben konzentriert, beteiligt sich Simoes wesentlich öfter an der Offensive und stößt immer wieder aus der Etappe nach vorne. Nach diesem Muster holte er z.B. im Playoff-Rückspiel gegen Brügge den Elfmeter zur 1:0-Führung heraus. Daher ist es nicht unvorteilhaft, dass auch er verletzungsbedingt fehlen wird.

Den Rücken freihalten sollen die beiden vor allem einem Mann – nämlich Spielmacher Mantalos. Der Kapitän von AEK ist der herausragende Akteur und das Um und Auf im Spiel seiner Mannschaft. Der offensive Mittelfeldspieler verfügt über eine ganz feine Technik, viel Übersicht und ist an nahezu jedem Angriffsversuch maßgeblich beteiligt, sei es als Initiator oder wie gegen Olympiakos als (Sieges)Torschütze. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass es von seiner Tagesverfassung abhängt, wie gut die Offensive der Griechen letztlich agiert. Mantalos ist jedoch nicht der einzige Akteur, der über viel Klasse verfügt. Lazaros Christodoulopoulos, der einige Jahre in der italienischen Seria A verbrachte, ist ebenfalls ein brandgefährlicher Mann, der sich die letzten Wochen in starker Form präsentierte. Der Flügelspieler ist am ehesten als griechisches Äquivalent zu Alex Gorgon zu beschreiben. Seine größte Stärke ist wohl sein strammer Schuss, mit dem er aus nahezu jeglicher Lage imstande ist ein Tor zu erzielen. Das gilt auch für seine Freistöße, die ebenso eine ständige Gefahr darstellen. Gerade erst gegen Olympiakos erzielte er einen unglaublichen Freistoßtreffer zum 2:2-Ausgleich und ebnete mit insgesamt zwei Treffern den Weg für die Aufholjagd nach dem 0:2-Rückstand.

Der dritte im Bunde mit einer sehr hohen Qualität ist der Mittelstürmer Araujo. Der Angreifer, der beim argentinischen Spitzenverein Boca Juniors ausgebildet wurde und eine Saison sogar bei der zweiten Mannschaft von Barcelona verbrachte, wurde kurz vor Transferschluss erneut vom spanischen Erstligisten Las Palmas ausgeliehen, nachdem er bereits das letzte Frühjahr in Athen verbrachte. Der Argentinier ist ein spielerisch starker Stürmer, der sich gut bewegt und über einen ordentlichen Abschluss verfügt. Sein größtes Manko ist wohl die Verletzungsanfälligkeit und die anhaltenden Probleme am Knie, mit denen er sich immer wieder herumschlägt. Abgerundet wird die Offensive mit dem Flügelspieler Klonaridis, der im Sommer aus Frankreich endgültig nach Griechenland zurückkehrte. Klonaridis fällt im Vergleich zu seinen Mitspielern deutlich ab und wirkt noch nicht gänzlich angekommen. Auch er soll für das Spiel ausfallen. Stattdessen würde für diese Position ein alter Bekannter mit Traustason in Frage kommen, der im Sommer vom Stadtrivalen Rapid ausgeliehen wurde. Jedoch bekam dieser trotz der durchwachsenen Leistungen von Klonaridis kaum die Gelegenheit auf Einsatzzeit zu kommen und pendelt aktuell meistens zwischen der Bank und Tribüne, was nicht gerade für den Isländer spricht.

Wo liegen die Problemstellen beim Gegner?

Wie man sieht, ist AEK ein durchaus unangenehmer Gegner, der nicht einfach zu bespielen sein wird und eine wirklich stabile Mannschaft ist. Darüber hinaus haben die Veilchen aktuell vor allem in der Innenverteidigung große Probleme und müssen erneut auf die Stütze Westermann verzichten, weshalb Serbest wohl wieder in der Abwehr aushelfen muss und damit seine Position im Mittelfeld nicht einnehmen kann, wo er mindestens genauso dringend benötigt werden würde, da er nominell der einzige Sechser im Kader der Wiener ist. Positiv für die Austria ist jedenfalls, dass man gegen Salzburg erst kürzlich bewiesen hat, dass man auch mit dieser Aufstellung gegen einen starken Gegner etwas mitnehmen kann. Zwar ist AEK taktisch und von der Struktur her nicht so stark wie die Bullen einzuschätzen, jedoch verfügen sie zweifellos über mehr individuelle Qualität in der Offensive, als es Salzburg in diesem Spiel zur Verfügung hatte.

Wie könnten die Veilchen die Griechen knacken? In allererster Linie sollte die Austria danach trachten, ähnlich wie gegen Salzburg, eine kompakte Formation herzustellen und AEK wenig Räume anzubieten. Vorteilhaft wäre es, wenn man sich entsprechend auf das Flügelspiel einstellt und soweit es geht die Griechen dort isoliert, indem man gut auf die Seite verschiebt und ihnen die Optionen nach vorne versperrt. Beim gegnerischen Spielaufbau könnte man ebenso versuchen, den Ball auf die linke Seite zu leiten, damit der Außenverteidiger Bakakis gezwungen ist mit seinem schwachen Fuß das Spiel nach vorne zu tragen. Eines der größten Probleme bei AEK ist wohl die Schwäche nach Standards, die es gilt anzubohren. Mit Holzhauser verfügt man dahingehend über einen Spieler, der die Bälle perfekt in die Mitte serviert und dies sollte man auch versuchen auszunutzen.

Auf der anderen Seite sollte man Freistöße in Strafraumnähe unbedingt vermeiden, damit Lazaros keine Gelegenheit bekommt, seine gefürchteten Freistöße auszuführen. Im Umschaltspiel würde es vor allem über die rechte Abwehrseite von AEK Möglichkeiten geben, daher sollte man nicht den gleichen Fehler wie gegen Salzburg machen und Pires seinen Gegner ständig verfolgen lassen, sondern stattdessen versuchen, dem Brasilianer eine höhere Positionierung zu ermöglichen, damit dieser für Entlastungsangriffe sorgen kann und seine Qualitäten im Umschaltspiel zur Geltung kommen. Wenn es wie gegen die Bullen nicht gelingt Konter zu fahren und damit für Entlastung zu sorgen, wäre das ein Spiel mit dem Feuer und es wäre fraglich, ob man erneut damit durchkommen würde. Und last but not least sollte man vor allem Kapitän Mantalos nicht aus den Augen verlieren! Wenn man es schafft, ihn aus dem Spiel zu nehmen, hätte man schon fast die halbe Miete, um aus Athen Punkte mitzunehmen.

Fazit

Die Austria trifft also auf einen äußerst schwierigen Gegner, der nicht umsonst an der Tabellenspitze der griechischen Liga steht und zuletzt sowohl den heimischen, als auch den kroatischen Meister geschlagen hat. Die Mannschaft von Trainer Jimenez ist ungemein gefestigt, verfügt in der Offensive über tolle Einzelspieler und befindet sich aktuell im Formhoch. Man geht also mit viel Selbstvertrauen in das Spiel, wodurch einige wichtige Ausfälle nicht so ins Gewicht fallen und vieles wie von selbst läuft. Wenn es den Veilchen gelingt, AEK den Nerv zu ziehen und die Offensive kaltzustellen, aber auch selber Nadelstiche nach vorne zu setzen, könnten die frenetischen Anhänger der Athener rasch zum Bumerang mutieren. Bereits gegen Olympiakos wurde die Mannschaft aufgrund des Halbzeitrückstandes gnadenlos ausgepfiffen, wodurch die Verunsicherung förmlich spürbar war. Erst nach dem 1:2-Anschlusstreffer fand man wieder zurück in die Spur und wurde dann dafür förmlich zum Sieg getragen. Klar ist, wenn die Austria ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden möchte, heißt es in Athen „Verlieren verboten“.

Dalibor Babic, abseits.at

Dalibor Babic