Österreichs Europacupvertreter lieferten erneut eine starke Leistung ab und sammelten mehr Punkte als die konkurrierenden Nationen. Während Salzburgs Aufstieg nur mehr Formsache ist, darf... Update zur Fünfjahreswertung: Erfolgreich gegen Belgien

UEFA LogoÖsterreichs Europacupvertreter lieferten erneut eine starke Leistung ab und sammelten mehr Punkte als die konkurrierenden Nationen. Während Salzburgs Aufstieg nur mehr Formsache ist, darf sich nun auch Rapid realistische Hoffnungen auf das Weiterkommen machen.

 

12. Griechenland

Eine wahre Wasserschlacht lieferten sich Benfica und Olympiakos. Letztlich endete das Spiel 1:1, womit wohl keine der beiden Mannschaften wirklich gut leben kann, denn die Portugiesen hätten den Sieg dringend benötigt, während die Griechen mit dem späten Ausgleich haderten. In der Europa League drehte PAOK trotz zweier verschossener Elfmeter noch einen 0:2-Rückstand gegen Maccabi Haifa und ging als Sieger vom Platz.

Nächste Runde:

Olympiakos Benfica

Maccabi Haifa – PAOK

13. Schweiz

Basel erreichte bei Steaua Bukarest ein 1:1, womit wohl feststeht, dass die Rheinstädter einmal mehr europäisch überwintern werden. Derzeit sieht es allerdings mehr nach Europa League als Champions League aus. St. Gallen und Thun kamen hingegen in Valencia respektive Kiew böse unter die Räder und kassierten insgesamt acht Gegentore. Aufgrund der mageren Ausbeute der letzten beiden Runden fiel die Schweiz wieder hinter Griechenland zurück.

Nächste Runde:

Basel – Steaua Bukarest

Thun – Dynamo Kiew

St. Gallen – Valencia

14. Österreich

Bitteres Lehrgeld musste die Austria gegen Atletico Madrid bezahlen und ging daheim mit 0:3 unter. Salzburg kam in der Europa League hingegen zum dritten Erfolg im dritten Spiel und behielt auch gegen Standard Lüttich die Oberhand. Rapid verdiente sich in Genk ein 1:1-Remis und verfügt nun wieder über intakte Chancen auf den Aufstieg.

Nächste Runde:

Atletico Madrid – Austria Wien

Standard Lüttich – Salzburg

Rapid Wien – Genk

15. Tschechien

Viktoria Plzeň war in München völlig chancenlos und mit der 0:5-Niederlage gegen die Bayern, für die auch David Alaba traf, noch äußerst gut bedient. Slovan Liberec brachte Sevilla an den Rand einer Niederlage, doch nicht zuletzt wegen des Ausschlusses des tschechischen Tormanns kamen die Spanier in der Schlussphase doch noch zum Ausgleich.

Nächste Runde:

Viktoria Plzeň – Bayern München

Sevilla – Slovan Liberec

16. Rumänien

Steaua Bukarest holte gegen Basel den ersten Punkt in der Champions League, welcher für die Rumänen jedoch wahrscheinlich zu wenig sein wird, um sich jenseits des vierten Platzes zu klassieren. Pandurii war bei der Fiorentina chancenlos und verlor 0:3.

Nächste Runde:

Basel – Steaua Bukarest

Pandurii – Fiorentina

17. Israel

Erneut setzte es zwei Niederlagen für die israelischen Vertreter. Maccabi Haifa gab in Saloniki eine 2:0-Führung aus der Hand, während Maccabi Tel-Aviv in Frankfurt nichts zu bestellen hatte und weiterhin auf den ersten Punktgewinn in Deutschland wartet.

Nächste Runde:

Maccabi Tel-Aviv – Eintracht Frankfurt

Maccabi Haifa – PAOK

18. Zypern

Apollon Limassol trotzte Lazio Rom ein torloses Remis ab und hielt damit seine Aufstiegschancen am Leben. Bitter endete der Europacupabend für APOEL Nikosia, denn die Hauptstädter kassierten in Bordeaux erst in letzter Minute den Treffer zur Niederlage.

Nächste Runde:

APOEL Nikosia – Girondins Bordeaux

Lazio Rom – Apollon Limassol

Aktuelle UEFA-Fünfjahreswertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern):

12. Griechenland: 30,600 (3,100)

13. Schweiz: 30,425 (4,400)

14. Österreich: 27,625 (4,400)

15. Tschechien: 26,600 (5,250)

16. Rumänien: 26,507 (6,125)

17. Israel: 24,625 (3,500)

18. Zypern: 22,500 (2,000)

Fazit der aktuellen Runde

Nach drei absolvierten Spieltagen in der Gruppenphase verfestigt sich das Bild, dass Österreich in der Europacupsaison 2015/16 wieder fünf Vereine ins internationale Geschäft entsenden darf. Der Vorsprung auf Tschechien, Rumänien und Israel konnten sukzessive vergrößert werden, sodass schlussendlich wohl der 14. Platz herausspringen wird. Ganz außer Reichweite sind die Schweiz und Griechenland zwar nicht, doch um wirklich in den Genuss eines Fixplatzes in der Champions League zu kommen, müsste schon eine Fabelsaison ähnlich wie vor vier Jahren absolviert werden, was zwar nicht völlig unmöglich, aber auch nicht zu erwarten ist.

Am ehesten wäre es Salzburg zuzutrauen, einen Erfolgslauf hinzulegen, der weit bis ins Frühjahr andauert, denn bis dato pflügen die Bullen regelrecht durch die Europa League und benötigen aus den verbleibenden drei Spielen nur mehr einen Punkt, um den Aufstieg auch rechnerisch zu fixieren. Angesichts der gezeigten Performance ist es sogar nicht vermessen, auf das Punktemaximum von 18 Zählern zu schielen.

Rapid hat dank des Unentschiedens in Genk nun wieder intakte Chancen, in das Sechzehntelfinale aufzusteigen, scheint doch keiner der Gruppengegner übermächtig. Voraussetzung dafür sind aber zwei Heimsiege in den nun folgenden Spielen gegen Genk und Thun, die auch den Vereinskoeffizienten ordentlich aufstocken und eine Setzung im Europa-League-Playoff in den nächsten Jahren garantieren würden.

Die Wiener Austria hat sicherlich die schlechtesten Karten für ein internationales Überwintern, nicht zuletzt wegen des Sieges von Zenit St. Petersburg in Porto. Für die Russen stehen nun Heimspiele gegen Porto und Atletico an – verlieren sie diese, kommt es am letzten Spieltag zum Endspiel im Happel-Stadion gegen die Austria um den dritten Tabellenplatz.

OoK_PS, abseits.at