Nur etwas mehr als zwei Wochen nach dem Champions-League-Finale wurden bereits die ersten Spiele der neuen Europacup-Saison ausgelost. Abseits.at wirft einen Blick auf die... Update zur UEFA-Fünfjahreswertung: Die ersten Gegner stehen fest

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Nur etwas mehr als zwei Wochen nach dem Champions-League-Finale wurden bereits die ersten Spiele der neuen Europacup-Saison ausgelost. Abseits.at wirft einen Blick auf die Gegner der österreichischen Vereine und wie es den Rivalen in der UEFA-Fünfjahreswertung ergangen ist.

Österreich startet als Nummer 15 der UEFA-Fünfjahreswertung in die Saison 2017/18. Wird dieser Platz gehalten, dürfen auch 2019/20 fünf heimische Teams im Europacup antreten, zwei davon in der Champions-League-Qualifikation. Bereits 2018/19 wird die Bundesliga fünf Mannschaften nach Europa entsenden. In der nun begonnenen Saison sind es mit Salzburg, Austria Wien, Sturm Graz und Altach hingegen nur vier.

Voraussichtlich wird die Bundesliga zu Saisonende einen Platz zwischen 12 und 17 einnehmen. Zu den Nationen vor und hinter diesem Spektrum besteht realistisch betrachtet ein zu großer Abstand, als dass sie in Schlagdistanz kommen können. Nachfolgend findet sich die Auslosung für die ersten beiden Qualifikationsrunden von Österreich und seinen Rivalen in der Fünfjahreswertung.

  1. Tschechien – 24,675

ELQ2: Mladá Boleslav – Stjarnan (ISL)/Shamrock Rovers (IRL)

Späterer Einstieg:

Slavia Prag (CLQ3, ungesetzt), Viktoria Plzeň (CLQ3, gesetzt), Zlín (ELGS), Sparta Prag (ELQ3, gesetzt)

  1. Schweiz – 24,500

ELQ2: Luzern – Osijek (CRO)/UE Santa Coloma (AND)

Späterer Einstieg:

Basel (CLGS), Young Boys Bern (CLQ3, ungesetzt), Lugano (ELGS), Sion (ELQ3, gesetzt)

  1. Griechenland – 23,500

ELQ2: Panionios Athen – Shirak (ARM)/Gorica (SLO)

Späterer Einstieg:

Olympiacos Piräus (CLQ3, gesetzt), AEK Athen (CLQ3, ungesetzt), PAOK Saloniki (ELQ3, gesetzt), Panathinaikos (ELQ3, gesetzt)

  1. Österreich – 23,100

CLQ2: Salzburg – Infonet Tallinn (EST)/Hibernians (MLT)

ELQ1: Altach – Chikhura Sachkhere (GEO)

ELQ2: Sturm Graz – Mladost Podogrica (MNE)/Gandzasar Kapan (ARM)

ELQ2*: Altach – Dinamo Brest (BLR)

Späterer Einstieg:

Austria Wien (ELQ3, gesetzt)

  1. Kroatien – 20,875

CLQ2: Rijeka – The New Saints (WAL)/Europa FC (GIB)

ELQ1: Osijek – UE Santa Coloma (AND)

ELQ2: Hajduk Split – Lewski Sofia (BUL)/Sutjeska Nikšić (MNE)

ELQ2*: Osijek – Luzern (SUI)

Späterer Einstieg:

Dinamo Zagreb (ELQ3, gesetzt)

  1. Dänemark – 20,700

CLQ2: Kopenhagen – Žilina (SVK)

ELQ1: Lyngby – Bangor City (WAL)

ELQ1: Midtjylland – Derry City (IRL)

ELQ2: Brøndby – Vaasa (FIN)/Olimpija Ljubljana (SLO)

ELQ2*: Lyngby – Slovan Bratislava (SVK)/Pyunik Erewan (ARM)

ELQ2*: Midtylland – Ferencváros (HUN)/Jelgava (LAT)

Aktuelle UEFA-Fünfjahres-Wertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern):

  1. Niederlande (5 Teams): 27,649 (0,800)
  2. Tschechien (5): 24,675 (0,000)
  3. Schweiz (5): 24,500 (0,800)
  4. Griechenland (5): 23,500 (0,000)
  5. Österreich (4): 23,100 (0,000)
  6. Kroatien (4): 20,875 (0,000)
  7. Dänemark (4): 20,700 (0,000)
  8. Rumänien (5): 17,550 (0,000)
  9. Polen (4): 17,250 (0,000)

Fazit der Auslosung

Die österreichischen Vereine haben es durchaus gut erwischt. Salzburg muss fraglos über den Meister aus Malta oder Estland hinwegkommen und wäre anschließend auch in allen weiteren Qualifikationsrunden gesetzt – sowohl in der Champions League als auch der Europa League.

Altach erwischte mit dem georgischen Tabellenführer Chikhura Sachkhere zwar vermutlich einen der unangenehmeren zur Auswahl stehenden Gegner, dafür würde in Runde zwei Dinamo Brest warten, das in Weißrussland derzeit lediglich im hinteren Bereich der Tabelle zu finden ist.

Sturm Graz darf sich über sein Los ebenfalls nicht beklagen, die Steirer treffen entweder auf Mladost Podgorica aus Montenegro oder Gandzasar Kapan aus Armenien. Beide Mannschaften dürfen kein Stolperstein sein, will man wieder einmal in den Genuss einer Setzung im Playoff kommen, nachdem diese in den letzten Jahren so leichtfertig verloren wurde.

Unter dem Strich wäre es eine herbe Enttäuschung, würden nicht alle drei heimischen Mannschaften den Aufstieg in die dritte Qualifikationsrunde schaffen, wo schließlich auch die gesetzte Wiener Austria ins Geschehen eingreifen wird.

Tschechien, die Schweiz und Griechenland schicken vorerst nur einen Teilnehmer ins Rennen. Während Mladá Boleslav und Panionios Athen keine Probleme haben sollten, sieht sich Luzern mit Osijek aus Kroatien konfrontiert, was bedeutet, dass ein Kontrahent Österreichs schon früh eine Mannschaft verlieren wird.

Auch der zweite ELQ2-Vertreter Kroatiens, Hajduk Split, hat mit Lewski Sofia eines der unangenehmeren Lose gezogen, wenngleich die Bulgaren ihr Heimspiel vor leeren Rängen austragen werden müssen. Meister Rijeka sollte indessen ohne Schwierigkeiten die nächste Runde erreichen.

Wesentlich besser hätte es für Dänemark laufen können. Meister FC Kopenhagen bekommt es mit dem slowakischen Titelträger Žilina zu tun, dem wohl schwierigsten ungesetzten Team. Lyngby und Midtylland sollten über ihre ELQ1-Gegner aus Wales und Irland hinwegkommen, dann warten jedoch schon durchaus namhafte Mannschaften.

Midtylland wird es vermutlich mit Ungarns Kultclub Ferencváros zu tun bekommen. Lyngby, das aufgrund finanzieller Probleme bis zuletzt um die Lizenz zittern musste, trifft auf Slovan Bratislava. Zudem sieht sich Brøndby entweder mit Vaasa aus Finnland oder Olimpija Ljubljana aus der slowenischen Hauptstadt konfrontiert.

Summa Summarum hätte der erste Lostag der Saison für Österreich deutlich schlechter laufen können. Während die heimischen Vereine tendenziell Glück hatten, kann das von den Vertretern der rivalisierenden Ligen keineswegs behauptet werden.

OoK_PS, abseits.at