Der Auftakt in die UEFA-Gruppenphasen endete aus österreichischer Sicht durchaus zufriedenstellend. Salzburg und Austria fuhren erwartete Ergebnisse ein, während die Konkurrenz mehrheitlich schwächelte. Mit... Update zur UEFA-Fünfjahreswertung: Duell gegen die Niederlande?

Der Auftakt in die UEFA-Gruppenphasen endete aus österreichischer Sicht durchaus zufriedenstellend. Salzburg und Austria fuhren erwartete Ergebnisse ein, während die Konkurrenz mehrheitlich schwächelte. Mit den Niederlanden könnte ein unerwarteter Gegner erwachsen.

  1. Niederlande – 28,549

So hatte sich Feyenoord Rotterdam das Champions-League-Comeback nach 15 Jahren sicherlich nicht vorgestellt. Die Niederländer waren mit Manchester City völlig überfordert und verloren ihr Heimspiel 0:4. Vitesse Arnheim ging in der Europa League ebenfalls als Verlierer vom Platz. Trotz zweimaliger Führung unterlag man Lazio Rom im Geldredom mit 2:3.

Nächste Runde

CL: Napoli – Feyenoord Rotterdam

EL: Nizza – Vitesse Arnheim

Ausgeschieden:

Ajax Amsterdam (ELQ4), Utrecht (ELQ4), PSV Eindhoven (ELQ3)

  1. Griechenland – 27,000

Olympiakos Piräus kassierte zum Auftakt der Champions League eine 2:3-Heimniederlage gegen Sporting, die die Griechen in einer ausgesprochen schwierigen Gruppe bereits auf dem letzten Platz einzementieren könnte. AEK Athen gewann in der Europa League hingegen bei Rijeka, sodass Griechenland Österreich überholte.

Nächste Runde

CL: Juventus – Olympiakos Piräus

EL: AEK Athen – Austria Wien

Ausgeschieden:

Panathinaikos (ELQ4), PAOK Saloniki (ELQ4), Panionios (ELQ3)

  1. Österreich – 26,850

Salzburg erreichte zum Europa-League-Auftakt ein 1:1 bei Vitoria Guimaraes, das den portugiesischen Gastgebern schmeichelte. Die Wiener Austria bezahlte indessen gegen den AC Milan bitteres Lehrgeld und kam nach einer desaströsen Defensivleistung mit 1:5 unter die Räder.

Nächste Runde

EL: AEK Athen – Austria Wien

EL: Salzburg – Olympique Marseille

Ausgeschieden:

Altach (ELQ4), Sturm Graz (ELQ3)

  1. Tschechien – 26,575

Die tschechischen Europa-League-Starter fuhren sehr unterschiedliche Ergebnisse ein. Während Slavia Prag mit 2:0 gegen Maccabi Tel-Aviv gewann, spielte Zlin gegen Sheriff Tiraspol 0:0, wohingegen Viktoria Plzeň bei Steaua Bukarest den Kürzeren zog.

Nächste Runde

EL: Viktoria Plzeň – Hapoel Beer-Sheva

EL: Lokomotive Moskau – Zlin

EL: Astana – Slavia Prag

Ausgeschieden:

Sparta Prag (ELQ3), Mladá Boleslav (ELQ3)

  1. Schweiz – 25,200

Für den FC Basel gab es in Old Trafford erstmal nichts zu holen – die Schweizer verloren bei Manchester United glatt mit 0:3. Die Young Boys Bern mussten sich in der Europa League zuhause gegen Partizan Belgrad mit einem 1:1 begnügen, während Lugano in Israel bei Hapoel Beer-Sheva mit 1:2 verlor.

Nächste Runde

CL: Basel – Benfica

EL: Lugano – Steaua Bukarest

EL: Skenderbeu – Young Boys Bern

Ausgeschieden:

Sion (ELQ3), Luzern (ELQ2)

  1. Kroatien – 24,750

Von Rijekas einstiger Heimstärke ist nicht mehr viel geblieben: Nachdem die Kroaten schon im Champions-League-Playoff mit Olympiakos einem griechischen Verein unterlegen waren, gewann nun auch AEK Athen im Stadion Rujevica.

Nächste Runde

EL: AC Milan – Rijeka

Ausgeschieden:

Dinamo Zagreb (ELQ4), Hajduk Split (ELQ4), Osijek (ELQ4)

  1. Dänemark – 24,450

Dänemarks letzter verbliebender Europacup-Starter musste sich zum Auftakt der Europa League mit einem torlosen Remis begnügen. Gegen Lokomotive Moskau kam der FC Kopenhagen auf eigenem Platz zu keinem Torerfolg, musste aber auch keinen Treffer hinnehmen.

Nächste Runde

EL: Sheriff Tiraspol – Kopenhagen

Ausgeschieden:

Midtjylland (ELQ4), Brøndby (ELQ3), Lyngby (ELQ3)

Aktuelle UEFA-Fünfjahres-Wertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern):

  1. Niederlande (2/5): 28,549 (1,700)
  2. Griechenland (2/5): 27,000 (3,500)
  3. Österreich (2/4): 26,850 (3,750)
  4. Tschechien (3/5): 26,575 (1,900)
  5. Schweiz (3/5): 25,200 (1,500)
  6. Kroatien (1/4): 24,750 (3,875)
  7. Dänemark (1/4): 24,450 (3,750)
  8. Israel (2/4): 20,750 (4,625)
  9. Zypern (2/4): 20,550 (6,000)
  10. Polen (0/4): 20,125 (2,875)

Fazit der aktuellen Runde

Eine Niederlage für die Austria, ein Unentschieden für Salzburg – die Ergebnisse des Europa-League-Auftakts kommen keineswegs überraschend und entsprechen den Erwartungen. Beide heimische Mannschaften haben damit natürlich weiterhin intakte Chancen auf den Aufstieg.

Salzburg sowieso, weil man sich deutlich stärker als Vitoria Guimaraes präsentierte und Konyaspor nicht wesentlich besser als die Portugiesen einzuschätzen ist. Und die Austria, weil Milan ohnehin für alle in der Gruppe außer Reichweite ist und es wohl einen Dreikampf mit AEK Athen und Rijeka um den Platz hinter den Italienern geben wird.

Dank der beiden Niederlagen von Feyenoord Rotterdam und Vitesse Arnheim konnte Österreich den Rückstand auf die Niederlande weiter verringern und liegt nun umgerechnet nur noch drei Siege und ein Remis zurück. Angesichts der schwierigen Gruppen, in denen Feyenoord und Vitesse spielen, ein Abstand, der von den heimischen Vereinen definitiv wettgemacht werden kann.

Tschechien rückte Österreich erwartungsgemäß näher und wird in der Endabrechnung wohl vor der Bundesliga stehen – Slavia Prag, Viktoria Plzeň und Zlín haben einfach noch zu viele auf dem Papier leichte Spiele vor sich. Nach aktuellem Stand ist es wahrscheinlicher, dass Österreich die Niederlande überholt als dass man vor Tschechien bleibt.

Tritt dieser Fall ein, kommt es vermutlich zum Zweikampf mit Griechenland um Platz zwölf, der zwei fixe Europa-League-Startplätze brächte. Sehr entgegenkommt Österreich Olympiakos‘ Heimniederlage gegen Sporting. Für den griechischen Serienmeister wäre nun jeder Punkt eine Überraschung, spielt man doch noch in Lissabon sowie je zwei Mal gegen Barcelona und Juventus Turin.

Somit kommt dem Duell zwischen der Wiener Austria und AEK Athen eine ganz entscheidende Rolle zu. Doch selbst wenn AEK dieses für sich entscheiden sollte, könnte es für Österreich schaffen, vor den Griechen zu bleiben. Dann nämlich, wenn Salzburg gut punktet und zudem die Austria gegen Rijeka etwas mitnimmt. Darüber hinaus werden Österreichs Punkte nur durch Vier geteilt, Griechenland hat hingegen den Divisor Fünf.

Von weiter hinten droht derweil nur bedingt Gefahr. Basel ist nach der Auftaktniederlage in Manchester Favorit auf den letzten Tabellenplatz – der Sieg von CSKA Moskau bei Benfica kommt den Schweizern alles andere als entgegen. Das unerfahrene Lugano, das zudem im Exil Luzern spielen muss, wird kaum viele Punkte beisteuern, und auch die Young Boys aus Bern wussten zum Auftakt gegen Partizan Belgrad nicht zu überzeugen.

Kroatien hat nun bereits 2,1 Punkte oder umgerechnet vier Siege und ein Remis Rückstand auf Österreich. Diesen Abstand wird Rijeka definitiv nicht wettmachen. Dänemark liegt sogar fünf Siege zurück, was Kopenhagen trotz einer ziemlich einfachen Europa-League-Gruppe nur sehr schwerlich aufholen wird.

Nach menschlichem Ermessen wird Österreich folglich in den Top-15 der UEFA-Fünfjahreswertung bleiben, und auch 2018/19, in der ersten Saison nach der Ligareform, fünf Europacupstartplätze ausgespielt werden.

OoK_PS, abseits.at

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.