Die Europa League startet in die neue Saison. Abseits.at stellt drei spannende Partien des ersten Spieltags vor. Mönchengladbach – Villarreal Bisher keine direkten Duelle... Vorschau zum ersten Europa-League-Spieltag 2014/15

Europa LeagueDie Europa League startet in die neue Saison. Abseits.at stellt drei spannende Partien des ersten Spieltags vor.

Mönchengladbach – Villarreal

Bisher keine direkten Duelle

Mit einem Gesamtscore von 10:2 marschierte Borussia Mönchengladbach gegen Sarajevo in die Gruppenphase der Europa League, wo man zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte steht. Vor zwei Jahren gewannen die Fohlen ihre Staffel, schieden dann aber im Sechzehntelfinale gegen Lazio Rom aus. Dass man gut in Schuss ist, demonstrierte Mönchengladbach am Samstag beim 4:1 gegen Schalke 04. Für zwei Treffer zeichnete sich dabei Neuzugang Andre Hahn verantwortlich, während Ex-Basel-Keeper Yann Sommer dafür sorgen soll, dass möglichst wenig Gegentreffer hingenommen werden müssen. Weiterhin unumstritten gesetzt bei Trainer Lucien Favre ist der ehemaligen ÖFB-Nationalspieler Martin Stranzl – der Burgenländer dirigiert die Abwehr der Borussia dank seiner mittlerweile 34 Jahre mit größter Routine.

Ehe Villarreal sich kurzfristig aus der Primera Division verabschiedete, waren die Spanier Stammgast im Europacup und dabei durchaus erfolgreich, denn so stehen sowohl in Champions League als auch Europa League Semifinalteilnahmen zu Buche. Die Rückkehr ins spanische Oberhaus verlief äußerst erfolgreich und so gelang den Mannen aus dem Stadion El Madrigal dank Tabellenplatz sechs prompt der Einzug in die Europa League. Bitter trifft Villarreal allerdings der momentane Ausfall von Giovanni dos Santos. Der Mexikaner laboriert an einer Beinverletzung und wird gegen Mönchengladbach definitiv fehlen, könnte am zweiten Spieltag gegen Zürich aber sein Comeback feiern.

Sevilla – Feyenoord Rotterdam

Bisher keine direkten Duelle

Man mag es kaum glauben, doch der FC Sevilla ist in den letzten Jahren der erfolgreichste Verein auf internationaler Ebene. Seit der Saison 2005/06 gewannen die Andalusier nicht seltener als drei Mal den UEFA Cup respektive den Nachfolgerwettbewerb Europa League. Als Titelverteidiger war die Mannschaft von Trainer Unai Emery automatisch für die Gruppenphase qualifiziert und ersparte sich damit den Gang durch das Playoff, wo man als Tabellenfünfter der Primera Division andernfalls hätte starten müssen. Mit sieben Punkten aus drei Spielen glückte der Auftakt in die neue Saison, obwohl Sevilla wie im Vorjahr zahlreiche Umstellungen im Kader vornahm. Während man mit Ivan Rakitic und Alberto Moreno zwei Schlüsselspieler an Barcelona und Liverpool verlor, tragen die prominentesten Neuzugänge die Namen Benoît Trémoulinas sowie Éver Banega. Verzichten muss Sevilla auf den verletzten Kevin Gameiro, in der Vorsaison immerhin sechsfacher Torschütze in der Europa League.

Dass die großen Zeiten des niederländischen Vereinsfußballs mittlerweile vorbei sind, spiegelt die internationale Performance von Feyenoord bestens wider. 2001 gewann man noch den UEFA Cup, die letzte Teilnahme an einer Gruppenphase datiert jedoch aus der Saison 2008, wobei damals kein einziger Punkt ergattert wurde. Beinahe wären die Rotterdamer auch diesmal wieder im Playoff gescheitert, lediglich ein Last-Minute-Treffer gegen den ukrainischen Vertreter Zorya Lugansk sicherte das Weiterkommen. Wenig überraschend musste Feyenoord nach der starken Leistung der Niederländer bei der Weltmeisterschaft einen gehörigen Aderlass hinnehmen. Stefan de Vrij wechselte zu Lazio Rom, Bruno Martins Indi schloss sich Porto an, Daryl Janmaat heuerte bei Newcastle an und der Italiener Graziano Pellè spielt nun für Southampton. Prominente Neuzugänge sucht man hingegen vergeblich, dafür wurden viele Spieler aus der eigenen Jugend hochgezogen.

Everton – Wolfsburg

Bisher keine direkten Duelle

Zum letzten Mal gab sich Everton in der Saison 2009/10 im Europacup die Ehre. In der Vorsaison lag der Club aus Liverpool sogar lange Zeit auf Champions-League-Kurs, letztlich reichte es in der Premier League aber doch nur zum fünften Tabellenplatz und der damit verbundenen Teilnahme an der Europa League. Das Team von Roberto Martinez sicherte sich in der Sommertransferzeit zwei äußerst prominente Spieler, die zuvor in Diensten Chelseas standen. Zum einen wurde Belgiens Supertalent Romelu Lukaku an die Merseyside gelotst, zum anderen verpflichtete man Samuel Eto’o. Dem gegenüber stehen keine nennenswerten Abgänge, sodass mit Everton auch in dieser Saison zu rechnen sein sollte. Was das Spiel gegen Wolfsburg betrifft, kann zudem auf eine positive Statistik verwiesen werden. Während Everton keines seiner fünf Spiele gegen deutsche Mannschaften verlor, kehrte Wolfsburg von seinen zwei bisherigen England-Ausflügen jeweils mit 1:2-Niederlagen zurück.

Wolfsburg war vor fünf Jahren letztmalig im internationalen Geschäft tätig und drang damals bis ins Viertelfinale der Europa League vor, wo dann das Aus gegen Fulham kam. Obwohl sich die Niedersachsen dank der finanziellen Unterstützung von Volkswagen im Sommer mit wohlklingenden Spielern verstärkte – unter anderem wurden Nicklas Bendtner und Aaron Hunt verpflichtet -, stottert der Motor noch gehörig. Aus den ersten drei Bundesligaspielen holte das Team von Dieter Hecking lediglich zwei Punkte, wobei am Samstag erst in der Schlussphase eine Niederlage gegen Hoffenheim verhindert werden konnte. Besonders freuen dürfte sich Kevin De Bruyne auf das Duell mit Everton, schließlich trifft er auf seinen Teamkollegen aus der belgischen Nationalmannschaft, Romelu Lukaku.

OoK_PS, abseits.at

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