Die Gruppenphase der Europa League steht unmittelbar bevor. Nur mehr ein Spiel trennt die Mannschaften vor dem lukrativen Hauptbewerb. Wer behält die Nerven? Stuttgart... Vorschau zum Europa-League-Playoff – Die Rückspiele

Europa LeagueDie Gruppenphase der Europa League steht unmittelbar bevor. Nur mehr ein Spiel trennt die Mannschaften vor dem lukrativen Hauptbewerb. Wer behält die Nerven?

Stuttgart – Rijeka

Hinspiel 1:2

Vom drittgrößten Spiel der Vereinsgeschichte war in Rijeka die Rede. Real Madrid und Juventus Turin hatten sich in der kroatischen Hafenstadt bereits die Ehre gegeben und nun tanzte die Truppe von Ex-Spieler Fredi Bobic an. Im Felsenstadion zu Rijeka verschafften sich die Hausherren eine gute Ausgangsposition, die jedoch noch besser hätte ausfallen können. Leon Benko und Zoran Kvržić brachten Rijeka in der Schlussphase mit 2:0 in Führung, doch Stuttgart gelang durch Vedad Ibišević noch der wichtige Auswärtstreffer, der die Chancen der Schwaben am Leben hält.

Saß beim Hinspiel in Rijeka noch Bruno Labbadia auf der Stuttgarter Bank, wird beim Rückspiel Neo-Trainer Thomas Schneider sein Debüt geben. Angesichts des schwachen Saisonstarts – Stuttgart verlor am Wochenende auch in Augsburg und hält nach drei Spielen noch immer bei null Punkten – zog man im Schwabenländle die Reißleine und trennte sich vom schon lange nicht mehr unumstrittenen Coach. Scheitern Martin Harnik und Co., wäre bereits das erste Saisonziel verpasst und angesichts des drohenden Abstiegskampfs würde sich die Stimmung rund um den VfB wohl kaum verbessern.

Slovan Liberec – Udinese Calcio

Hinspiel 3:1

Dass der Fußballsport zuweilen durchaus ungerecht sein kann, stellt für Freunde des runden Leders keine bahnbrechende Neuigkeit dar. In Triest, wo das Hinspiel stattfand, hatte Udinese die Zügel klar in der Hand und dominierte den tschechischen Gegner nach Belieben. Dummerweise blieb auf Seiten der Italiener aber Gabriel Silva der einzige Torschütze, während Slovan in Person von Serhiy Rybalka, Dzon Delarge sowie Ondřej Kušnír drei Mal zuschlug und sich somit eine exzellente Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitete. Daran änderten auch drei Metalltreffer von Udinese nichts.

Schafft Slovan Liberec den nun doch schon ziemlich wahrscheinlichen Einzug in die Gruppenphase, wäre es für die Tschechen keine Premiere. Bereits in der Saison 2006/07 kamen sie in den Genuss von Gruppenspielen, damals hieß der Bewerb allerdings noch UEFA Cup. Der größte Erfolg der Tschechen datiert hingegen aus dem Jahr 2002, als erst im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund das Aus kam. In der Meisterschaft erwischte Slovan übrigens einen guten Start und hält nach sechs Runden bei 15 Zählern.

St. Etienne – Esbjerg

Hinspiel 3:4

Nach acht Jahren Pause feierte Esbjerg sein Comeback im internationalen Geschäft und es sollte wahrlich ein denkwürdiges werden. Nicht weniger als drei Mal gingen die Gäste aus St. Etienne in Führung, doch den Dänen gelang stets der Ausgleich und als Peter Ankersen eine Viertelstunde vor dem Ende des Spiels sogar das 4:3 für Esbjerg erzielte, kann der Jubel in der Blue Water Arena keine Grenzen mehr. Sollte Esbjerg tatsächlich den Einzug in die Gruppenphase schaffen, wäre das für den fünffachen dänischen Meister der mit Abstand größte internationale Erfolg der Clubgeschichte.

Da Esbjergs letzte Meisterschaft auf das Jahr 1979 zurückgeht, befand man sich bis zum vergangen Mai in einer ähnlichen Situation wie St. Etienne, denn die Franzosen hechelten einem Titel bereits seit 31 Jahren hinterher, ehe sie im Finale des Ligapokals Rennes in die Knie zwangen. Verzichten muss ASSE mittlerweile auf Pierre-Emerick Aubameyang, der im Sommer zu Borussia Dortmund wechselte. Der Mittelstürmer erzielte in der Vorsaison 19 Treffer und spielte eine Ablösesumme von rund 13 Millionen Euro ein.

Thun – Partizan Belgrad

Hinspiel 0:1

Schafft Thun den Aufstieg in die Gruppenphase, wäre das nicht der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, denn der kleine Verein spielte sogar schon einmal in der Champions League. Im Gegensatz zur Saison 2005/06, als man ins Stade de Suisse zu Bern ausweichen musste, könnte man diesmal die Gruppenspiele allerdings in der eigenen schmucken Arena austragen. Bis es soweit ist, liegt vor den Schweizern jedoch noch ein ordentliches Stück Arbeit, denn es gilt eine 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel in Belgrad wettzumachen.

In einem ausgeglichenen Spiel auf mäßigem Niveau hatte Partizan das bessere Ende auf seiner Seite, nachdem Miloš Jojić in der Schlussphase den einzigen Treffer besorgte. Weil man in der Qualifikation zur Champions League an Ludogorets Razgrad scheiterte, ist der Einzug in die Europa League für die Serben absolute Pflicht, zumal Erzrivale Roter Stern bereits die Segel streichen musste und man somit die Vorherrschaft in Belgrad weiter ausbauen könnte.

OoK_PS, abseits.at

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