In der Europa League stehen die Rückspiele des Sechzehntelfinales auf dem Programm. Abseits.at blickt auf vier spannende Paarungen, deren Ausgang noch offen ist. Napoli... Vorschau zum Europa-League-Sechzehntelfinale – Die Rückspiele

Europa LeagueIn der Europa League stehen die Rückspiele des Sechzehntelfinales auf dem Programm. Abseits.at blickt auf vier spannende Paarungen, deren Ausgang noch offen ist.

Napoli – Swansea

Hinspiel: 0:0

Als Marek Hamsik in der fünften Minute die Führung für Napoli auf dem Fuß hatte, dachte wohl kaum ein Zuschauer im Liberty Stadium zu Swansea, dass dies die einzige nennenswerte Torchance der Italiener im Hinspiel bleiben würde. In weiterer Folge spielte nur mehr Swansea, doch da in der ersten Halbzeit Rafael und nach dem Seitenwechsel Pepe Reina im Tor der Gäste alle Chancen der Waliser zunichte machten, blieb es beim torlosen Remis.

Swansea gelang es zum ersten Mal überhaupt, international zu überwintern. Letztmalig trat man in der Saison 1991/92 im Europacup an und wurde von Monaco mit 10:1 abgefertigt. Damals nahmen die Schwäne allerdings noch als walisischer Cupsieger am internationalen Geschäft teil, mittlerweile sind sie in der englischen Premier League angekommen, wo sie in der Vorsaison den League Cup gewannen. Napoli gelang es seinerseits noch nie, in der Europa League über das Sechzehntelfinale hinauszukommen, bisher kam zwei Mal in dieser Runde das Aus. Während Swansea am Sonntag Liverpool in einem packenden Spiel 3:4 unterlag, erreichte Napoli am Montagabend gegen Genoa ein 1:1.

Eintracht Frankfurt – FC Porto

Hinspiel: 2:2

Alle, die es im Hinspiel mit dem FC Porto hielten, mussten sich wie in einem schlechten Film vorgekommen sein. Die Portugiesen lagen dank Treffern von Ricardo Quaresma und Silvestre Varela bereits komfortabel mit 2:0 in Führung, doch die von 7.000 Fans lautstark unterstützten Frankfurter konnten die Partie in der zweiten Halbzeit binnen fünf Minuten ausgleichen. Damit hat die Eintracht nun gute Chancen, zum ersten Mal seit der Saison 1994/95 wieder in ein Europacup-Achtelfinale einzuziehen. Damals erreichten die Hessen im UEFA Cup sogar die Runde der letzten Acht, ehe gegen Juventus Endstation war.

War das Remis Balsam auf die geschundenen Eintracht-Seelen nach zwei zuvor erlittenen Niederlagen in Bundesliga und DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund sowie einem trostlosen Remis gegen Werder Bremen, wird die Luft für Porto-Trainer Paulo Fonseca immer dünner. Schon seit sechs Europacupspielen warten die Portugiesen auf einen vollen Erfolg – zum Auftakt der Champions League gewannen sie bei der Wiener Austria glücklich mit 1:0 – und zu allem Überdruss setzte es am Wochenende in der Meisterschaft die erste Heimniederlage seit dem Jahre 2008. Sollte Porto in Frankfurt aus der Europa League ausscheiden, wäre eine Ablöse Fonsecas alles andere als überraschend.

Tottenham Hotspur – Dnipro Dnipropetrowsk

Hinspiel: 0:1

Da die Menschen in der Ukraine derzeit ganz andere Sorgen als Fußball haben, war die schmucke Dnipro-Arena beim Hinspiel nur zu zwei Dritteln gefüllt. Jenen Fans, die den Weg ins Stadion auf sich genommen hatten, sollte allerdings warm ums Herz werden. Dnipro bezwang die Gäste aus London dank eines fragwürdigen Elfmeters in der Schlussphase mit 1:0 und fügte Tottenham damit den ersten Punktverlust der laufenden Europa-League-Kampagne zu. Damit ist Salzburg die einzige verbliebene Mannschaft, die alle Spiele gewinnen konnte.

Besondere Genugtuung bescherte der Sieg Juande Ramos, der Dnipro seit mittlerweile vier Jahren trainiert. Der Spanier hatte im Oktober 2007 bei Tottenham das Kommando übernommen und gewann mit den Spurs den League Cup, wurde jedoch aufgrund eines schwachen Saisonstarts nur zwölf Monate später wieder entlassen. In der Ukraine hat sich Ramos mittlerweile eine schlagkräftige Mannschaft aufgebaut, aus der nicht zuletzt Siegestorschützte Evgen Konoplyanka herausragt. Aber auch Akteure wie der kroatische Nationalspieler Nikola Kalinic und der Brasilianer Matheus sollten in der Lage sein, an der White Heart Lane für Torgefahr zu sorgen.

Basel – Maccabi Tel-Aviv

Hinspiel: 0:0

Gibt sich Salzburg gegen Ajax Amsterdam keine Blöße, treffen die Mozartstädter im Achtelfinale auf den Sieger dieses Duells. Wie dieser heißen wird, lässt sich nach dem Hinspiel noch nicht vorhersagen, denn weder Maccabi Tel-Aviv noch die Gäste aus Basel vermochten es, zwingende Torchancen herauszuspielen, sodass die Partie nahezu folgerichtig torlos endete. Murat Yakin, der Trainer der Schweizer, setzte auf ein ultradefensives System und versuchte damit, das Fehlen seiner beiden Stamminnenverteidiger Ivan Ivanov und Fabian Schär, die beide langfristig verletzt sind, zu kompensieren. Dafür feierte Marek Suchy sein Debüt in Diensten der Basler. Der Tscheche wurde aufgrund der Verletztenmisere von Spartak Moskau ausgeliehen.

Mitausschlaggebend dafür, dass die 13.000 Zuschauer im Bloomfield Stadium keinen Treffer sahen, war vielleicht auch der Umstand, dass sich die beiden Mannschaften bereits im Juli in der Champions-League-Qualifikation gegenüberstanden – man kennt sich also bestens. Damals siegte Basel auf eigenem Platz im Hinspiel 1:0 und führte in Israel bereits 3:0, doch Maccabi konnte in einer furiosen Partie noch ausgleichen. In ihren nationalen Meisterschaften liegen beide Mannschaften an der Tabellenspitze. Basel erreichte am Wochenende ein 1:1 bei den Grasshoppers, während Maccabi Tel-Aviv gegen Hapoel Haifa 2:2 spielte.

OoK_PS, abseits.at

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