In der Europa League stehen die Rückspiele des Viertelfinales auf dem Programm. abseits.at nimmt die Partien unter die Lupe. Zenit St. Petersburg – Sevilla... Vorschau zum Europa-League-Viertelfinale 2014/15 – Die Rückspiele

SSC NapoliIn der Europa League stehen die Rückspiele des Viertelfinales auf dem Programm. abseits.at nimmt die Partien unter die Lupe.

Zenit St. Petersburg – Sevilla

Hinspiel 1:2

Zenit musste sich im Viertelfinalhinspiel gegen Titelverteidiger Sevilla mit 1:2 geschlagen geben. Aleksandr Ryazantsev hatte die Russen in Andalusien in Führung gebracht, doch späte Tore von Carlos Bacca und Denis Suárez sorgten dafür, dass schlussendlich Sevilla als Sieger vom Platz ging. Zenit hat die letzten drei Heimspiele im Europacup gewonnen und blieb ohne Gegentreffer. Sevilla hat hingegen seinerseits die letzten zwei Auswärtsspiele gewonnen und erzielte dabei jeweils drei Tore. Zumindest auf dem Papier steht einem ereignisreichen Spiel im Petrowski-Stadion also nichts im Wege.

Bisher konnte Sevilla nach jedem Einzug ins Viertelfinale den Wettbewerb anschließend auch gewinnen. Auch Zenit hat 2007/08 nach seinem letzten Einzug in die Runde der letzten Acht den Wettbewerb gewonnen, der damals noch unter dem Namen UEFA Cup firmierte – eine Serie wird somit reißen. Zwar müssen die Russen im Rückspiel auf die gesperrten Ryazantsev und Garay verzichten, dafür kommen vier Stammspieler retour, die in Sevilla nicht mit von der Partie waren. Unter ihnen auch Hulk, der einst gemeinsam mit Sevillas Torhüter Beto bei Porto spielte und 2011 mit ihm unter Zenits aktuellem Trainer André Villas-Boas die Europa League gewann.

Dnipro – Club Brügge

Hinspiel 0:0

Dnipro Dnipropetrovsk muss Brügge nach dem torlosen Remis im Hinspiel die erste Niederlage im laufenden Wettbewerb zufügen, um zum ersten Mal in der Klubgeschichte ein Halbfinale im Europacup erreichen zu können. Brügge ist die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der acht Viertelfinalisten. Seit dem Einstieg in der dritten Qualifikationsrunde kamen die Belgier zu elf Siegen und vier Unentschieden. Im Gegensatz dazu hat Dnipro seit dem Start der Gruppenphase bereits vier Spiele verloren.

Dnipro trägt seine Heimspiele aufgrund der politischen Lage in der Ostukraine in Kiew aus hat die letzten drei Partien im Exil ohne Gegentor gewonnen. Brügge kann allerdings ebenfalls auf eine starke Bilanz verweisen, die Belgier haben in dieser Saison sechs ihrer sieben Auswärtsspiele für sich entschieden. Brügge hat noch nie ein Viertelfinale im UEFA Cup bzw. der Europa League verloren. Gegen den AC Milan (1975/76) und Panathinaikos (1987/88) gewann gewannen die Belgier jeweils mit 3:2 nach Hin- und Rückspiel.

Fiorentina – Dynamo Kiew

Hinspiel 1:1

Lange Zeit sah es so aus als würde Dynamo Kiew mit einem Vorsprung zum Rückspiel in die Toskana reisen, doch ein Tor von Khouma Babacar in der Nachspielzeit sicherte der Fiorentina doch noch das Remis. Ein Blick auf die Statistik der aktuellen Saison verrät, dass die Partie im Stadio Artemi Franchi ziemlich offen sein dürfte, denn während die Fiorentina nur eines der letzten vier Heimspiele gewinnen konnte, musste Dynamo mit Aleksandar Dragovic in drei von vier Auswärtspartien eine Niederlage hinnehmen.

Allerdings hat die Fiorentina in den letzten neun Spielen gegen ukrainische Mannschaften nicht mehr verloren und hält bei fünf Siegen sowie vier Remis. Dynamo hat in 19 Spielen gegen italienische Klubs hingegen nur zwei Siege landen können – beide gegen die Roma in der Champions League 2004/05. Das 3:0 in Rom war ein Sieg am grünen Tisch, weil die Partie abgebrochen werden musste, nachdem Schiedsrichter Anders Frisk von einem aus dem Publikum geworfenen Objekt getroffen worden war.

Napoli – Wolfsburg

Hinspiel 4:1

Napoli erwies sich in Wolfsburg gnadenlos und schoss die Gastgeber dank Toren von Gonzalo Higuain, Marek Hamsik und Manolo Gabbiadini mit 4:1 aus dem eigenen Stadion. Es war Wolfsburgs höchste internationale Heimniederlage der Vereinsgeschichte. Noch nie hat eine Mannschaft im Europacup nach einer Hinspielniederlage vor eigenen Fans mit drei oder mehr Toren Abstand noch die nächste Runde erreicht. Sollte Wolfsburg also das Wunder von Neapel schaffen, ginge das Spiel in die Sportgeschichte ein.

Viel spricht allerdings nicht dafür. Napoli ist zu Hause seit elf Partien ungeschlagen, die letzte Pleite war ein 0:3 gegen Viktoria Plzeň im Februar 2013. Schaffen die Italiener vom Fuße des Vesuvs den Aufstieg, stehen sie zum ersten Mal seit 1988/89 wieder in einem Europacupsemifinale. Damals gewann die Mannschaft rund um Diego Maradona den UEFA Cup im Endspiel gegen Stuttgart. Erschwerend zum nahezu aussichtslosen Hinspielergebnis kommt für Wolfsburg hinzu, dass mit Andre Schürrle, Kevin de Bruyne und Vieirinha drei Stammkräfte verletzt fehlen.

OoK_PS, abseits.at

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