In der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation stehen die Rückspiele auf dem Programm Abseits.at blickt auf drei Partien. Maccabi Tel-Aviv – Kairat Almaty Hinspiel 1:1... Vorschau zur 2. Runde der Europa-League-Qualifikation – Die Rückspiele

UEFA Europa League Trailer_abseits.atIn der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation stehen die Rückspiele auf dem Programm Abseits.at blickt auf drei Partien.

Maccabi Tel-Aviv – Kairat Almaty

Hinspiel 1:1

Ausgesprochen turbulent ging es im Hinspiel zwischen Kairat Almaty und Maccabi Tel-Aviv zu. Andrey Arshavin, neben Anatoly Tymoshchuk der zweite große Star in den Reihen der Kasachen, brachte die Gastgeber nach rund einer halben Stunde in Führung, welche der israelische Altstar Yossi Benayoun in der 91. Minute ausglich. Damit aber nicht genug, denn in der allerletzten Minute der Partie flog auch noch Bauyrzhan Islamkhan, Kairats Kapitän, mit einer glattroten Karte vom Platz und fehlt den Kasachen somit im Rückspiel in Tel-Aviv.

Während in Kasachstan die Meisterschaft bereits in vollem Gange ist und bald in die entscheidende Playoff-Phase geht – Kairat liegt momentan auf dem zweiten Tabellenplatz, startet in Israel die neue Saison erst im August. Den bislang größten internationalen Erfolg feierte Kairat Almaty in der Vorsaison, als man bis ins Playoff der Europa League vordrang, wo man nur aufgrund der Auswärtstorregel gegen Girondins Bordeaux den Kürzeren zog. Die Teilnahme an einer Gruppenphase fehlt den Kasachen noch, ganz im Gegensatz zu Maccabi Tel-Aviv, das bereits sowohl in der Champions als auch Europa League spielte.

Lewski Sofia – Maribor

Hinspiel 0:0

Mit Maribor und Lewski Sofia treffen zwei große Namen aufeinander, die in der jüngeren Vergangenheit jedoch einen veritablen Absturz hinlegten. Jener von Lewski ist dabei sicherlich dramatischer, spielte man vor rund zehn Jahren doch noch in der Champions League und drang bis ins Viertelfinale des UEFA Cups vor. Wie aber auch Lokalrivale CSKA Sofia, das aufgrund finanzieller Probleme in die dritte bulgarische Liga strafversetzt wurde, gab es in den letzten Jahren kaum mehr positive Schlagzeilen vom 26-fachen bulgarischen Meister, der sich jüngst zwei Mal in Folge gar nicht für den Europacup qualifizierte und bei den letzten drei Antritten auf dem internationalen Parkett sogleich wieder ausschied.

Maribor, das mittlerweile wieder von Ex-Sturm-Trainer Darko Milanic betreut wird, musste sich nach fünf Meistertiteln in Folge zuletzt dem Erzrivalen Olimpija Ljubljana geschlagen geben und mit dem zweiten Tabellenplatz Vorlieb nehmen. Während die Slowenen vor zwei Jahren überraschend den Sprung in die Champions League schafften und davor drei Mal an der Europa League teilgenommen hatten, scheiterten sie in der vergangenen Saison bereits im Juli am kasachischen Meister Astana und schieden damit früh aus dem Europacup aus. Unter der Ägide von Darko Milanic soll nun wieder die Gruppenphase erreicht werden, wozu aber erst einmal Lewski Sofia ausgeschaltet werden muss, das mit dem 0:0 aus dem Hinspiel im Rücken über eine durchaus brauchbare Ausgangslage verfügt.

Slavia Prag – Levadia Tallinn

Hinspiel 1:3

So hatte sich Slavia Prag die Rückkehr nach siebenjähriger Abstinenz auf die europäische Bühne sicherlich nicht vorgestellt. Der tschechische Traditionsverein musste beim estnischen Vertreter Levadia Tallinn eine bittere 1:3-Niederlage hinnehmen und steht nun vor dem Rückspiel in der schmucken Eden Arena mit dem Rücken zur Wand. Nachdem Slavia 2009 noch die Meisterschaft gewonnen hatte, folgte danach ein tiefer wirtschaftlicher Absturz, der den Verein bis in die Abstiegsregionen der tschechischen Gambrinus Liga beförderte. Erst langsam und dank der Übernahme durch chinesische Investoren gelang es wieder, in höheren Gefilden Fuß zu fassen, was als Tabellenfünfter der Vorsaison nun im Europacup-Comeback gipfelt. Neu in der Mannschaft ist unter anderem Dusan Svento, bekannt aus seiner Zeit in Salzburg und zuletzt beim 1. FC Köln aktiv.

Sollte Levadia Tallinn tatsächlich der Aufstieg gelingen, wäre dies gemeinsam mit der Elimination von Twente Enschede (UEFA Cup 2006/07) sowie Wisla Krakau (Champions League 2009/10) der größte internationale Erfolg der Vereinsgeschichte. Durchaus brisant: Auch vor zwei Jahren traf Levadia in der Europacup-Qualifikation auf einen Verein aus Prag, damals war es Slavias Erzrivale Sparta, und zog mit einem Gesamtscore von 1:8 ganz klar den Kürzeren. In der tschechischen Hauptstadt setzte es damals eine 0:7-Pleite – ein Ergebnis, das man diesmal tunlichst vermeiden sollte, will man in die nächste Runde einziehen. Dort würde dann der portugiesische Vertreter Rio Ave warten.

Die Wetttipps zu den heutigen Europa League Partien von wettbasis.com findet ihr hier.

OoK_PS, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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