Mit Salzburg und der Wiener Austria verfügt Österreich über zwei Vertreter in der Europa League. An diesen beiden Mannschaften liegt es nun, so viele... Fünfjahreswertung: Österreich kämpft um zwei Fixplätze

Mit Salzburg und der Wiener Austria verfügt Österreich über zwei Vertreter in der Europa League. An diesen beiden Mannschaften liegt es nun, so viele Punkte wie möglich zu erzielen, um der Bundesliga in der Europacup-Saison 2019/20 zwei Fixplätze in der Gruppenphase zu bescheren. Die Top-15 und damit fünf internationale Startplätze scheinen hingegen weitestgehend abgesichert. Das Update zur UEFA-Fünfjahreswertung.

12. Österreich – 26,600

Salzburg ließ dem rumänischen Meister Viitorul keine Chance und spazierte mit einem Gesamtscore von 7:1 in die Europa League. Wesentlich spannender machte es da schon die Wiener Austria, die sich dank der Auswärtstorregel gegen Osijek weiterzitterte. Altach belohnte sich für eine gute Leistung gegen Maccabi Tel-Aviv nicht und schied unglücklich aus.

 Auslosung:
EL: Salzburg – Olympique Marseille (FRA), Vitoria Guimaraes (POR), Konyaspor (TUR)
EL: Austria Wien – AC Milan (ITA), Rijeka (CRO), AEK Athen (GRE)

Ausgeschieden:
Altach (ELQ4), Sturm Graz (ELQ3)

13. Griechenland – 26,600

Olympiakos Piräus setzte sich souverän gegen Rijeka durch und spielt nach einem Jahr Pause wieder Champions League. AEK Athen behielt gegen Club Brügge die Oberhand und darf in der Europa League ran. Davon dürfen Panathinaikos und PAOK Saloniki nur träumen – sie scheiterten an Athletic Bilbao respektive Östersund.

Auslosung:
CL: Olympiakos – Juventus Turin (ITA), Barcelona (ESP), Sporting (POR)
EL: AEK Athen – AC Milan (ITA), Austria Wien (AUT), AEK Athen (GRE)

Ausgeschieden:
Panathinaikos (ELQ4), PAOK Saloniki (ELQ4), Panionios (ELQ3)

14. Tschechien – 25,975

Sparta Prag zog im Champions-League-Playoff gegen APOEL Nikosia den Kürzeren, darf sich aber mit der Europa League trösten. Dort spielt auch Viktoria Plzeň, das sich gegen AEK Larnaka aus Zypern durchsetzte.

Auslosung:
EL: Slavia Prag – Villarreal (ESP), Maccabi Tel-Aviv (ISR), Astana (KAZ)
EL: Zlin – Kopenhagen (DEN), Lokomotive Moskau (RUS), Sheriff Tiraspol (MDA)
EL: Viktoria Plzeň – Steaua Bukarest (ROM), Hapoel Beer-Sheva (ISR), Lugano (SUI)

Ausgeschieden:
Sparta Prag (ELQ3), Mladá Boleslav (ELQ3)

15. Schweiz – 25,000

Adi Hütters Young Boys Bern kassierte zwei Niederlagen gegen CSKA Moskau, womit die Champions League für die Schweizer weiterhin ein unerfüllter Traum bleibt.

Auslosung:
CL: Basel – Manchester United (ENG), Benfica (POR), CSKA Moskau (RUS)
EL: Young Boys Bern – Dynamo Kiew (UKR), Partizan Belgrad (SRB), Skenderbeu (ALB)
EL: Lugano – Viktoria Plzen (CZE), Steaua Bukarest (ROM), Hapoel Beer-Sheva (ISR)

Ausgeschieden:
Sion (ELQ3), Luzern (ELQ2)

16. Kroatien – 24,750

Bittere Wochen für Kroatien! Alle vier kroatischen Vertreter unterlagen im Playoff, sodass nur Rijeka in der Europa League spielt. Osijek scheiterte an Austria Wien, Dinamo Zagreb an Skenderbeu und Hajduk Split an Everton.

 Auslosung:
EL: Rijeka – AC Milan (ITA), Austria Wien (AUT), AEK Athen (GRE)

Ausgeschieden:
Dinamo Zagreb (ELQ4), Hajduk Split (ELQ4), Osijek (ELQ4)

17. Dänemark – 24,200

Auch Dänemark ist im Herbst mit nur noch einem Team international vertreten – dem FC Kopenhagen, der im Champions-League-Playoff Qarabag aus Aserbaidschan unterlag. Midtjylland schied in der Europa League gegen Apollon Limassol aus.

Auslosung:
EL: Kopenhagen – Lokomotive Moskau (RUS), Sheriff Tiraspol (MDA), Zlin (CZE)

Ausgeschieden:
Midtjylland (ELQ4), Brøndby (ELQ3), Lyngby (ELQ3)

Aktuelle UEFA-Fünfjahres-Wertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern): 

  1. Niederlande (2/5): 28,549 (1,700)
  2. Österreich (2/4): 26,600 (3,500)
  3. Griechenland (2/5): 26,600 (3,100)
  4. Tschechien (3/5): 25,975 (1,300)
  5. Schweiz (3/5): 25,000 (1,300)
  6. Kroatien (1/4): 24,750 (3,875)
  7. Dänemark (1/4): 24,200 (3,500)
  8. Zypern (2/4): 20,300 (5,750)
  9. Israel (2/4): 20,250 (4,125)
  10. Polen (0/4): 20,125 (2,875)

Fazit der aktuellen Runde:

Aus österreichischer Sicht kann man mit der nun abgeschlossenen Europacup-Qualifikation durchwegs zufrieden sein. Zwei Teams in der Europa League ist eine ordentliche Ausbeute, zumal alle Konkurrenten – teils ordentlich – Federn lassen mussten.

Aktuell rangiert Österreich auf dem zwölften Platz der UEFA-Fünfjahreswertung. Gelingt es, diesen bis zum Ende der Saison zu verteidigen, darf sich die Bundesliga erstmals über Fixplätze in einer Gruppenphase freuen.

In der Europacupsaison 2019/20 stünde der Cupsieger dann fix in der Europa League, und der Meister würde im Playoff zur Champions League starten und hätte damit ebenfalls zumindest die Gruppenphase der Europa League sicher.

Doch bis dahin ist es noch ein steiniger Weg und es wird einigen Punkten bedürfen, was angesichts der nicht ganz so einfachen Gegner von Salzburg und Austria eine Herausforderung wird. Von den Mozartstädtern muss man den Aufstieg nach den bisherigen Leistungen allerdings erwarten können, und auch die Austria sollte sich ungefähr auf einem Niveau mit Rijeka und AEK Athen befinden.

Mit AEK Athen steht der Austria ein Duell mit einem Vertreter eines direkten Konkurrenten bevor. Griechenland hat wie Österreich 26,600 Punkte auf dem Konto, wird aufgrund der in der laufenden Saison weniger erzielten Punkte aber zurückgereiht.

Da Olympiakos Piräus mit Juventus Turin, Barcelona und Sporting in der Champions League eine absolute Horrorgruppe ausgefasst hat und Griechenland zudem einen höheren Divisor als Österreich aufweist, scheint es realistisch, vor den Hellenen zu bleiben.

Tschechien erwischte eine ziemlich gnädige Auslosung und man darf davon ausgehen, dass Viktoria Plzeň, Slavia Prag und auch Cupsieger Zlin einige Punkte beisteuern werden. Aktuell sind die Tschechen im Kampf um Platz zwölf wohl zu favorisieren.

Gemischte Gefühle gibt es in der Schweiz. Basel befindet sich in der Champions League mit Manchester United, Benfica und CSKA Moskau in einer recht kniffligen Gruppe. Die Young Boys Bern und Lugano fassten in der Europa League indessen unattraktive, aber sportlich machbare Lose aus. Um Österreich einzuholen, muss die Schweiz vier Siege mehr erzielen.

Besonders wichtig ist der Vorsprung auf Platz 16, auf dem Kroatien rangiert. Schafft es Österreich, die Top-15 zu halten, werden auch in der ersten Saison nach der Ligareform fünf Europacupstartplätze ausgespielt. Nach aktuellem Stand müsste Rijeka vier Siege mehr als Salzburg und die Austria holen, was selbst im Falle eines positiven Duells gegen die Wiener nicht übermäßig wahrscheinlich scheint – zumal die gute Frühform bei den Kroaten nach Abgängen und Verletzungen erst einmal weg ist.

Dänemarks einziger verbliebener Vertreter, der FC Kopenhagen, müsste sogar gleich fünf Siege mehr als das rot-weiß-rote Duo erzielen, damit Österreich hinter die Skandinavier zurückfällt. Zwar ist Kopenhagen in einer Gruppe mit Lokomotive Moskau, Sheriff Tiraspol und Zlin trotz derzeit schwacher Form einiges zuzutrauen, um die notwendigen Punkte zu erzielen, müsste man aber vermutlich schon ein paar KO-Runden überstehen.

Unter dem Strich bleibt somit festzuhalten, dass Österreich ausgezeichnete Chancen hat, einen Platz in den Top-15 zu verteidigen, was bereits ein schöner Erfolg wäre, denn gelungen ist dies in jüngerer Vergangenheit nie. Alles, was darüber hinausgeht, ist ein Bonus, der aber keineswegs außer Reichweite ist.

Das gilt übrigens auch für die Niederlande, die aktuell auf Platz elf (dieser bringt einen Fixplatz in der Champions League, qualifiziert sich der Sieger über seine nationale Meisterschaft für die Königsklasse) liegen, mit vier Siegen Vorsprung auf Österreich. Allerdings sind die Niederlande nach dem Exodus von Ajax Amstedam, PSV Eindhoven und Utrecht nur noch mit Feyenoord Rotterdam und Vitesse Arnheim vertreten.

Feyenoord fasste in der Champions League mit Manchester City, Napoli und Shakhtar Donezk eine schwierige Gruppe aus, selbiges gilt für Vitesse in der Europa League mit Lazio Rom, Nizza und Zulte Waregem. Läuft es für die Niederlande richtig schlecht, müssen sie wohl den Blick nach hinten richten.

Das müssten sie ohnehin, hätte Ajax in der Vorsaison nicht das Europa-League-Finale erreicht. Betrachtet man die Ergebnisse in den Saisonen davor sowie das nunmehrige Ausscheiden gegen Rosenborg Trodenheim, muss man von einem absoluten statistischen Ausreißer sprechen, der die Eredivie (vorerst) vor einem tiefen Fall bewahrt.

OoK_PS, abseits.at

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